Was denkt der sich eigentlich?



Wenn Sie im entspanntesten Urlaub in einem ganz entzückenden Lokal überraschend an Ihrem Partner dieses Gesicht entdecken, dann denkt der vielleicht gerade:

„Wieso bekommt jetzt die die Calamari fritti wieder eher als ich?“

„O.K., das sossenverschmierte Kleinkind lassen wir hier. Dafür nehmen wir die leckere Bedienung mit nach Hause.“

„Yes we can. Ich zähle bis tausend. Wenn in der Zeit nochmal „Wind of Change“ läuft, sprenge ich die Stereoanlage dieser Boazn telekinetisch in die Luft.„

„Die Bierchen waren echt gut nach der ersten Presshalben, der Sangria auch, ein Spitzenrosé danach, tolle Kräuter-, Himbeer- und Erdbeerliköre, einige Pils zwischendurch gegen den klebrigen Geschmack, etwas Caffé corretto zum Wachbleiben, und die paar Grappe runden das Essen doch fein ab. Woher kommt das dann? Aber klar: Der Salat. Der ist schwer verdaulich. Weiß man doch. Ich werde das leichte Magengrummeln einfach ignorieren. Oder vielleicht einen Averna?“

„Bestandsaufnahme: Links rülpsen die Belgier, vorne schwitzen speckig die Kärntner und rechts rumoren lüstern die Russen. Ich könnte die Brille abnehmen. Aber die Ohren? Was mache ich mit den Ohren?“

„Kann da mal bitte jemand die Wand hinten weiß streichen, damit mein Gesicht nicht so blass wirkt?“
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Demokratischer Volksgerichtshof

Eine Schweizer Initiative will sadistische Psychopathen mit dem Tod bestrafen, falls sie bei Ihrer Untat auch sexuell erregt waren und zur Vergewaltigung schritten. Eine seltsame Idee. Damit wäre beispielsweise Hitler der Todesstrafe im gesunden Volksempfinden der Schweizer Initiative entkommen. Aber um Logik geht es bei sowas eh nicht. Begründet werden muss natürlich trotzdem.
In diesem Fall so:

„Die Initiative ist die Antwort auf alle Verbrechen, die einem Menschen das Leben und dessen Würde durch unvorstellbare und grausame Handlungen entreissen. Die Todesstrafe ist in solchen Fällen eine tragische aber letztendlich logische und konsequente Massnahme. Geben wir den Opfern einen Teil Ihrer Würde zurück und ermöglichen den Hinterbliebenen einen Neuanfang. Schauen Sie nicht weg, schützen Sie präventiv unsere Frauen und Kinder und unterstützen Sie die Initiative.“

Darauf wäre zu antworten: „Die Todesstrafe ist einen Antwort auf grausame Verbrechen, die einem Menschen das Leben durch grausame Handlungen entreisst. Sie ist die konsequente Fortsetzung der grausamen Handlungen, nicht ihr Ende, nicht ihre Sühne. Kein Mensch, auch kein Opfer und kein Täter, kann seine Würde verlieren, aber sein Leben. Die Todesstrafe schützt niemanden vor sadistischen Psychopathen. Aber sie macht uns, die Henkershelfer, zu deren Brüdern im kranken Geiste.“

Und wer hat das warnend vorausgesehen, dass die großartige „direkte Demokratie“ der Volksentscheide sich direkt vom Minarettverbot zur Einführung der Todesstrafe bewegen wird? Ganz genau.
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