Mar 2010
Mixa entkräftet nach Kräften
31.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Auf der Kirchenbashing-Welle wird sich wohl noch eine
Weile journalistisch reiten lassen. Die SZ meldet, der für seinen
autoritären Charakter und seine dämlichen Einlassungen bekannte
Bischof Mixa habe vor so ca. 30 Jahren Kinder
und Jugendliche „brutal geschlagen“. Jetzt
fordern Wolfgang Neuser, CVJM, und Florian
Pronold, SPD, Mixa möge die Vorwürfe entkräften,
wenn er kann. Kann er bestimmt, schließlich hat
er angekündigt, die Petzen zu verklagen. Aber
haben sich Neuser, Pronold und MIxa überlegt,
wie der das Entkräften genau anstellen soll?
Die dreissig Jahre alten, Dogma-konform handgedrehten Videobänder der Taten aus dem Safe holen („meine zwei Fäuste für ein Halleluja“, „Ein Stadtpfarrer sieht rot“, „Der Exorzist“)? Wo man dann den Bischof beim leisen mündlichen Ermahnen der unartigen Kinder sieht, Milde walten lassend, mit gefalteten Pfaffen-Händchen, die nie keinen Teppichklopfer nicht anrühren würden? Geschweige denn einen Stock? Und den dann dem Knaben draufdreschen, bis er entzweibricht?
Zeugen? Die könnten auch nur bezeugen, dass sie nie dabei waren, wenn irgendwas zu Bezeugendes vorgefallen sein könnte.
Indianerehrenwort? Würden SIE DEM glauben?
Ich warne.
Die dreissig Jahre alten, Dogma-konform handgedrehten Videobänder der Taten aus dem Safe holen („meine zwei Fäuste für ein Halleluja“, „Ein Stadtpfarrer sieht rot“, „Der Exorzist“)? Wo man dann den Bischof beim leisen mündlichen Ermahnen der unartigen Kinder sieht, Milde walten lassend, mit gefalteten Pfaffen-Händchen, die nie keinen Teppichklopfer nicht anrühren würden? Geschweige denn einen Stock? Und den dann dem Knaben draufdreschen, bis er entzweibricht?
Zeugen? Die könnten auch nur bezeugen, dass sie nie dabei waren, wenn irgendwas zu Bezeugendes vorgefallen sein könnte.
Indianerehrenwort? Würden SIE DEM glauben?
Ich warne.
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Stalin Kachelmann
24.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Ein gescheites Opfer weiß natürlich früher als der
Richter, wer ein Täter ist, über den deshalb
berichtet werden muss, damit nicht wieder ein
riesiges Unheil vertuscht wird, wie damals
beispielsweise der Bananen- und Fernreiseentzug
während der DDR-Volksfolter unter Walter „Stalin“
Ulbricht. Deshalb schaltet sich mal der sächsische
Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des
Stalinismus in die Causa Kachelmann kritisch ein:
„Wie im Ersten ist auch im MDR
nicht wegen des Verdachts der Vergewaltigung
berichtet worden. Das kritisiert
Rundfunkratmitglied Bernd Müller-Kaller, der
sächsische Landesvorsitzende der Vereinigung der
Opfer des Stalinismus.“
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Berichterstattung komplex
23.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Herr Kachelmann, ein angeblicher
Meteorologe, hat eine Frau, die angeblich seine
Freundin oder aber angeblich seine Stalkerin
sein könnte, angeblich zum Sex gezwungen. Die
Saatsanwaltschaft wollte den Namen des
Verdächtigen angeblich zuerst nicht
mitteilen. Hat dann aber doch. Freut sich die
schleimige Bildzeitung. Der Anwalt der
Angeblichen kooperiert mit BILD. Der Anwalt des
Angeblichen mit dpa. Eins zu null für den
Inhaftierten. Sonst ist noch nichts bekannt. Den
Peinlichkeits-Highscore hält bislang die
Süddeutsche für die Headline „Kachelmann in
U-Haft - Schlechte Aussichten“. Ich halte das
Urheberrecht für „Kachelmann im Dauertief“, „Der
Wetterfrosch steigt von der Leiter“ und „Hass
hagelt auf Kachelmann“ (für den Fall, dass die
Angebliche gewinnt) und „Kachelmann - Tendenz
steigend“ bzw. „Er fühlt sich wirklich besser“
(für den Fall, dass der Angebliche gewinnt).
Prost, Kranführer
22.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Synonyme?
18.03.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Stilblüte
17.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Ewiger Zwist unter Irren
17.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Wenn die katholische Kirche mediale Aufmerksamkeit
geniesst, dann quetschen sich immer noch zwei weise
Mahner in den Scheinwerferkegel: Der Küng und der
Drewermann. Zwei meiner Lieblingsnervensägen. Beide
dürfen uns als berufene Experten mit der Idee
überraschen, dass die Kirche doch bitte den
pädophilen Missbrauch abstellen möge (Küng, Drewermann). Drewermann, der
(kein Witz) zusammen mit Konstantin Wecker den
Erich Fromm Preis verliehen
bekam, glaubt, ausgerechnet die Neurologie würde
uns Tierrechte nahelegen, weshalb
er neben anderen indischen Heilslehren auch den
Vegetarismus empfiehlt. Der Geistesriese Küng
dagegen glaubte mit dem Satz (auch kein Witz)
„Ich bin nicht unfehlbar“ vor Gericht straffrei auszugehen,
nachdem er für seinen Heimweg eine Abkürzung
über die Autobahn gewählt hatte - als
„sinnierender“ Geisterfahrer. Es wäre ein
hinreichender Grund dafür die katholische Kirche
abzuschaffen, wenn man dann ihre zwei
prominentesten Kritiker nicht mehr zu sehen
bräuchte. Na, wenigstens vergreifen Sie sich
nicht an Kindern.
