Wo sind nur all die Brüste hin?

Wenn ich in der alten Bundesrepublik an den See zum Baden ging, sah ich mindestens so viele Frauen, die stolz ihre Brüste zeigten, wie andere, die sie verdeckten. Jetzt, in der Fähnchen schwingenden „Wirsindwiederwer“-Republik hat sich das geändert. Public Viewing gibt´s nur noch im schwulsten Sport der Weltgeschichte, wenn sich die überbezahlten Fussballfachkräfte, nachdem sie dem Torwart „das Ding reingemacht“ haben, ihre Leibchen vom Leib reissen. Ich beobachte seit mehreren Jahren, wie die Freizügigkeit an Bayerns Badeorten einer neuen Freude am Bedecktsein weicht. Freude? Vielleicht auch nicht. Als vulgärer Marxist und ordinärer Freudianer würde ich sagen, das ist kein gutes Zeichen. Da rutscht eine Gesellschaft in Richtung Totalitarismus und Kontrolle ab. Sex und Anarchie liegen so nahe beieinander wie die rechte und die linke Brust. Ein Volk, das seiner Lust nicht über den Weg traut dagegen, lässt sich prima regieren. Nicht nur die Katholiken leben es vor. Passt auch irgendwie zu den letzten Innenministern und ihren paranoiden Phantasien vom sicheren Bürger. Hmhm. Da muss ich noch ein bisschen dran feilen, aber der Grundstock für eine spitzen Verschwörungstheorie / Abendland-Untergangsprognose ist gelegt.
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Free Gaza

Wenn in Hannover Jugendliche mit Steinen nach einer israelischen Tanzgruppe werfen und dabei mit Megaphon „Juden raus“ schreien, dann frage ich mich schon: Wer hat denen das beigebracht? Ist da nirgends ein Erwachsener, der den Saubuam die Flüstertüte abnimmt und ein paar hinter die Löffel gibt? Nein? Sind sich von groß bis klein alle einig in der Sache? Das habe ich befürchtet.

Kurze Anleitung zur Diskussion solcher Vorfälle. Gespräche darüber sollten unter einfühlsamen und selbstverständlich antifaschistischen Antisemiten bitte möglichst in dieser Art ablaufen:

„Mann, Scheiße, werfen die einfach mit Steinen nach den Juden. Das erinnert an böse Zeiten. Keine gute Presse für Deutschland.“
„Stimmt schon, aber schaumal, wenn die auch alles dafür tun, um den Zorn auf sich zu lenken. Weisst schon, Gazablockade, Schiffskonvoi, der ganze imperialistische Mist eben.“
„Hast schon recht. Sie machen´s einem nicht leicht, sie zu mögen. Ehrlich nicht.“
usw. und so dämlich fort.

Das ist so das geistige Grundgerüst für Gespräche, mit denen den zurückgebliebenen, Gewalt verherrlichenden, sämtliche Menschenrechte verhöhnenden Feinden Israels der Rücken gestärkt wird: Zwingen uns doch die Juden tatsächlich schon wieder dazu, zum Täter an ihnen zu werden. Wie ungeschickt aber auch.

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Der dirty old man von Augsburg spricht "Sorry folks!"

Mixa, der angeblich sexuell übergriffige, ziemlich sicher gegen Kinder einst habituell gewalttätige und wahrscheinlich dazu sogar schwer versoffene, seinen Kaplanen nach zu urteilen, insgesamt realitätsblinde, sprich: irre Ex-Bischof, sagt: „Ich bitte alle um Verzeihung.“ Der notorische Zornigel entschuldigt sich bei allen für alles mögliche irgendwie, wie auch immer. Aber wenn jetzt noch einer was sagt, dann fallt der Watschnbaum fei um! Bei dem heisst: „Ich bitte alle um Verzeihung“ nichts Anderes als: „Meine Geduld ist am Ende.“ Meine auch.

