Defäkierende Waffen
30.07.08 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna | Menschen zu
meidende
1999 wurden 1.816 Menschen, häufig Kinder, von so
genannten Kampfhunden verletzt oder getötet. Nachdem
diese Tiere sich gerne im Gesicht verbeissen, bleiben
die Opfer auch im Falle des Überlebens gezeichnet.
Niemand vergisst jemals den Angriff eines wild
gewordenen Kampfhundes. 1.816. In Deutschland? Nein.
Nur in Berlin. 2007 waren es noch 859. Ich korrigiere
das einmal, des leichteren Rechnens wegen und um eine
eventuelle Dunkelziffer zu berücksichtigen, auf
1.000. In Berlin sind 6.000 Kampfhunde angemeldet.
Mehr als zweimal täglich will demnach eine dieser auf
Bürgersteige defäkierenden Waffen nicht mehr nur
spielen, wird vom Hundehalter ausserdem entsichert
und schiesst los. Was würde in unserer Republik
geschehen, wenn jede sechste Kuh einen Menschen
zermalmte? Wenn jedes sechste Auto während der Fahrt
die Lenkung blockierte? Wenn jede sechste Frau einmal
Ihren Mann verprügeln würde? Das würde passieren:
Notschlachtung. Schrottpresse. Psychopharmaka. Aber
die Kampfschmuser (http://ksgemeinde.de) – wer sich
vor denen fürchtet, der versteht sie einfach nicht.
Zum Glück muss ich nicht alles verstehen. Nicht den
Blutdurst von Kampfhunden und nicht die seelischen
Verwicklungen, die aus einem Mitbürger einen
Kampfhundhalter machen. Vor manchem reicht es,
einfach zu warnen.
http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/panorama/144/304121/text/
http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/panorama/144/304121/text/
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