Jun 2010
Wo sind nur all die Brüste hin?
28.06.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Wenn ich in der alten Bundesrepublik an den See zum
Baden ging, sah ich mindestens so viele Frauen, die
stolz ihre Brüste zeigten, wie andere, die sie
verdeckten. Jetzt, in der Fähnchen schwingenden
„Wirsindwiederwer“-Republik hat sich das geändert.
Public Viewing gibt´s nur noch im schwulsten Sport
der Weltgeschichte, wenn sich die überbezahlten
Fussballfachkräfte, nachdem sie dem Torwart „das Ding
reingemacht“ haben, ihre Leibchen vom Leib reissen.
Ich beobachte seit mehreren Jahren, wie die
Freizügigkeit an Bayerns Badeorten einer neuen Freude
am Bedecktsein weicht. Freude? Vielleicht auch nicht.
Als vulgärer Marxist und ordinärer Freudianer würde
ich sagen, das ist kein gutes Zeichen. Da rutscht
eine Gesellschaft in Richtung Totalitarismus und
Kontrolle ab. Sex und Anarchie liegen so nahe
beieinander wie die rechte und die linke Brust. Ein
Volk, das seiner Lust nicht über den Weg traut
dagegen, lässt sich prima regieren. Nicht nur die
Katholiken leben es vor. Passt auch irgendwie zu den
letzten Innenministern und ihren paranoiden
Phantasien vom sicheren Bürger. Hmhm. Da muss ich
noch ein bisschen dran feilen, aber der Grundstock
für eine spitzen Verschwörungstheorie /
Abendland-Untergangsprognose ist gelegt.
|
Free Gaza
28.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Wenn in Hannover Jugendliche mit Steinen
nach einer israelischen Tanzgruppe werfen
und dabei mit Megaphon „Juden raus“ schreien,
dann frage ich mich schon: Wer hat denen das
beigebracht? Ist da nirgends ein Erwachsener,
der den Saubuam die Flüstertüte abnimmt und ein
paar hinter die Löffel gibt? Nein? Sind sich von
groß bis klein alle einig in der Sache? Das habe
ich befürchtet.
Kurze Anleitung zur Diskussion solcher Vorfälle. Gespräche darüber sollten unter einfühlsamen und selbstverständlich antifaschistischen Antisemiten bitte möglichst in dieser Art ablaufen:
„Mann, Scheiße, werfen die einfach mit Steinen nach den Juden. Das erinnert an böse Zeiten. Keine gute Presse für Deutschland.“
„Stimmt schon, aber schaumal, wenn die auch alles dafür tun, um den Zorn auf sich zu lenken. Weisst schon, Gazablockade, Schiffskonvoi, der ganze imperialistische Mist eben.“
„Hast schon recht. Sie machen´s einem nicht leicht, sie zu mögen. Ehrlich nicht.“
usw. und so dämlich fort.
Das ist so das geistige Grundgerüst für Gespräche, mit denen den zurückgebliebenen, Gewalt verherrlichenden, sämtliche Menschenrechte verhöhnenden Feinden Israels der Rücken gestärkt wird: Zwingen uns doch die Juden tatsächlich schon wieder dazu, zum Täter an ihnen zu werden. Wie ungeschickt aber auch.
Kurze Anleitung zur Diskussion solcher Vorfälle. Gespräche darüber sollten unter einfühlsamen und selbstverständlich antifaschistischen Antisemiten bitte möglichst in dieser Art ablaufen:
„Mann, Scheiße, werfen die einfach mit Steinen nach den Juden. Das erinnert an böse Zeiten. Keine gute Presse für Deutschland.“
„Stimmt schon, aber schaumal, wenn die auch alles dafür tun, um den Zorn auf sich zu lenken. Weisst schon, Gazablockade, Schiffskonvoi, der ganze imperialistische Mist eben.“
„Hast schon recht. Sie machen´s einem nicht leicht, sie zu mögen. Ehrlich nicht.“
usw. und so dämlich fort.