Andererseits: Vielleicht rafft er sich ja noch zu irgendwas Brauchbarem auf. Irgendwas titanisch Sinnloses. Vielleicht ein Streitgespräch mit Küng über den Papst. Oder er steigt bei Raab in den Ring als Prügelpope? Ein Juryplatz in einer Castingshow für Zölibatsanwärter? Raumflug? Publikation seiner Tagebücher? Wo kann ich mich als Geisterschreiber bewerben?
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Soros, die Kassandra unter den Heuschrecken

Wenn einer der wirklich was zu sagen hat, was sagt, sollte man zuhören. Soros, eine der US-Megaheuschrecken, fordert von Deutschland einen Beitrag zur Überwindung der Krise, die er selbst mit Wetten gegen den Euro angeblich noch vergrößert hat. Deutschland solle nicht so verbissen sparen, sonst halten die anderen, im Export schwächeren EU-Länder nicht mehr mit, bleiben auf ihren Gütern sitzen und fallen in eine Deflation: „ Es droht eine lange Phase der Stagnation. Und die führte zu Nationalismus, zu sozialen Unruhen, zu Fremdenfeindlichkeit. Sie gefährdet also die Demokratie.“ An der dem Soros wieviel liegt? Eben. Warum sagt er es dann? Weil er in der Leiche Europas nicht mehr herumspekulieren kann. Das hat einen gewissen Weitblick, der den deutschen Politikern fehlt, die offenbar glauben, Sie könnten jetzt den zweiten Weltkrieg doch noch im Nachgang gewinnen und die anderen EU-Länder wirtschaftlich unterwerfen. Aber wer soll dann noch die deutschen Autos kaufen, wenn es am Ende heisst: Operation gelungen, Patient tot? Noch geht bissel was: Die klammen Griechen wehren sich zwar ein wenig, sollen aber dennoch deutsche Kampfflugzeuge kaufen, – schließlich erhalten sie von Deutschland üppig Kredit. Wenn die PIGS plus Italien aber irgendwann garnichts mehr kaufen können, was dann? Dann liegt auch der deutsche Export darnieder und der Soros bekommt recht.
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I have something strange to reveal!

Film ab.
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Passau rocks

Irgendwas stört mich in dem Text:

Bildschirmfoto 2010-06-22 um 16.04.09

Wer, um Gottes willen, zieht „einfach so“ nach Passau? P a s s a u? Und das, obwohl uns dort einfach so viel Arbeit und viele Fragen erwarten: „Was will ich hier? Warum bin ich nicht woanders?“ Bzw. „Scheißarbeit, jetzt muss ich den ganzen Mist wieder einpacken, ich bin versehentlich einfach so nach Passau gezogen.“
Mann haben die ein Ego. Die Dreiflüssestadt sollte Dreieierstadt heissen.
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Niebels globaler Fokus

Der Entwicklungshilfeminister, der seine Entwicklungshilfezusagen sonst notorisch nicht einhält, macht in Gaza natürlich eine Ausnahme von seinen Prinzipien und wirft sich auf dem Weg zur gesponserten Kläranlage gezielt in den braunen Schlamm, in dem der Paech bereits liegt, nur um dann zu blöken, es sei nun aber fünf vor zwölf für die Israelis. So weit so dreckig. Den Plan hinter seinem Handeln charakterisiert er selbst so: „Die neue Entwicklungspolitik besitzt einen globalen Fokus, keinen Stückwerkcharakter“. Da hat er recht, deutsche Aussenpolitik hat einen globalen Charakter: Was auch immer in der Welt Übles passiert, hat seine Ursache in der jüdischen Weltverschwörung und wer dagegen vorgeht, macht es bitte endgültig. Fünf nach zwölf muss Israel weg sein. Alles Andere hätte Stückwerkcharakter.
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Wofür sich Vorstandsvorsitzende so interessieren

