Nov 2009
Tanz ums Minarett
30.11.09 – warnt vor:Nachrichten
Viele Schweizer mögen keine neuen Minarette mehr in
der Schweiz sehen. Da kommt man schon ins Grübeln:
Warum werden die eigentlich gefragt, wenn in der
Verfassung steht, Minarette können gebaut werden? Und
warum in einer so völlig abwegigen Frage? Und das
einzige, was dann diskutiert wird, sind mögliche
Auswirkungen auf die Marke „Schweiz“. Das könnten
sich natürlich andere, ähnlich unappetitliche
Markenländer wie die Dänemark bsplsw. zunutze machen:
„Dänemark. Die tolerante Schlickschäre der
Minarette“. So tolerant sind die garnicht? Na, dann
gibt es hoffentlich auch keine Volksabstimmung. Ich
bin mir ziemlich sicher, dass auch noch die
schlechteste Verfassung besser ist als der
Durchschnitt der Bürger in einem Land. Wozu also das
Volk fragen, wenn es um Verfassungsartikel geht? Da
hätten viele halbwegs zivilisierte Staaten über Nacht
wieder die hässlichsten Diskriminierungen in der
Verfassung stehen und die Todesstrafe sowieso.
Nochmal zur Schweiz: Gaddhafi sollte die gefangenen
Schweizer nicht massakrieren. Er sollte ein
Einfuhrverbot für Toblerone aussprechen. Das hätte
Stil, Weisheit und morgenländische Größe.
Die große Schmähung der Wurstfabrik
27.11.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Magnus Klaue holt in der Konkret weit aus („Der Text
ist Wurst“,
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=dertextistwurst&jahr=2009&mon=12
und haut der Textguerilla auf den Kopf, dass die sich verwundert die Augen reiben: Was will der denn von uns? (http://www.textguerilla.de/2009/11/26/ich-bin-dann-mal-wurst-machen/) „Die Mitglieder der "Protextbewegung" wollen der Sprache nicht nur den letzten Rest an Geist austreiben, sondern sich dafür auch noch gut bezahlen lassen.“ Das schreibt er und glaubt am Ende dran.
Herr Klaue, es ist viel eher so: In der Produktionskette stehen vorne die Arbeiter am Band und stellen Autos her, die keiner braucht. Hinten in der gleichen Kette sitzen Texter am Schreibtisch und helfen mit, das überflüssige Zeug zu verkaufen. Wenn Sie sich also darüber freuen, dass die Arbeiter und Angestellten in Betriebsräten und Gewerkschaften für stabile Löhne kämpfen, dann sollten sie ähnliche Versuche der zumeist freischaffenden Texter doch auch goutieren können? Um mehr geht es nicht. Ich werde der Sprache kein Leid antun. Dem Geist auch nicht. Versprochen. Rotfront, Genosse.
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=dertextistwurst&jahr=2009&mon=12
und haut der Textguerilla auf den Kopf, dass die sich verwundert die Augen reiben: Was will der denn von uns? (http://www.textguerilla.de/2009/11/26/ich-bin-dann-mal-wurst-machen/) „Die Mitglieder der "Protextbewegung" wollen der Sprache nicht nur den letzten Rest an Geist austreiben, sondern sich dafür auch noch gut bezahlen lassen.“ Das schreibt er und glaubt am Ende dran.
Herr Klaue, es ist viel eher so: In der Produktionskette stehen vorne die Arbeiter am Band und stellen Autos her, die keiner braucht. Hinten in der gleichen Kette sitzen Texter am Schreibtisch und helfen mit, das überflüssige Zeug zu verkaufen. Wenn Sie sich also darüber freuen, dass die Arbeiter und Angestellten in Betriebsräten und Gewerkschaften für stabile Löhne kämpfen, dann sollten sie ähnliche Versuche der zumeist freischaffenden Texter doch auch goutieren können? Um mehr geht es nicht. Ich werde der Sprache kein Leid antun. Dem Geist auch nicht. Versprochen. Rotfront, Genosse.
