Jul 2011
Zivis sind jetzt Bufdis – und deutlich seltener
31.07.11 – warnt vor:Nachrichten
„Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden.“ Dieser schöne Satz, der sich wunderbar auf jeder Kotztüte im Flugzeug ausnähme, hat offenbar bislang nur wenige davon überzeugt, für Kost und Logis und einen Appel und ein Ei zwischen 6 und 24 Monaten Vollzeit im Bundesfreiwilligendienst zu arbeiten. Wenigstens einen sollte man zu diesem Liebesdienst zwingen: Guttenberg. Der hat es zu verantworten, wenn in Altenheimen, die kaum noch zu finanzieren sind, nun auch noch die letzten, billigsten Arbeitskräfte (spardeutsch: Ressourcen) fehlen, die sich diese Arbeit aus ideellen Überlegungen vorzunehmen bereit sind.
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An die Front, Ihr Weicheier
29.07.11 – warnt vor:Menschen zu meidende | Nachrichten
Der Dr. a. D. Guttenberg hat, ehe er sein Ministeramt niederlegte, der Bundeswehr noch die Wehrpflicht unter dem stets einsatzbereiten Arsch weggezogen. Macht nichts, dachten die Marketingoffiziere der todschicken Imagetruppe. Kann man in der World-of-Warcraft-Generation durch Werbung ausgleichen. Jetzt aber mussten Sie berichten, was die teure „Werde-für-die-Heimat-zum-Mörder“-Kampagne so gebracht hat:
"Durch die in der Öffentlichkeit als hoch bewertete Zahl an gefallenen Soldaten im Einsatz kam es zu einer Änderung in der Einstellung zum Soldatenberuf“. Eine Perle der Selbstreflexion und ein Musterbeispiel für eine gehorsame Meldung an die Großväter: Von Euch haben noch viel mehr ihr Leben für Doitschland gelassen und die kneifen wegen der paar Leichen auf dem Hindukusch?
"Der Soldatenberuf wird mit Auslandseinsätzen und Gefahr für Leib und Leben assoziiert." Bislang wurde er wohl eher mit Inlandseinsätzen im Offizierskasino und Gefahr für Leber und Hirn assoziiert.
"Die Interessen der meisten Jugendlichen sind nicht im Bereich der Sicherheitspolitik zu suchen“. Das lässt hoffen. Denn das Sicherheitsbedürfnis seelisch intakter Jugendlicher lässt sich restlos mit Präservativen befriedigen. Make Love not War.
"Durch die in der Öffentlichkeit als hoch bewertete Zahl an gefallenen Soldaten im Einsatz kam es zu einer Änderung in der Einstellung zum Soldatenberuf“. Eine Perle der Selbstreflexion und ein Musterbeispiel für eine gehorsame Meldung an die Großväter: Von Euch haben noch viel mehr ihr Leben für Doitschland gelassen und die kneifen wegen der paar Leichen auf dem Hindukusch?
"Der Soldatenberuf wird mit Auslandseinsätzen und Gefahr für Leib und Leben assoziiert." Bislang wurde er wohl eher mit Inlandseinsätzen im Offizierskasino und Gefahr für Leber und Hirn assoziiert.
"Die Interessen der meisten Jugendlichen sind nicht im Bereich der Sicherheitspolitik zu suchen“. Das lässt hoffen. Denn das Sicherheitsbedürfnis seelisch intakter Jugendlicher lässt sich restlos mit Präservativen befriedigen. Make Love not War.
Die Gottentotten soll man verspotten
13.07.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Niko Alm, den ich sehr um seinen Nachnahmen beneide, hat ein Zeichen für seinen Glauben gesetzt. Ein prima Zeichen. Ein ganz besonders schönes, spaghettimonstertreues Bekenntnis zum Nudelsieb. Was für ein Pirat.