Tony Hayward spart gewinnorientiert einige Tausender bei der Sicherheitstechnik einer Tiefseeölförderanlage ein, zerstört damit für´s erste das Erwerbsleben einiger tausend Menschen, Folgeschäden unbekannt, und spricht dann dazu den Satz: „Ich will mein Leben wiederhaben.“ So winselt der Multimillionär ehe er zur Regatta antritt, weil er ein einziges Mal in seinem Leben dazu gezwungen war, sich für die Folgen seiner Taten öffentlich zu entschuldigen. Und dennoch gibt uns dieser, ich sag mal: Pestfetzen, dieses vertierte Ohrfeigengesicht, diese ölige Schande auf zwei Beinen ein lehrreiches Exempel. So wunderbar ist die Welt eingerichtet, liebe Leser. Denn jetzt ist auch dem eifrigsten Untertanen der Kapitalmaschine klar, was einen Vorstandsvorsitzenden allein interessiert: Nichts außer ihm selbst. Viel Spaß beim Segeln, Tony, und „Mast- und Schotbruch“, aber hallo! Nimm doch den Ackermann mit, bitte! (In meinem Kühlschrank steht eine Flasche Sekt, für den Fall, dass eins meiner Lieblingsekel abtritt. Da steht jetzt auch „Tony „Beyond Punishment“ Hayward drauf. Ich warte.)
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Köhler lässt sich zum Abschied einen blasen:

Den St. Louis Blues beim Zapfenstreich. Die interessantere Meldung wäre zwar, dass der Bundesmastermind sich nach seinem hysterischen Hinschmiss in alle Zukunft Jahr für Jahr 200.000 aus dem Steuersäckel greifen darf plus Limousine, persönlichem Referenten und einer Sekretärin in einem Büro seiner Wahl. Womit sich die dämliche Frage der SZ, wie er sich wohl „fühle“, erübrigt. Die sollen sich lieber fragen, wie sich seine Mitarbeiter fühlen, die sind jetzt nämlich arbeitslos.
Aber mit der Fellatioheadline werde ich meinen Besucherrekord toppen, keine Frage. Von der Bild lernen , heisst siegen lernen („Horst ... weg!“, „Ösis verhöhnen Deutschland“ „Das wilde Sex-Leben der Kennedys“).. Wobei m. E. die Hamburger Morgenpost diesmal noch besser war als die Bild: „Bundes-Horst macht die Biege“ ist ein Gigant unter den Headlines.
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Herr Bundespräsidentschaftskandidat, was sagen Sie zu...

Herr Vogl, Sie versuchen nun zum dritten Mal in irgendeinem Land an die Spitze des Volkes gewählt zu werden. Was sagen Sie zu...

DV: Doktor Vogl, bitte.

Gut. Doktor Vogl, Sie würden gerne eine Tätigkeit aufnehmen, deren Vorzüge Sie selbst einmal so beschrieben haben: „Immer lecker essen, keine Arbeit, man kommt viel rum und wenn man keine Lust mehr hat, schreit man in die Kameras „Hat hier einer Arschloch zu mir gesagt?“ und schmeisst den Job entrüstet hin.“ Ist das eine korrekte Beschreibung des höchsten Amtes der Bundesrepublik?

DV: Ja.

Was sagen Sie zu Afghanistan?

DV: Zu Afghanistan sage ich immer: Ojeoje. Manchmal auch: Ach du lieber Gott. Hängt vom Kontext ab. Und den mache ich ja nicht selbst. Aber ich möchte da Niemanden vorverurteilen.

Ihr Konkurrent Gauck bekennt sich zur freien Marktwirtschaft, Wulff möchte sich für Weltfrieden, Weltklima und Weltwirtschaft einsetzen. Was ist Ihr Fokus?

DV: Lecker essen, Ausspannen, Fernreisen, das ganze Repräsentationsding eben. Und Weiber. Weiber auch.

Verstehe ich Sie richtig: Sie beabsichtigen, sich gegen Welthunger und Ausbeutung aber für Mobilität und Frauenfragen einzusetzen?

DV: Korrekt. Und für Artenschutz. Weltweit nimmt der Bestand an aufrechten Kommunisten rapide ab und niemand tut etwas dagegen. Aber auch manche Tiere sollten vielleicht so eine Art Schutz geniessen, finde ich. Jedenfalls die, die man nicht essen kann.

Doktor Vogl, was ist Ihr Arbeitsmotto?