Empörte Steinewerfer im Glashaus
25.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Die Nepalesen. Die machen so Sachen, so archaische.
Opfern geschätzte 300.000 Viecher einer noch mehr
geschätzten Hindugottheit. Ein Gemetzel:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/249/495573/text/
Vor Empörung verschlägt es der SZ gleich die Sprache, wenn das weltweit „größte Tieropferfest ... in Kathmandu tobt.“ Während unsere tierlieben Abergläubigen weltweit das Fest der freien Marktwirtschaft feiern, stirbt alle drei Sekunden ein Mensch an Hunger.
Einer der religiösen Teilnehmer spricht so: "Meine Tochter hat vor zwei Jahren geheiratet und ich hatte versprochen, ein Tier zu opfern, wenn sie ihr erstes Kind bekommt. Ich weiß, dass Opferungen keine gute Idee sind. Aber ich habe Angst, dass die Göttin böse wird, wenn ich mein Versprechen nicht halte.“
Nur mal als Frage in den Raum gestellt: Ob eventuell die Schamanen der Marktwirtschaft, wie beispielsweise Westerwelle, Hundt, Ackermann oder der Fischer, Angst haben, dass die Göttin der Gewinnmaximierung böse wird, wenn nicht mehr genügend Menschen dem Profit geopfert werden?
http://www.sueddeutsche.de/panorama/249/495573/text/
Vor Empörung verschlägt es der SZ gleich die Sprache, wenn das weltweit „größte Tieropferfest ... in Kathmandu tobt.“ Während unsere tierlieben Abergläubigen weltweit das Fest der freien Marktwirtschaft feiern, stirbt alle drei Sekunden ein Mensch an Hunger.
Einer der religiösen Teilnehmer spricht so: "Meine Tochter hat vor zwei Jahren geheiratet und ich hatte versprochen, ein Tier zu opfern, wenn sie ihr erstes Kind bekommt. Ich weiß, dass Opferungen keine gute Idee sind. Aber ich habe Angst, dass die Göttin böse wird, wenn ich mein Versprechen nicht halte.“
Nur mal als Frage in den Raum gestellt: Ob eventuell die Schamanen der Marktwirtschaft, wie beispielsweise Westerwelle, Hundt, Ackermann oder der Fischer, Angst haben, dass die Göttin der Gewinnmaximierung böse wird, wenn nicht mehr genügend Menschen dem Profit geopfert werden?
Trendsport Antisemitismus
23.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Was passiert, wenn die Bielefelder Antifa einen
Holocaust-Überlebenden zu einem Vortrag über
„Rassismus und Antisemitismus in Ungarn“ einlädt? Das
passiert:
http://www.hurryupharry.org/2009/11/23/strange-days-in-germany/
Karl Pfeifer, österreichischer Journalist, wurde wieder ausgeladen, weil er irgendwann angeblich an einem Massaker der israelischen Armee in einem nicht näher genannten Dorf Palästinas beteiligt gewesen sein sollte. Das ging so:
Eine kleine Minderheit legte ein Veto gegen die Pfeifer-Veranstaltung ein - das war gemäß dem "Konsensprinzip" das Aus für den Vortrag im AJZ. Die Vortragsgegner legten eine "lose Informationssammlung" ohne Angabe von Quellen vor, wie ein vorliegendes Gedächtnisprotokoll der veranstaltenden Uni-Antifa-AG festhält. Damit wurde Pfeifer beschuldigt, einer militärischen Einheit angehört zu haben, die "an einem Massaker und Vertreibungen in einem palästinenschen Dorf teilgenommen, bzw diese durchgeführt" habe. Unklar war selbst den Veto-Einlegenden, wann Pfeifer in der besagten Einheit gewesen war "und wie dieses Massaker abgelaufen ist". Auch wurde zugestanden, dass die genannten Informationen nicht sicher seien.
http://www.redok.de/content/view/1581/36/
Da muss sich der Einundachtzigjährige von Palästinensertuch-tragenden von anderen so genannten Antifaschisten zwei Tage vor dem vereinbarten Vortragstermin ausladen lassen wegen eines Verdachtes, der von denen noch nicht einmal nachvollziehbar ausgesprochen wird.