Das ist so das geistige Grundgerüst für Gespräche, mit denen den zurückgebliebenen, Gewalt verherrlichenden, sämtliche Menschenrechte verhöhnenden Feinden Israels der Rücken gestärkt wird: Zwingen uns doch die Juden tatsächlich schon wieder dazu, zum Täter an ihnen zu werden. Wie ungeschickt aber auch.
Der dirty old man von Augsburg spricht "Sorry folks!"
23.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Mixa, der angeblich sexuell übergriffige, ziemlich
sicher gegen Kinder einst habituell gewalttätige und
wahrscheinlich dazu sogar schwer versoffene, seinen
Kaplanen nach zu urteilen, insgesamt realitätsblinde,
sprich: irre Ex-Bischof, sagt: „Ich bitte alle um
Verzeihung.“ Der notorische Zornigel
entschuldigt sich bei allen für alles mögliche
irgendwie, wie auch immer. Aber wenn jetzt noch
einer was sagt, dann fallt der Watschnbaum fei
um! Bei dem heisst: „Ich bitte alle um
Verzeihung“ nichts Anderes als: „Meine Geduld
ist am Ende.“ Meine auch.
Andererseits: Vielleicht rafft er sich ja noch zu irgendwas Brauchbarem auf. Irgendwas titanisch Sinnloses. Vielleicht ein Streitgespräch mit Küng über den Papst. Oder er steigt bei Raab in den Ring als Prügelpope? Ein Juryplatz in einer Castingshow für Zölibatsanwärter? Raumflug? Publikation seiner Tagebücher? Wo kann ich mich als Geisterschreiber bewerben?
Andererseits: Vielleicht rafft er sich ja noch zu irgendwas Brauchbarem auf. Irgendwas titanisch Sinnloses. Vielleicht ein Streitgespräch mit Küng über den Papst. Oder er steigt bei Raab in den Ring als Prügelpope? Ein Juryplatz in einer Castingshow für Zölibatsanwärter? Raumflug? Publikation seiner Tagebücher? Wo kann ich mich als Geisterschreiber bewerben?
Soros, die Kassandra unter den Heuschrecken
23.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Wenn einer der wirklich was zu sagen hat, was sagt,
sollte man zuhören. Soros, eine der
US-Megaheuschrecken, fordert von Deutschland einen
Beitrag zur Überwindung der Krise, die er selbst mit
Wetten gegen den Euro angeblich noch vergrößert hat.
Deutschland solle nicht so verbissen sparen, sonst
halten die anderen, im Export schwächeren EU-Länder
nicht mehr mit, bleiben auf ihren Gütern sitzen und
fallen in eine Deflation: „ Es droht eine lange Phase der
Stagnation. Und die führte zu Nationalismus, zu
sozialen Unruhen, zu Fremdenfeindlichkeit. Sie
gefährdet also die Demokratie.“ An der dem
Soros wieviel liegt? Eben. Warum sagt er es
dann? Weil er in der Leiche Europas nicht mehr
herumspekulieren kann. Das hat einen gewissen
Weitblick, der den deutschen Politikern fehlt,
die offenbar glauben, Sie könnten jetzt den
zweiten Weltkrieg doch noch im Nachgang gewinnen
und die anderen EU-Länder wirtschaftlich
unterwerfen. Aber wer soll dann noch die
deutschen Autos kaufen, wenn es am Ende heisst:
Operation gelungen, Patient tot? Noch geht
bissel was: Die klammen Griechen wehren
sich zwar ein wenig, sollen aber dennoch
deutsche Kampfflugzeuge kaufen, –
schließlich erhalten sie von Deutschland üppig
Kredit. Wenn die PIGS plus Italien aber
irgendwann garnichts mehr kaufen können, was
dann? Dann liegt auch der deutsche Export
darnieder und der Soros bekommt recht.