Ignoriert die Ignoranten
11.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Warum muss sich eigentlich alle paar Tage irgendein
Journalist zu dem Stammtischgeblöke eines
beispielsweise Sarrazin äußern? Kann man das
herzlose Geraunze dieser Demenzelite nicht
einfach unter den Tisch fallen lassen? Von mit
aus auch unter den Tisch treten und dann dort
liegen lassen? Nein? Geht nicht? Wären die
Zeitungen alle zu dünn, wenn man nicht auch die
Indiskutablen diskutieren würde?
Das ist das Schöne an einem Blog. Man muss nichts reinschreiben. Aber man kann. Der ideale Ort zum Totschweigen von tagesaktuellem Megablödsinn, der den Qualitätsjournalismus am Nasenring durch die Deppenarena führt. Allein schon deshalb ist es Unsinn, was Gremliza in der aktuellen Konkret über das „Massaker der totalen Meinungsfreiheit“ in den vielen Internettagebüchern schreibt. Die „Meinungsfreiheit“ ist in den Printmedien doch schon längst massakriert. Peter Hacks sagte sinngemäß: „Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur.“ Da schreiben alle dankbar und von selbst voneinander das Gleiche ab und abends kommt es dann nocheinmal für die Analphabeten in der Tagesschau.
Ich berichte lieber allen Klugen etwas selten Schönes, Wahres und Gutes: Auf der Internetseite Spam publiziert Thomas Gsella alle paar Tage seine Abrechnung mit einer Stadt. In Reimen. Ihre Heimatstadt ist sicher auch bereits dabei. Und das gehört wirklich zum Komischsten und Beglückendsten, was man an Gedichten lesen kann. Tun Sie´s. Ich warne nicht.
Das ist das Schöne an einem Blog. Man muss nichts reinschreiben. Aber man kann. Der ideale Ort zum Totschweigen von tagesaktuellem Megablödsinn, der den Qualitätsjournalismus am Nasenring durch die Deppenarena führt. Allein schon deshalb ist es Unsinn, was Gremliza in der aktuellen Konkret über das „Massaker der totalen Meinungsfreiheit“ in den vielen Internettagebüchern schreibt. Die „Meinungsfreiheit“ ist in den Printmedien doch schon längst massakriert. Peter Hacks sagte sinngemäß: „Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur.“ Da schreiben alle dankbar und von selbst voneinander das Gleiche ab und abends kommt es dann nocheinmal für die Analphabeten in der Tagesschau.
Ich berichte lieber allen Klugen etwas selten Schönes, Wahres und Gutes: Auf der Internetseite Spam publiziert Thomas Gsella alle paar Tage seine Abrechnung mit einer Stadt. In Reimen. Ihre Heimatstadt ist sicher auch bereits dabei. Und das gehört wirklich zum Komischsten und Beglückendsten, was man an Gedichten lesen kann. Tun Sie´s. Ich warne nicht.
... schon wieder die Hindus
04.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Offensichtlich lesen keine Hindus meinen
Infotainmentseiten, sonst hätten sie diese Massenpaniken in indischen
Tempeln längst gegen weniger
gefährliche Verhaltensweisen eingetauscht.
Trendsport Selbstmord: Spanien geht voran
04.03.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Nachrichten
Der Selbstmord war 2009 die häufigste nicht
natürliche Todesursache in Spanien. Mich
wundert das seltsame „nicht natürlich“ an der
Beschreibung der Suizide. Ja was sind sie denn
dann? Psychisch bedingte Selbstmorde? Soziale?
Unerklärliche? Nachdem die Menschen im
Allgemeinen ganz gerne leben, sollte der
natürliche Grund der Selbstmorde da zu suchen
sein, wo die Lebenslust am Ende ist: in der
Verzweiflung. Würden die Statistiker aber
korrekt schreiben „2009 war in Spanien das Jahr
der Verzweiflungstoten“, dann wäre das
vielleicht einfach a) zu traurig für die Presse
und b) würde Fragen wecken nach dem Warum. Sowas
hat Gründe. Schon Peter Hacks hat die enorme
Selbstentleibungskraft des Kapitalismus betont.
Es wundert mich also nicht, dass die Menschen in
der Krise dem System in den Abgrund
nachspringen. Es geht zur Not aber auch ohne
Verzweiflung. Auf Platz zwei der Statistik nicht
natürlicher Todesursachen stehen die
Verkehrstoten, gleichsam die natürlichen, dem
System immanenten Selbstmorde im Kapitalismus.
2008 waren es in Spanien 3008 Menschen, die
meisten geopfert auf den Altaren der
Automobilindustrie. Der Glaube an die
individuelle Mobilität, die angeblich etwas mit
der Freiheit der Bürger zu tun haben soll, ist
die wirksamste Anleitung zum Suizid, eine, die
neben den Mitteln zum Freitod immer wieder auch
gleich den Grund mitliefert. Siehe oben.