Gegen welchen Faschismus sind diese Antifa-Aktivisten eigentlich? Gegen den, der ganz Europa verwüstete und nahezu alle Juden, dazu noch Sinti, Roma, Kommunisten & Antifaschisten, Behinderte und Schwule ermordete? Oder gegen den als faschistisch halluzinierten Zionismus, von dem nichts Schlimmeres bekannt ist, als dass er den Staat Israel gerne gegen den Willen der ihn umgebenden Feinde erhalten möchte?
Wer auch immer diese Taktlosigkeit verbrochen hat, soll sich bitte ein paar Wochen schämen und diese Zeit nutzen, sich bei Herrn Pfeifer zu entschuldigen. Wo kommen wir denn hin, wenn auch noch die Linken anfangen, Nazi-Opfer anzustänkern? Ehrlich.
http://www.hurryupharry.org/2009/11/23/strange-days-in-germany/
Karl Pfeifer, österreichischer Journalist, wurde wieder ausgeladen, weil er irgendwann angeblich an einem Massaker der israelischen Armee in einem nicht näher genannten Dorf Palästinas beteiligt gewesen sein sollte. Das ging so:
Eine kleine Minderheit legte ein Veto gegen die Pfeifer-Veranstaltung ein - das war gemäß dem "Konsensprinzip" das Aus für den Vortrag im AJZ. Die Vortragsgegner legten eine "lose Informationssammlung" ohne Angabe von Quellen vor, wie ein vorliegendes Gedächtnisprotokoll der veranstaltenden Uni-Antifa-AG festhält. Damit wurde Pfeifer beschuldigt, einer militärischen Einheit angehört zu haben, die "an einem Massaker und Vertreibungen in einem palästinenschen Dorf teilgenommen, bzw diese durchgeführt" habe. Unklar war selbst den Veto-Einlegenden, wann Pfeifer in der besagten Einheit gewesen war "und wie dieses Massaker abgelaufen ist". Auch wurde zugestanden, dass die genannten Informationen nicht sicher seien.
http://www.redok.de/content/view/1581/36/
Da muss sich der Einundachtzigjährige von Palästinensertuch-tragenden von anderen so genannten Antifaschisten zwei Tage vor dem vereinbarten Vortragstermin ausladen lassen wegen eines Verdachtes, der von denen noch nicht einmal nachvollziehbar ausgesprochen wird.
Gegen welchen Faschismus sind diese Antifa-Aktivisten eigentlich? Gegen den, der ganz Europa verwüstete und nahezu alle Juden, dazu noch Sinti, Roma, Kommunisten & Antifaschisten, Behinderte und Schwule ermordete? Oder gegen den als faschistisch halluzinierten Zionismus, von dem nichts Schlimmeres bekannt ist, als dass er den Staat Israel gerne gegen den Willen der ihn umgebenden Feinde erhalten möchte?
Wer auch immer diese Taktlosigkeit verbrochen hat, soll sich bitte ein paar Wochen schämen und diese Zeit nutzen, sich bei Herrn Pfeifer zu entschuldigen. Wo kommen wir denn hin, wenn auch noch die Linken anfangen, Nazi-Opfer anzustänkern? Ehrlich.
Vorsicht: Der Fortschritt ist nicht zu stoppen ...