Passau rocks
22.06.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Irgendwas stört mich in dem Text:
Wer, um Gottes willen, zieht „einfach so“ nach Passau? P a s s a u? Und das, obwohl uns dort einfach so viel Arbeit und viele Fragen erwarten: „Was will ich hier? Warum bin ich nicht woanders?“ Bzw. „Scheißarbeit, jetzt muss ich den ganzen Mist wieder einpacken, ich bin versehentlich einfach so nach Passau gezogen.“
Mann haben die ein Ego. Die Dreiflüssestadt sollte Dreieierstadt heissen.
Wer, um Gottes willen, zieht „einfach so“ nach Passau? P a s s a u? Und das, obwohl uns dort einfach so viel Arbeit und viele Fragen erwarten: „Was will ich hier? Warum bin ich nicht woanders?“ Bzw. „Scheißarbeit, jetzt muss ich den ganzen Mist wieder einpacken, ich bin versehentlich einfach so nach Passau gezogen.“
Mann haben die ein Ego. Die Dreiflüssestadt sollte Dreieierstadt heissen.
Niebels globaler Fokus
20.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Der Entwicklungshilfeminister, der seine Entwicklungshilfezusagen
sonst notorisch nicht einhält, macht in Gaza
natürlich eine Ausnahme von seinen
Prinzipien und wirft sich auf dem Weg zur
gesponserten Kläranlage gezielt in den braunen
Schlamm, in dem der Paech bereits liegt, nur um
dann zu blöken, es sei nun aber fünf vor zwölf
für die Israelis. So weit so dreckig. Den Plan
hinter seinem Handeln charakterisiert er selbst
so: „Die neue Entwicklungspolitik
besitzt einen globalen Fokus, keinen
Stückwerkcharakter“. Da hat er recht,
deutsche Aussenpolitik hat einen globalen
Charakter: Was auch immer in der Welt Übles
passiert, hat seine Ursache in der jüdischen
Weltverschwörung und wer dagegen vorgeht, macht
es bitte endgültig. Fünf nach zwölf muss Israel
weg sein. Alles Andere hätte Stückwerkcharakter.
Wofür sich Vorstandsvorsitzende so interessieren
20.06.10 – warnt vor:Nachrichten
| Menschen zu
meidende
Tony Hayward spart
gewinnorientiert einige Tausender bei der
Sicherheitstechnik einer Tiefseeölförderanlage
ein, zerstört damit für´s erste das Erwerbsleben
einiger tausend Menschen, Folgeschäden
unbekannt, und spricht dann dazu den Satz: „Ich
will mein Leben wiederhaben.“ So winselt der
Multimillionär ehe er zur Regatta antritt, weil
er ein einziges Mal in seinem Leben dazu
gezwungen war, sich für die Folgen seiner Taten
öffentlich zu entschuldigen. Und dennoch gibt
uns dieser, ich sag mal: Pestfetzen, dieses
vertierte Ohrfeigengesicht, diese ölige Schande
auf zwei Beinen ein lehrreiches Exempel. So
wunderbar ist die Welt eingerichtet, liebe
Leser. Denn jetzt ist auch dem eifrigsten
Untertanen der Kapitalmaschine klar, was einen
Vorstandsvorsitzenden allein interessiert:
Nichts außer ihm selbst. Viel Spaß beim Segeln,
Tony, und „Mast- und Schotbruch“, aber hallo!
Nimm doch den Ackermann mit, bitte! (In meinem
Kühlschrank steht eine Flasche Sekt, für den
Fall, dass eins meiner Lieblingsekel abtritt. Da
steht jetzt auch „Tony „Beyond
Punishment“ Hayward drauf. Ich
warte.)
Köhler lässt sich zum Abschied einen blasen:
15.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Den St. Louis Blues beim
Zapfenstreich. Die interessantere Meldung
wäre zwar, dass der Bundesmastermind sich nach
seinem hysterischen Hinschmiss in alle Zukunft
Jahr für Jahr 200.000 aus dem Steuersäckel
greifen darf plus Limousine, persönlichem
Referenten und einer Sekretärin in einem Büro
seiner Wahl. Womit sich die dämliche Frage der
SZ, wie er sich wohl „fühle“, erübrigt. Die
sollen sich lieber fragen, wie sich seine
Mitarbeiter fühlen, die sind jetzt nämlich
arbeitslos.
