Kleine Kinder, großer Appetit

Mein zweijähriger Sohn, der jüngst seinen dritten Geburtstag feierte, wird wohl bald vier und ich frage mich, wie das enden soll. Er isst bereits zum Frühstück drei bis vier Brote dazu Joghurt in schwer bestimmbarer Menge aus großen Töpfen, Gurken, Cornflakes, Schinken, Wurst, am liebsten gerollt, Trauben, Orangen, Pizza, Lasagne, Braten, Knödel und trinkt dazu Leitungswasser, dass ich mir um die städtischen Vorräte im Mangfalltal Sorgen mache. Na gut, das ist - ich halte Zeigefinger und Daumen spalteng zusammen – ein klitzekleines bisschen übertrieben. Aber die Tendenz ist unübersehbar: In nur 50 Jahren, wenn er in etwa das Alter seines Vaters erreicht hat, wird er mit diesem Ernährungspensum sehr bald wulstartige Verdickungen an seinem Leib bemerken, die ihm nicht gefallen können. Ich zeige ihm täglich meine, damit er weiß , was ich meine, wenn ich ihm sage: Mein Sohn, Du wirst einmal aussehen, wie dein dicker Papa und dann irgendwann platzen. Da freut sich der Schlawiner ganz unbändig und möchte, dass ich auf der Stelle platze, zu seinem Vergnügen. Zu was bin ich denn sonst da? Zum Essen kaufen.
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