May 2010
Abgang Bundesköhler
31.05.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Jetzt ist es amtlich: Wenn ein Quatschkopf von einem
Bundespräsidenten nur einmal, vermutlich
versehentlich und mit sofortigem revoco, sagt, wie es ist, muss er
subito gehen. Dabei hat er nur
gesagt, was eh alle wissen: Krieg ist die
Fortsetzung des Profitstrebens mit anderen
Mitteln. Wozu wären die „Jungs“ denn sonst da
unten? Um Brunnen zu bohren? Nase zu bohren?
Passen Sie mal auf, was jetzt für eine
Heuchellawine durch die Zeitungen rumpeln wird.
Na, ich werde ihn nicht vermissen. Darf vielleicht die schrille Schwan von der Ersatzbank kommen? Das hätte was. Wen es schon bei Köhler gegruselt hat, der kann sich dann richtig in den Sitz krallen. Die ist sicher noch besser.
Na, ich werde ihn nicht vermissen. Darf vielleicht die schrille Schwan von der Ersatzbank kommen? Das hätte was. Wen es schon bei Köhler gegruselt hat, der kann sich dann richtig in den Sitz krallen. Die ist sicher noch besser.
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Mission accomplished
31.05.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Wenn ein Rudel bekennender
Antisemiten sich mit Rollstühlen und
Fertighäusern übers Meer nach Gaza aufmacht,
obwohl sie bereits vorher wissen, dass sie dort
nie ankommen werden, dann hat diese ebenso dumme
wie offensichtliche Provokation genau diese
Ziele: Israel weiter zu isolieren und den
letzten Verbündeten unter den „Muslimen“ zu
nehmen: Die Türkei. Bravo, sie haben beides
erreicht. Und damit es auch auf jeden Fall
klappt, mussten der Paech
und seine linken Rechten auch noch mit der Axt
rumfuchteln und versuchen, einen Soldaten zu
entwaffnen. An diesem hässlichen Vorfall können
Sie alles über Antisemitismus lernen, was es zu
lernen gibt. Der Antisemit schafft sich seinen
Juden nach seinem Bild. Gehasst hat er ihn schon
vorher. Der Grund dafür wird, wenn es sein muss
unter Einsatz des eigenen Lebens, nachgeliefert.
Hoffentlich weiß Obama, was dieser Vorfall
bedeutet.
iKillmyself
28.05.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Bei Apples Zulieferer Foxconn unterschreiben die
Mitarbeiter nun also eine Suizidklausel des
folgenden Inhalts: „Ich verspreche, mich oder
andere niemals in einer extremen Form zu
verletzen“. Erinnert ein wenig an das hübsche
Schild an einem Baumstamm, das sich die Titanic
ausgedacht hatte: „Waldsterben verboten.“
Dabei lenkt die Aufregung um Mitarbeiter, die Ihr Leben abrupt beenden, davon ab, wie viele genau dasselbe mit leicht verzögertem Tempo erledigen. Und wirklich nicht nur die Knechte. Auch die Herren.
Was ich so mitbekomme, ist ohne als Genuss verbrämten Alkohol- und Nikotin-Abusus, um nur die erlaubten Drogen zu nennen, ja nicht einmal den steinreichen „Gewinnern“ des Systems erträglich, wie sie im Getriebe des Spätkapitalismus als Rädchen rotieren dürfen. Deren Frauen (1, 2, 3) sehen oft aus, als hätte man die Unglücklichen gerade aus einer Favela gezerrt, zum Frisör geschleift und unpassenderweise in Designerfummel gestopft – zwecklos, im Gesichtsausdruck bleiben das Elend und die Angst kleben. Lebenslust sieht anders aus. Dabei haben die doch alles, sollte man meinen. Die Selbstentleibung auf Raten ist das Grundmodell kapitalistischer Lebenserfüllung. In die Nachrichten schaffen es halt nur die paar besonders hektischen, die vor der Fabrik auf dem Pflaster aufschlagen oder sich wie der Ratiopharm-Tycoon Merckle vor einen fahrenden Zug begeben.
Dabei lenkt die Aufregung um Mitarbeiter, die Ihr Leben abrupt beenden, davon ab, wie viele genau dasselbe mit leicht verzögertem Tempo erledigen. Und wirklich nicht nur die Knechte. Auch die Herren.
Was ich so mitbekomme, ist ohne als Genuss verbrämten Alkohol- und Nikotin-Abusus, um nur die erlaubten Drogen zu nennen, ja nicht einmal den steinreichen „Gewinnern“ des Systems erträglich, wie sie im Getriebe des Spätkapitalismus als Rädchen rotieren dürfen. Deren Frauen (1, 2, 3) sehen oft aus, als hätte man die Unglücklichen gerade aus einer Favela gezerrt, zum Frisör geschleift und unpassenderweise in Designerfummel gestopft – zwecklos, im Gesichtsausdruck bleiben das Elend und die Angst kleben. Lebenslust sieht anders aus. Dabei haben die doch alles, sollte man meinen. Die Selbstentleibung auf Raten ist das Grundmodell kapitalistischer Lebenserfüllung. In die Nachrichten schaffen es halt nur die paar besonders hektischen, die vor der Fabrik auf dem Pflaster aufschlagen oder sich wie der Ratiopharm-Tycoon Merckle vor einen fahrenden Zug begeben.
Miezen, hergehört!