Aber mit der Fellatioheadline werde ich meinen Besucherrekord toppen, keine Frage. Von der Bild lernen , heisst siegen lernen („Horst ... weg!“, „Ösis verhöhnen Deutschland“ „Das wilde Sex-Leben der Kennedys“).. Wobei m. E. die Hamburger Morgenpost diesmal noch besser war als die Bild: „Bundes-Horst macht die Biege“ ist ein Gigant unter den Headlines.
Aber mit der Fellatioheadline werde ich meinen Besucherrekord toppen, keine Frage. Von der Bild lernen , heisst siegen lernen („Horst ... weg!“, „Ösis verhöhnen Deutschland“ „Das wilde Sex-Leben der Kennedys“).. Wobei m. E. die Hamburger Morgenpost diesmal noch besser war als die Bild: „Bundes-Horst macht die Biege“ ist ein Gigant unter den Headlines.
Herr Bundespräsidentschaftskandidat, was sagen Sie zu...
13.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Herr Vogl, Sie versuchen nun zum dritten Mal in
irgendeinem Land an die Spitze des Volkes gewählt zu
werden. Was sagen Sie zu...
DV: Doktor Vogl, bitte.
Gut. Doktor Vogl, Sie würden gerne eine Tätigkeit aufnehmen, deren Vorzüge Sie selbst einmal so beschrieben haben: „Immer lecker essen, keine Arbeit, man kommt viel rum und wenn man keine Lust mehr hat, schreit man in die Kameras „Hat hier einer Arschloch zu mir gesagt?“ und schmeisst den Job entrüstet hin.“ Ist das eine korrekte Beschreibung des höchsten Amtes der Bundesrepublik?
DV: Ja.
Was sagen Sie zu Afghanistan?
DV: Zu Afghanistan sage ich immer: Ojeoje. Manchmal auch: Ach du lieber Gott. Hängt vom Kontext ab. Und den mache ich ja nicht selbst. Aber ich möchte da Niemanden vorverurteilen.
Ihr Konkurrent Gauck bekennt sich zur freien Marktwirtschaft, Wulff möchte sich für Weltfrieden, Weltklima und Weltwirtschaft einsetzen. Was ist Ihr Fokus?
DV: Lecker essen, Ausspannen, Fernreisen, das ganze Repräsentationsding eben. Und Weiber. Weiber auch.
Verstehe ich Sie richtig: Sie beabsichtigen, sich gegen Welthunger und Ausbeutung aber für Mobilität und Frauenfragen einzusetzen?
DV: Korrekt. Und für Artenschutz. Weltweit nimmt der Bestand an aufrechten Kommunisten rapide ab und niemand tut etwas dagegen. Aber auch manche Tiere sollten vielleicht so eine Art Schutz geniessen, finde ich. Jedenfalls die, die man nicht essen kann.
Doktor Vogl, was ist Ihr Arbeitsmotto?
DV: „Doc Vogl sagt, der tut sein Bestes, der irgendetwas will und lässt es.“ Gut was? Ist von mir. Hab ich mir selbst einmal ausgedacht. Schreiben Sie das ruhig.
Von der „Politik der kleinen Schritte“ zur „Politik ohne Schritte“?
DV: Das haben Sie fein erkannt. Sind Sie aus der Dänemark?
Nein, warum?
DV: Ich kannte mal jemanden, der hatte einen Bruder, der mit einer Dänin, die nicht bis drei zählen – aber das würde zu weit führen.
Wie wollen Sie mit Ihrer Politik des Stillstands das deutsche Volk auf die schwierigen Aufgaben der Zukunft vorbereiten? Muss nicht vielmehr ein Ruck durch Deutschland gehen wie Roman Herzog einmal so sympathisch dynamisch meinte?
