Free-Gaza-Flotte: Wird das jetzt eine feste Touristenlinie?

Ägypten lässt iranische Kriegsschiffe den Suezkanal passieren, die Hamas formuliert mit der Fatah gemeinsame Ziele, Ägypten will die Grenze zum Gazastreifen öffnen und die USA spielen auf der Bühne des nahen Ostens den sterbenden Schwan, während die EU ganz gern einmal die Arabische Liga fragt, wann sie Ihre demokratisch-freiheitlichen Interessen vertreten darf. In Israel gibt es derzeit keinen Grund zu lachen. Darüber freut sich die IHH und schickt einen neuen "Hilfskonvoi" an den Gazastreifen. Was auch immer daraus wird, eins ist jetzt schon klar: Die Israelis und speziell die IDF werden es für unsere Medien wieder verkehrt machen. Die Süddeutsche Zeitung (Der Coup von Kairo) und der Spiegel reiben sich jetzt schon die Hände: "Obwohl die israelische Marine alle sechs Schiffe auf hoher See beschlagnahmte und sie mit sämtlichen Aktivisten an Bord nach Israel "entführte", wie Orunc sagt, fand sich nicht eine einzige vorzeigbare Waffe. "Unsere Waffen sind Worte", sagt Orunc. "Wir hatten vergangenes Jahr niemals vor, wirklich die Blockade zu durchbrechen, wie hätten wir das gegen die Marine auch tun sollten? Wir dachten, dass sie uns kurz vor der eigentlichen Hoheitszone stoppen und wir dann eine gutes Propagandamittel gegen die Blockade hätten. Niemals haben wir damit gerechnet, dass die Israelis auf uns schießen würden." Ich habe selten so viele Lügen in so wenig Text gelesen. Natürlich waren Waffen an Bord, selbstverständlich haben die "Friedensaktivisten" zielstrebig alles getan, um die Situation eskalieren zu lassen und natürlich war genau das das Ziel der Aktion: Israels Gazakontrolle als die satanische Gewaltherrschaft hinzustellen, die sie nun einmal wirklich nicht ist. Die Fakten sind bekannt und leicht zu recherchieren. Aber dafür wird ein Journalist nicht bezahlt. Seine Aufgabe ist es, die antisemitische Voreingenommenheit der Abonnenten zu bestätigen. Sonst bestellen die das Blatt noch ab wegen Verdachts auf israelfreundliche Berichterstattung.
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Studie, Studie an der Wand, wie winzig ist der Lohn im Land?

Eine Studie findet etwas heraus, was sich jede denken kann, die denken kann: Wenn es einen Mindestlohn gibt, steigen die Steuereinnahmen. Ginge es den Arbeitnehmern gut, täte das dem Staat gut. Zahlen müssten in diesem Fall einmal die Unternehmen, weshalb aus der Sache voraussichtlich nichts wird. Nachdem Deutschland aber nicht gerne mit Griechenland, Portugal, Irland, Spanien, England, Italien und Schaunwirmalwernoch vom Schuldengipfel des Mount Debts fallen möchte, ist es auch nicht ganz auszuschliessen, dass der Staat sich vorübergehend und punktuell einmal gegen die Interessen des Kapitals stellt. Wenn sogar Sozialausschüsse der CDU dafür sind ... Der in der Studie unterstellte Mindestlohn liegt mit 8,50 Euro sicherheitshalber sowieso unter dem, was in anderen, zivilisierteren Ländern Europas bereits Gesetz ist. Apropos zivilisiert: Ist eigentlich ein Land bekannt, in dem es Höchstlöhne gibt? Nein? Sie meinen, das würde beispielsweise die Hedgefondmanager zu sehr demotivieren, Ihren wertvollen Beitrag für das Funktionieren der Weltwirtschaft zu leisten? Da müssen schon einmal 5 Milliarden per annum fliessen, damit der Manager mit dem anstrengenden Wetten weitermacht? Verstehe.
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Heimatschland, Do 14.04., 19 Uhr, Galerie Asyl, Schleissheimer Str. 18

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Wenn Irre sich streiten, stirbt der Dritte

Ein Pastor, der offensichtlich ein paar lockere Schrauben zu viel in seinem Kopf beherbergt und hier schon gewürdigt wurde, hat seine abstruse Drohung wahrgemacht und den Koran verbrannt. In den USA. Man muss nicht die Chaostheorie bemühen, um dem Flügelschlag dieses Schmetterlings Wirkungen an weit entfernten Orten zu unterstellen. Die Antwort auf diese Provokation war bekannt, weil angekündigt. Und genau so ist es gekommen. Gleichermaßen gottesfürchtige Menschen in Afghanistan töten wahllos „Ungläubige“, die sie zu den Anderen, also zu Terry Jones, dem irren Pastor, rechnen. Der verbrennt den Koran, weil, aufgepasst, „der Islam keine friedliche Religion ist“. Und fordert danach die Regierung ganz friedlich christlich dazu auf, Vergeltung zu üben. Warum auch nicht. Egal, was geschieht, Jones teilt mit: „Wir fühlen uns nicht verantwortlich.“ Ist er auch nicht. Dazu müsste er zurechnungsfähig sein.
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Dein Freund und Helfer

Und ich dachte immer, die Polizei wäre dazu da, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, während sich die Konzerninhaber zuhause und in aller Welt gut bewacht bereichern. Jetzt lerne ich von der ARD, dass die durchaus auch einmal direkt zur Wertschöpfung abkommandiert werden, wenn es die EADS befiehlt. Und zwar im Servicebereich „Training und Fortbildung“. Wer könnte den Saudis schließlich besser erklären, wie man mit deutscher Hochtechnologie die Grenzen dicht kriegt, als das Ordnungspersonal mit der effektivsten Asylantenabwehrpraxis, die nahezu jeden Asylbewerber in ein so genanntes sicheres Drittland abschiebt. 2009 haben es gerade noch rund 8.000 geschafft, die Grenze in unser sicheres Erstland zu passieren. Was ist aus den Anderen geworden? Nichts, was die Rüstungsprofiteure um den Schlaf bringt.
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