27.05.10 – warnt vor:Nachrichten
Betreff: "Doktor Vogl, noch schnell teilnehmen und Astronaut werden"
27.05.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Koch wechselt in die freie Wirtschaft und wird…
20.05.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
… Barbecue-Dummy für Gehacktes in den McDonald
Laboratories.
… BP-Berater für die Agitation gegen die ausländische schwarze Invasion, die die freie Welt überraschend überflutet.
… Hollywood-Star (Swamp Thing 4, der Blob, Invasion der Monsterschleimpilze)
… Pizza
… Wirt
… "im Bereich von Wirtschaft und unternehmerischen Entscheidungen" tätig sein, verdeutlicht der CDU-Politiker.
… d. h. nichts mehr tun müssen, weil die unternehmerisch Entscheidenden sich nichts mehr von ihm versprechen, oder sich vom Nachfolger noch mehr Entgegenkommen versprechen können. Mal sehen, welche Lobby ihm den Lebensabend für seine Willfährigkeit vergoldet. Wenn er klug ist, spielt er den Anwalt. Dann dürfen alle mal.
… BP-Berater für die Agitation gegen die ausländische schwarze Invasion, die die freie Welt überraschend überflutet.
… Hollywood-Star (Swamp Thing 4, der Blob, Invasion der Monsterschleimpilze)
… Pizza
… Wirt
… "im Bereich von Wirtschaft und unternehmerischen Entscheidungen" tätig sein, verdeutlicht der CDU-Politiker.
… d. h. nichts mehr tun müssen, weil die unternehmerisch Entscheidenden sich nichts mehr von ihm versprechen, oder sich vom Nachfolger noch mehr Entgegenkommen versprechen können. Mal sehen, welche Lobby ihm den Lebensabend für seine Willfährigkeit vergoldet. Wenn er klug ist, spielt er den Anwalt. Dann dürfen alle mal.
Seien Sie nett zu Ihren Spamberichten
17.05.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Trau schau wem
17.05.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Wenn Ihnen ein Beduine ein Brot zum Tausch anbietet
(beispielsweise gegen Ihr Kamel oder Ihre Frau), dann
sehen Sie sich genau seinen Gesichtsausdruck an.
Micro-Expressions täuschen nie: Der hier guckt
verschlagen drein: Zusammengekniffene Lippen, eine
Hand im Hinterhalt, den Blick starr auf sein Opfer
gerichtet. Es würde mich nicht wundern, wenn er von
dem Brot schon abgebissen hätte. Also Vorsicht.
Wenn Technokraten antworten
17.05.10 – warnt vor:Nachrichten
| Menschen zu
meidende
Ein Journalist fragt Steve Jobs,
was sein neuestes Produkt wohl mit einer
„Revolution“, also einer erkämpften Freiheit
gemein habe. Schließlich sei das ein von Apple
sehr reglementiertes, gar nicht auf Freiheit
abzielendes Produkt und seine Bewerbung als
revolutionäres Gerät damit eine Frechheit. Er
meint die Freiheit der Menschen, zu tun oder zu
lassen, was sie wollen.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Schon wieder einer, der so heisst, wie er redet
08.05.10 – warnt vor:Nachrichten
Der Mixa ist kein Bischof mehr und der Generalvikar
spricht in der SZ so von einem „Neuanfang“: "Ich bitte die
Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die
Einheit der Kirche zu wahren“. Also die Klappe
zu halten und weiterzumachen. Was soll denn auch
„Neuanfang“ heissen, bei einer Institution, die
seit zweitausend Jahren Ihre Kraft aus der
Beharrung und einem beispiellosen geistigen
Stillstand zieht? Aber dass der Generalvikar
dann auf den Namen Karlheinz Knebel hören muss,
– so viel Offenheit in den kirchlichen Absichten
versöhnt mich ja schon fast wieder.
iAd
06.05.10 – warnt vor:Nachrichten
Gibt es dieses Gesetz schon? Wenn nicht, dann wünsche
ich, es möge das Doc-Voglsche-Entwicklungsgesetz
heissen. Es lautet so:
„Jedes, auch das gehypteste Unternehmen wächst, bis es evil wird.“
Das ist unausweichlich.
Na, so richtig neu ist das Gesetz vielleicht garnicht.
Kenner der Materie flüstern jetzt leise „Gesetz der Kapitalakkumulation“. Aber das versteht heut ja kein iPod-Käufer mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir noch mehr Details über die Geschäftspraktiken von Apple erfahren. Keine davon werden den „Ich-bin-ein-Mac“-Jobsjüngern gefallen, die dem ruchlosesten Vorstandsvorsitzenden nach Josef Ackermann jeden neuen Fetisch mit frenetischem Applaus aus der Hand reissen - und wenn es eine Fernbedienung für 500 Euro ist, Verzeihung, ein iPad.
„Jedes, auch das gehypteste Unternehmen wächst, bis es evil wird.“
Das ist unausweichlich.
Na, so richtig neu ist das Gesetz vielleicht garnicht.
Kenner der Materie flüstern jetzt leise „Gesetz der Kapitalakkumulation“. Aber das versteht heut ja kein iPod-Käufer mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir noch mehr Details über die Geschäftspraktiken von Apple erfahren. Keine davon werden den „Ich-bin-ein-Mac“-Jobsjüngern gefallen, die dem ruchlosesten Vorstandsvorsitzenden nach Josef Ackermann jeden neuen Fetisch mit frenetischem Applaus aus der Hand reissen - und wenn es eine Fernbedienung für 500 Euro ist, Verzeihung, ein iPad.