DV: Nein.
Kein Ruck?
DV: Bloß nicht.
Wie würden Sie die Deutschen auf das, was kommt, einstellen?
DV: Chemisch. Ich stand einmal in Afghanistan vor diesen unendlichen Mohnfeldern, Tränen in den Augen rief ich: Ach du lieber Gott! Es war eine Offenbarung, eine Verheissung. Sagen Sie jetzt nicht: Ojeoje, der Doktor Vogl wieder, mit seinen Afghanischen Vorschlägen. Den sollten wir erstmal nach Dänemark schicken zum ausnüchtern. Sie täuschen sich gewaltig: Die Dänen sind von früh bis spät dicht. Ein Volk im Nebel, ich weiß es sicher, schließlich kannte ich mal jemanden, der - aber das würde zu weit führen. Die Dänen gehen den europäischen Weg entschlossen voran.
Was ist Ihre Vision, wohin führt der Europäische Weg?
DV: Er führt von hier weg und hin zu lecker Essen und keiner Arbeit.
Im Ernst?
DV: Nein, ich habe mir nur einen Scherz erlaubt. Er führt natürlich ins Verderben. Die Zukunft gehört den Chinesen. Die wurden allerdings schon einmal mit Opium besiegt, da kommen die Afghanen wieder ins Spiel. Sie müssen diese globalen Zusammenhänge historisch verstehen. Dann geht ein Ruck durch Ihr Gehirn und sie haben keine Lust mehr irgendwas zu tun, ausser lecker essen, faulenzen und so weiter. Versuchen Sie es ruhig mal. Auch in Ihnen steckt ein Bundespräsident.
Meinen Sie?
DV: Ganz bestimmt.
Herr Doktor Vogl, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
DV: Da doch nicht für. Gern geschehn.
DV: Doktor Vogl, bitte.
Gut. Doktor Vogl, Sie würden gerne eine Tätigkeit aufnehmen, deren Vorzüge Sie selbst einmal so beschrieben haben: „Immer lecker essen, keine Arbeit, man kommt viel rum und wenn man keine Lust mehr hat, schreit man in die Kameras „Hat hier einer Arschloch zu mir gesagt?“ und schmeisst den Job entrüstet hin.“ Ist das eine korrekte Beschreibung des höchsten Amtes der Bundesrepublik?
DV: Ja.
Was sagen Sie zu Afghanistan?
DV: Zu Afghanistan sage ich immer: Ojeoje. Manchmal auch: Ach du lieber Gott. Hängt vom Kontext ab. Und den mache ich ja nicht selbst. Aber ich möchte da Niemanden vorverurteilen.
Ihr Konkurrent Gauck bekennt sich zur freien Marktwirtschaft, Wulff möchte sich für Weltfrieden, Weltklima und Weltwirtschaft einsetzen. Was ist Ihr Fokus?
DV: Lecker essen, Ausspannen, Fernreisen, das ganze Repräsentationsding eben. Und Weiber. Weiber auch.
Verstehe ich Sie richtig: Sie beabsichtigen, sich gegen Welthunger und Ausbeutung aber für Mobilität und Frauenfragen einzusetzen?
DV: Korrekt. Und für Artenschutz. Weltweit nimmt der Bestand an aufrechten Kommunisten rapide ab und niemand tut etwas dagegen. Aber auch manche Tiere sollten vielleicht so eine Art Schutz geniessen, finde ich. Jedenfalls die, die man nicht essen kann.
Doktor Vogl, was ist Ihr Arbeitsmotto?
DV: „Doc Vogl sagt, der tut sein Bestes, der irgendetwas will und lässt es.“ Gut was? Ist von mir. Hab ich mir selbst einmal ausgedacht. Schreiben Sie das ruhig.
Von der „Politik der kleinen Schritte“ zur „Politik ohne Schritte“?
