Unruhiger Ruhestand

Sind wir nicht alle ein bisschen Rentner? Nachdem ich mit guten Gründen die Prognose wagen kann, die meisten Selbstständigen, die wie Doktor Vogl mit mittlerem Einkommen ihr Auskommen finden, werden den arbeitsfreien Lebensabend ihrer Väter nicht geniessen können, sondern bedarfsweise weiter arbeiten und ansonsten sehen, wie sie möglichst häufig ihren Vergnügungen und Interessen nachgehen können, also im Rentenalter cum grano salis genau so so leben wie jetzt auch, wage ich auch den Umkehrschluss aus dieser Einsicht und erkläre mich zum selbstständigen Rentner. Na wie fühlt sich das an? Gut. Niemand kann mich tadeln, wenn ich bei sonnigem Wetter arbeitstags im Park liege oder den ein oder anderen Berggipfel aufsuche. Dafür sind Rentner schließlich da.
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Vorsicht Grenzwerte

SZ: „Neue Studie: In einigen Regionen Deutschlands soll Leitungswasser sehr viel stärker mit dem radioaktiven Schwermetall Uran belastet sein, als bisher bekannt. Das Gesundheitsministerium denkt nun über einen Grenzwert nach.“

Die Schildbürger: Wenn etwas aus dem Ruder läuft, stellen sie ein Schild auf: Bis hierher und nicht weiter. Es ist interessant, dass der gesamte Artikel die doch eigentlich nahe liegende Frage nicht stellt, woher die Radioaktivität stammt. Könnte mit Energiegewinnung zu tun haben? Wenn in China irgendwann der Jangtse Staudamm Risse bekommt, werden die dort das Wasser auch mit Grenzwerten für Überflutung im Zaum halten. Sehr pfiffig und gar nicht teuer.

http://www.sueddeutsche.de/politik/982/304954/text/
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Vieldeutige Titel in der Bloggosphäre

Das ist die aktuelle Vorschau meines Browsers auf die Postings in einem Blog, vor dem ich nicht warnen muss (goodytales.wordpress.com).

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Wüsste ich es nicht besser, würde ich anhand der Titel raten, hier bloggt eine die diversen Vorkommnisse in einem so genannten Etablissement. Wer nimmt mein Stöckchen auf und erzählt mir das Geschichtchen hinter dieser Reihe von Hinweisen? Reihenfolge beliebig. Sie beginnt vielleicht so: „Komm einfach rein, Jacqueline, mit mildem Druck fasste mich Madame Oceane mit ihrer schwarz bekleideten Hand und zog mich in einen ersten sich geschmeidig ganz in Purpur aufwölbenden Raum. Ich liess mich in eine kommode Ottomane sinken, der schwüle Nebel süsslicher Parfüms betäubte mich zunehmend. Also, nee. So riecht es unter honetten Hostessen? Den Champagner getrunken und abgelegt, fand ich mich in einem dämmrigen Chambre séŽparée wieder, die begehrliche Stimme eines Herrn hauchte aus dem Halbdunkel: Knips
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Nebenwirkungen der Upanishaden

„In indischen Tempeln ist es in der Vergangenheit bereits häufiger zu Massenpaniken mit Toten gekommen. Dort versammeln sich zu religiösen Festen große Menschenmengen, die Zufahrtsstraßen und Eingänge sind meist eng.“

Religionen haben auch so ihre Nebenwirkungen. Dann vielleicht besser gleich Opium? Soll ja Ähnliches bewirken. Aber ich greife vor. Im Falle der indischen Pilgerstampeden in offensichtlich massenauflaufinkompatiblen Tempelarrangements geht es zuvörderst darum, aus den „häufigeren Massenpaniken“ vielleicht doch irgendwann einmal zu lernen. Also, Hindus, jetzt lassen wir die Tassen im Schrank, den lieben Gott einen guten Mann sein und denken ernsthaft über Alternativen zu Ihren lemminghaft missratenen Wallfahrten nach. Ich habe da bereits etwas vorgearbeitet und gebe folgenden Wink: Warum nicht mal schön zuhause bleiben, locker einen durchziehen, den bunten Gebetsfummel in die Ecke schlenzen und sich ganz unpanisch der Gemahlin/Gespielin nähern? Das erfrischt Körper&Seele und dann klappt´s auch mit den Göttern. Das heillose Gebimmel, Gemurmel und Geräuchere schauen Sie sich bei Bedarf danach einfach ganz entspannt im Fernsehn an. Nichts zu danken. Wohl bekomms.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/777/304750/text/
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