Tolle, romantaugliche Orte, die trotzdem keiner mag I
22.06.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Gefahren
in Flora und Fauna
„… an der klebrigen Theke der Frittenbude am
Minigolfplatz: zwei frisürlich schwach an Farrah
Fawcett-Majors erinnernde Dorfpomeranzen in lila
Leggings. Die Betonung auf „Dorf“, „Po“, „mehr“ und
„Ranzen“. Prachtweiber mit einer vom Bier bezaubernd
ins Schlingern geratenen Geschmeidigkeit. Die Dickere
stützt sich auf Ihren Schläger. Ein Schritt zurück,
schwankender Anhub des Golfstocks, ein schwacher
Schubser und: Die Kugel kollert durch ein
Kleingebirge aus Pappmaché, poltert über zwei
Bodenwellen und ploppt sanft ins Loch. Vor Glück
kreischend läßt sich die Wuchtbrumme in die
Ligusterhecke fallen. „Jaqueline! Huif mir aus der
depperten Hecken aussa! Hilfe!“ Der Schrei gurgelt
Jaqueline durch die Ohren, dass es schäumt. Die
Stimme kennt sie doch? Sie reisst Ihren Blick los vom
unergründlichen Boden ihres Willibechers und setzt
das schwerfällige Räderwerk ihrer Grobmotorik in
Gang. Ziel: Martha im Liguster. Route: Luftlinie,
wenn möglich. Der Dampfer schiebt zielstrebig trotz
höchstem Seegang im empfindlichen Innenohrbereich.
Wäre nicht das Pappgebirge wie aus dem Nichts vor ihr
gestanden, hätte sie ihre Sportskameradin auch
planmäßig stehend erreicht. Sie fällt, ehe sie
begreift warum. Weich fängt Marthas wulstiger Körper
ihre wogende Fülle auf. Da dämmert es Schorschi –
Platzwirt und gute Seele von „Schorschi´s´“
Minigolfplatz – sein Liguster würde nie mehr blühen
…“
Also: der Minigolfplatz stellt eine Roman-Location ersten Ranges dar. Kann mit irgendwer ein Buch nennen, das den Minigolfplatz in seiner spezifischen Würde schildert?
Also: der Minigolfplatz stellt eine Roman-Location ersten Ranges dar. Kann mit irgendwer ein Buch nennen, das den Minigolfplatz in seiner spezifischen Würde schildert?