DV: „Doc Vogl sagt, der tut sein Bestes, der irgendetwas will und lässt es.“ Gut was? Ist von mir. Hab ich mir selbst einmal ausgedacht. Schreiben Sie das ruhig.

Von der „Politik der kleinen Schritte“ zur „Politik ohne Schritte“?

DV: Das haben Sie fein erkannt. Sind Sie aus der Dänemark?

Nein, warum?

DV: Ich kannte mal jemanden, der hatte einen Bruder, der mit einer Dänin, die nicht bis drei zählen – aber das würde zu weit führen.

Wie wollen Sie mit Ihrer Politik des Stillstands das deutsche Volk auf die schwierigen Aufgaben der Zukunft vorbereiten? Muss nicht vielmehr ein Ruck durch Deutschland gehen wie Roman Herzog einmal so sympathisch dynamisch meinte?

DV: Nein.

Kein Ruck?

DV: Bloß nicht.

Wie würden Sie die Deutschen auf das, was kommt, einstellen?

DV: Chemisch. Ich stand einmal in Afghanistan vor diesen unendlichen Mohnfeldern, Tränen in den Augen rief ich: Ach du lieber Gott! Es war eine Offenbarung, eine Verheissung. Sagen Sie jetzt nicht: Ojeoje, der Doktor Vogl wieder, mit seinen Afghanischen Vorschlägen. Den sollten wir erstmal nach Dänemark schicken zum ausnüchtern. Sie täuschen sich gewaltig: Die Dänen sind von früh bis spät dicht. Ein Volk im Nebel, ich weiß es sicher, schließlich kannte ich mal jemanden, der - aber das würde zu weit führen. Die Dänen gehen den europäischen Weg entschlossen voran.

Was ist Ihre Vision, wohin führt der Europäische Weg?

DV: Er führt von hier weg und hin zu lecker Essen und keiner Arbeit.

Im Ernst?

DV: Nein, ich habe mir nur einen Scherz erlaubt. Er führt natürlich ins Verderben. Die Zukunft gehört den Chinesen. Die wurden allerdings schon einmal mit Opium besiegt, da kommen die Afghanen wieder ins Spiel. Sie müssen diese globalen Zusammenhänge historisch verstehen. Dann geht ein Ruck durch Ihr Gehirn und sie haben keine Lust mehr irgendwas zu tun, ausser lecker essen, faulenzen und so weiter. Versuchen Sie es ruhig mal. Auch in Ihnen steckt ein Bundespräsident.

Meinen Sie?

DV: Ganz bestimmt.

Herr Doktor Vogl, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

DV: Da doch nicht für. Gern geschehn.






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Einen neuen Bundes-Präsidenten? Schlagen Sie Doc Vogl vor!

mrpresident

(nein, den Button haben Sie heute nicht zum letzten Mal gesehen. Er ist auch, profunde Kenner der Materie vermuten es längst, für die US-Präsidentschaft entwickelt worden. Aber ehrlich: ich wäre auch mit dem Amt des Bundespräsidenten zufrieden. Immer lecker essen, keine Arbeit, man kommt viel rum und wenn man keine Lust mehr hat, schreit man in die Kameras „Hat hier einer Arschloch zu mir gesagt?“ und schmeisst den Job entrüstet hin. Das schaff ich mit links.
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Prawda

Vor diesem Artikel warne ich nicht:
http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/would-my-flotilla-to-khodorkovsky-be-shot/407327.html
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Rückkehr von der Front

Jetzt sind sie wieder da und bekommen Blumen. Der Paech bestätigt sich als zuverlässiger Vollpfosten mit der Einschätzung, er sei knapp einem Kriegsverbrechen entronnen. Kann den mal jemand zum Arzt führen, statt auf so ein humanitäres Friedensschiff? Man muss sich bei der Bundeslinken eh über nichts mehr wundern, nachdem deren außenpolitischer Sprecher Gehrcke im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt offenbar mirnichtsdirnichts auch mal Nazis zustimmend zitiert, darunter Werke, die das „Weltjudentum“ im Titel tragen.
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