Verräter
09.07.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Mit dem Verleihen ist es so eine Sache. Ich hab einmal einem Kommilitonen (Sie können daran ablesen, wie lang das her sein muss und ich weiß es, als wär´ es gestern gewesen; der hiess Ecki, resp. Eckehard, Nachname ist mir leider entfallen, sonst wär´er längst dran) ein Buch geliehen. Nicht irgendein Buch, sondern eins von Christoph Martin Wieland. Nicht irgendeinen Wieland, sondern die Abderiten, für Unkundige: also das Amüsanteste, was der geschrieben hat. Und um die Sache aufs Hässlichste abzurunden, auch nicht irgendeine Ausgabe der Abderiten, sondern die aus meiner Gesamtausgabe letzter Hand. Kann sich so ein Ecki nicht denken, was das im Seelenhaushalt eines Bibliophilen für Hannibal Lectersche Gemütszustände provoziert, wenn er im Regal die k o m p l e t t e Wielandausgabe mit einer bedeutenden Lücke geschändet und entweiht sieht? Kann er, aber ist ihm wurscht? Dachte ich´s mir doch. Der Verräter. Ich wünsche ihm, mit Peter Rühmkorff zu sprechen, er möge nur ganz flache Orgasmen erleben bis ans Ende seiner Tage.
Nr. 2 und 3: Franz Morak. Mann, was war das für einer! Burgschauspieler in Wien, dauernd im Clinch mit allen und jedem, ein Iggy Pop für Österreicher. Ein Anarchist, ein echter Rock ´n Roller. Die ersten 3 Alben waren eine Fundgrube, ein Trost, eine Stimme für das keimende, kochende Seelchen meiner Jugend. Ich hatte sie alle und konnte mitsingen: Billiger Rock´n Roll, kleine Schwester, Schizo, Sieger sehen anders aus ... Dann hab ich sie verliehen an irgendeinen, nennen wir ihn „Ecki“, und weg waren die Perlen, fort die Musik. Den Morak können Sie sich nicht mal peer-to-peer saugen, so weg ist der, wenn sie die LP nicht mehr besitzen. Und dann das:
iTunes
führt unter „Weltmusik“ – klar, der Mann ist aus Österreich – Moraks letzte, die Best-of-CD von 1998. Ein schöner Tag, ein lauter Tag, das tut gut. Ich will Ihnen aber trotz der gerade im Posting aufwallenden Stimmung des Versöhnlichen nicht verschweigen, was aus dem Morak dann noch so geworden ist:
1994-2000 stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses unter Haider-Schüssel.
2000-2007 Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt.
Inzwischen Frühpensionist.
Also auch ein Verräter par excellence. Den können Sie demnach vergessen. Aber den nicht:
http://www.youtube.com/watch?v=betJ4BiJjJE
Nr. 2 und 3: Franz Morak. Mann, was war das für einer! Burgschauspieler in Wien, dauernd im Clinch mit allen und jedem, ein Iggy Pop für Österreicher. Ein Anarchist, ein echter Rock ´n Roller. Die ersten 3 Alben waren eine Fundgrube, ein Trost, eine Stimme für das keimende, kochende Seelchen meiner Jugend. Ich hatte sie alle und konnte mitsingen: Billiger Rock´n Roll, kleine Schwester, Schizo, Sieger sehen anders aus ... Dann hab ich sie verliehen an irgendeinen, nennen wir ihn „Ecki“, und weg waren die Perlen, fort die Musik. Den Morak können Sie sich nicht mal peer-to-peer saugen, so weg ist der, wenn sie die LP nicht mehr besitzen. Und dann das:
iTunes
führt unter „Weltmusik“ – klar, der Mann ist aus Österreich – Moraks letzte, die Best-of-CD von 1998. Ein schöner Tag, ein lauter Tag, das tut gut. Ich will Ihnen aber trotz der gerade im Posting aufwallenden Stimmung des Versöhnlichen nicht verschweigen, was aus dem Morak dann noch so geworden ist:
1994-2000 stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses unter Haider-Schüssel.
2000-2007 Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt.
Inzwischen Frühpensionist.
Also auch ein Verräter par excellence. Den können Sie demnach vergessen. Aber den nicht:
http://www.youtube.com/watch?v=betJ4BiJjJE