19.11.09 – warnt vor:Nachrichten
Macnews.de schreibt
(http://www.macnews.de/news/120223.html):
"Erste Hinweise auf Mac OS X 10.7". Soso. Apple strickt am Betriebssystem weiter. Und ich dachte schon, das wars jetzt. Die finale Version. 10.6. Aber dann hat ein Macnews-Journalist in bester investigativer Manier eine Fehlermeldung analysiert, "die im Text die Referenznummer 11A47 aufweist und diese Referenz verweist auf einen spezifischen Mac OS X Build, " usw. Wahnsinn. Ich war mir so sicher, Apple würde nie wieder eine neue Betriebssystemversion veröffentlichen. Und dann das. Surprise. Der Artikel endet mit dem denkwürdigen Satz: "Eine mögliche Vorstellung des neuen Betriebssystems könnte bereits 2010 erfolgen, auch wenn die Veröffentlichung, sofern Apple den bisherigen Turnus beibehält, erst 2011 erfolgt." Da möchte ich dabei sein, wenn die Veröffentlichung 2010 erfolgt, auch wenn sie erst 2011 erfolgt. Das kann wahrscheinlich wirklich nur Apple und niemand sonst.
Online-Redakteur ist ein schwerer Beruf.
"Erste Hinweise auf Mac OS X 10.7". Soso. Apple strickt am Betriebssystem weiter. Und ich dachte schon, das wars jetzt. Die finale Version. 10.6. Aber dann hat ein Macnews-Journalist in bester investigativer Manier eine Fehlermeldung analysiert, "die im Text die Referenznummer 11A47 aufweist und diese Referenz verweist auf einen spezifischen Mac OS X Build, " usw. Wahnsinn. Ich war mir so sicher, Apple würde nie wieder eine neue Betriebssystemversion veröffentlichen. Und dann das. Surprise. Der Artikel endet mit dem denkwürdigen Satz: "Eine mögliche Vorstellung des neuen Betriebssystems könnte bereits 2010 erfolgen, auch wenn die Veröffentlichung, sofern Apple den bisherigen Turnus beibehält, erst 2011 erfolgt." Da möchte ich dabei sein, wenn die Veröffentlichung 2010 erfolgt, auch wenn sie erst 2011 erfolgt. Das kann wahrscheinlich wirklich nur Apple und niemand sonst.
Online-Redakteur ist ein schwerer Beruf.
Vom Irak lernen
13.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
http://www.wadinet.de/blog/?p=2305
Ein Israelischer Ingenieur arbeitet in Bagdad und begegnet pro-Israelischen Irakern. Wenn jetzt die so genannten Linken in Deutschland sich vielleicht auch noch zu einer vernünftigen Position gegenüber Israel durchringen wollten, wäre das schön. Bislang denken die Meisten da wohl eher so, wie der Paech schwätzt, wenn er die von der Hamas nach Israel abgefeuerten Raketen als "Neujahrsraketen" abtut. Die wollen nur spielen.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/israel-spaltet-die-linke/?src=SZ&cHash=42fcdb9273
Ein Israelischer Ingenieur arbeitet in Bagdad und begegnet pro-Israelischen Irakern. Wenn jetzt die so genannten Linken in Deutschland sich vielleicht auch noch zu einer vernünftigen Position gegenüber Israel durchringen wollten, wäre das schön. Bislang denken die Meisten da wohl eher so, wie der Paech schwätzt, wenn er die von der Hamas nach Israel abgefeuerten Raketen als "Neujahrsraketen" abtut. Die wollen nur spielen.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/israel-spaltet-die-linke/?src=SZ&cHash=42fcdb9273
Der Patriarch und die Frau Käsmann
13.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Die Russisch-orthodoxen haben ein Problem mit der
Bischöfin der EKD:
"Der Patriarch darf nicht mit der neuen Führerin der Lutheraner in Deutschland verkehren", schrieb die Zeitung Wremja Nowostej (SZ).
Allerdings nicht. Das will ich mir nicht mal vorstellen müssen. Es reicht doch, wenn sie miteinander reden, oder? Aber vielleicht muss auch das nicht sein, wenn man sich anschaut, was der Herr Patriarch so Reaktionäres plaudert an langen Tagen:
http://www.kath.net/detail.php?id=19660
"Der Patriarch darf nicht mit der neuen Führerin der Lutheraner in Deutschland verkehren", schrieb die Zeitung Wremja Nowostej (SZ).
