Israel, analysiert und bekopfschüttelt

Eine Analyse von Sonja Zekri“ in der SZ geht so: Die Israelische Regierung fürchtet sich vor der Revolte in Ägypten und tut das ihren Verbündeten im Westen auch noch kund. So weit, so spielverderberisch. Aber:
Was hätte es Israel gekostet, sich nach dem "Marsch der Million", vielleicht nach dem Überfall auf die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz als Partner eines freien Ägyptens anzubieten, eines Ägyptens, das den Friedensvertrag mit Israel und demokratische Standards gleichermaßen achtet? Man muss den Muslimbrüdern, Ägyptens stärkster organisierter Oppositionskraft, nicht vertrauen. Noch aber haben selbst sie die Einhaltung internationaler Verträge gelobt.“
Dazu gibt es auch andere Informationen. Aber was kümmert das Frau Zekri, wenn Israel gerade die historische Chance verpasst, die aufgeklärte, demokratische, moderne Sonja Zekri für sich einzunehmen?
Inzwischen scheint man auch in Tel Aviv zu ahnen, dass die Denunzierung des ägyptischen Aufstands möglicherweise eben jene aufgeklärten, demokratischen, modernen Menschen gegen Israel aufbringt, mit denen sich ein stabiler Frieden machen ließe.
Das ist seit Judas Ischariot wahrscheinlich die älteste antisemitische „Analyse“: Die Juden erschaffen sich die Antisemiten selbst durch ihr dummes Denunziantentum, Heilandsverrat und andere Brunnenvergiftereien mehr.
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