DV: Das haben Sie fein erkannt. Sind Sie aus der Dänemark?
Nein, warum?
DV: Ich kannte mal jemanden, der hatte einen Bruder, der mit einer Dänin, die nicht bis drei zählen – aber das würde zu weit führen.
Wie wollen Sie mit Ihrer Politik des Stillstands das deutsche Volk auf die schwierigen Aufgaben der Zukunft vorbereiten? Muss nicht vielmehr ein Ruck durch Deutschland gehen wie Roman Herzog einmal so sympathisch dynamisch meinte?
DV: Nein.
Kein Ruck?
DV: Bloß nicht.
Wie würden Sie die Deutschen auf das, was kommt, einstellen?
DV: Chemisch. Ich stand einmal in Afghanistan vor diesen unendlichen Mohnfeldern, Tränen in den Augen rief ich: Ach du lieber Gott! Es war eine Offenbarung, eine Verheissung. Sagen Sie jetzt nicht: Ojeoje, der Doktor Vogl wieder, mit seinen Afghanischen Vorschlägen. Den sollten wir erstmal nach Dänemark schicken zum ausnüchtern. Sie täuschen sich gewaltig: Die Dänen sind von früh bis spät dicht. Ein Volk im Nebel, ich weiß es sicher, schließlich kannte ich mal jemanden, der - aber das würde zu weit führen. Die Dänen gehen den europäischen Weg entschlossen voran.
Was ist Ihre Vision, wohin führt der Europäische Weg?
DV: Er führt von hier weg und hin zu lecker Essen und keiner Arbeit.
Im Ernst?
DV: Nein, ich habe mir nur einen Scherz erlaubt. Er führt natürlich ins Verderben. Die Zukunft gehört den Chinesen. Die wurden allerdings schon einmal mit Opium besiegt, da kommen die Afghanen wieder ins Spiel. Sie müssen diese globalen Zusammenhänge historisch verstehen. Dann geht ein Ruck durch Ihr Gehirn und sie haben keine Lust mehr irgendwas zu tun, ausser lecker essen, faulenzen und so weiter. Versuchen Sie es ruhig mal. Auch in Ihnen steckt ein Bundespräsident.
Meinen Sie?
DV: Ganz bestimmt.
Herr Doktor Vogl, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
DV: Da doch nicht für. Gern geschehn.
Einen neuen Bundes-Präsidenten? Schlagen Sie Doc Vogl vor!
13.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
(nein, den Button haben Sie heute nicht zum letzten Mal gesehen. Er ist auch, profunde Kenner der Materie vermuten es längst, für die US-Präsidentschaft entwickelt worden. Aber ehrlich: ich wäre auch mit dem Amt des Bundespräsidenten zufrieden. Immer lecker essen, keine Arbeit, man kommt viel rum und wenn man keine Lust mehr hat, schreit man in die Kameras „Hat hier einer Arschloch zu mir gesagt?“ und schmeisst den Job entrüstet hin. Das schaff ich mit links.
Prawda
03.06.10 – warnt vor:Nachrichten
Vor diesem Artikel warne ich nicht:
http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/would-my-flotilla-to-khodorkovsky-be-shot/407327.html
http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/would-my-flotilla-to-khodorkovsky-be-shot/407327.html
Rückkehr von der Front
01.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Jetzt sind sie wieder da und bekommen
Blumen. Der Paech bestätigt sich als
zuverlässiger Vollpfosten mit der Einschätzung,
er sei knapp einem Kriegsverbrechen entronnen.
Kann den mal jemand zum Arzt führen, statt auf
so ein humanitäres Friedensschiff? Man muss sich
bei der Bundeslinken eh über nichts mehr
wundern, nachdem deren außenpolitischer Sprecher
Gehrcke im Zusammenhang mit dem
Nahostkonflikt offenbar mirnichtsdirnichts auch
mal Nazis zustimmend zitiert, darunter Werke,
die das „Weltjudentum“ im Titel tragen.



