Kirchen zu Coffeeshops

In der SZ steht heute unter der Titelzeile „Kapellen zu Kneipen“: „Auf ein Bier in die Kirche: Weil manche Kirchen zu groß für die wenigen Gläubigen sind, suchen Pfarrer und Diözese nach alternativen Nutzungen.“
Nicht dumm gedacht: Wenn die eigenen Leute zur Konkurrenz abhauen, holen wir einfach die Konkurrenz zu uns und sie sind wieder da. Die Vermutung, Religion und Rauschgift könnten vergleichbare Effekte im Gehirn und in der Gesellschaft hervorrufen, ist alt. Ich wette, die Kirche hatte Berater im Haus, die aus dieser Einsicht heraus tolle Synergien zwischen allgemeinem Betäubungswesen und religiösen Praktiken nutzen wollten. Aber warum so zaghaft? Mit Coffeeshops im Glockenturm und Opiumhöhlen in der Krypta klappt´s auch mit den Marienerscheinungen wieder wie früher und wie am Schnürchen. Alles so schön bunt hier, Herr Pfarrer. Bringens noch einen Afghanen, Amen.
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