Allerdings nicht. Das will ich mir nicht mal vorstellen müssen. Es reicht doch, wenn sie miteinander reden, oder? Aber vielleicht muss auch das nicht sein, wenn man sich anschaut, was der Herr Patriarch so Reaktionäres plaudert an langen Tagen:
http://www.kath.net/detail.php?id=19660
Was der Doc am liebsten hört: John McCormack
12.11.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Heute warne ich Sie einmal vor schlechtem Gesang.
Warum sollten Sie sich Andrea Bocelli oder Jose
Carreras anhören, wenn ein John McCormack es bereits
1920 besser konnte? Ich kann Ihnen das beweisen.
Mozarts Il mio tesoro von McCormack ist die Referenzarie seit etwa hundert Jahren und wird es wohl auch die nächsten hundert bleiben:
Berührt Sie das? Dann hören Sie sich bitte noch "Oh sleep why dost thou leave me" an. Achten Sie einmal darauf, wie McCormack von 1:48 bis 2:09 eine einunddreissigsekündige Phrase in einem Zug singt. Kennen Sie einen lebenden Sänger, der diese Atemtechnik hat? Natürlich nicht. Und los:
Mozarts Il mio tesoro von McCormack ist die Referenzarie seit etwa hundert Jahren und wird es wohl auch die nächsten hundert bleiben:
Berührt Sie das? Dann hören Sie sich bitte noch "Oh sleep why dost thou leave me" an. Achten Sie einmal darauf, wie McCormack von 1:48 bis 2:09 eine einunddreissigsekündige Phrase in einem Zug singt. Kennen Sie einen lebenden Sänger, der diese Atemtechnik hat? Natürlich nicht. Und los:
Morbus Novartis?
09.11.09 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna
Wenn man ein paar Seiten von
Schweinegrippenimpfgegnern liest und dann wieder ein
paar "redaktionelle Beiträge", in denen ein Dutzend
Verbandsfunktionäre mit Dr. med. vorm Namen die
Impfung befürwortet, dann kippt man irgendwann im
Stuhl gegen die Lehne, schließt die Augen, stöhnt
leise und hat die ganze Diskussion dick. Das einzige,
was mich daran noch interessiert, ist, ob mit so
einer gut platzierten Hysterie vielleicht die
Pharmaindustrie in Zukunft den Absatz ihrer Produkte
selbst kontrollieren kann. Ist so ein
Public-Relations-Coup wiederholbar?
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Mauertrauertag
09.11.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Das war schon immer ein Scheißtag: Am 9. November
1925 ordnete Hitler die Gründung der Schutzstaffel
an. Am 9. November 1938 Reichspogromnacht. 9.11.
1989: Die Mauer wird geöffnet. Am nächsten Tag bricht
als Menetekel der Bananenhandel zusammen, die DDR
wird an westliche Industrieunternehmen verschenkt,
und das Kapital beginnt kurz drauf mit seinen
ergebenen Erfüllungsgehilfen Schröder, Fischer,
Scharping, Clement, Riester e. a., den Reichtum
nachhaltig (das Wort lieben die) umzuverteilen.
Regelmäßige Wirtschaftskrisen, Ausbau des
Überwachungstaates und Beginn erster taktischer
Kriege im Ausland inklusive. Kurz: Wir haben schon
auch unseren "nine eleven". Dabei wäre es doch so
einfach, dem Tag des Verbrechens eine kleine Tat der
Wiedergutmachung entgegenzustellen. Am 9. 11. 2010
stellt die Regierung in einem unerwarteten Anfall von
historischer Vernunft den "antifaschistischen
Schutzwall" bitte wieder auf, versprochen? Ich warte
drauf.
Terminator
07.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Dann sieht man nach 25 Jahren einen Blockbuster
wieder, der seinerzeit irgendwie für den Science
Fiction-Film, Nebengleis "Cyborgmärchen", eine neue
Bahn gebrochen hat und muss sich fürchten wie beim
ersten Mal. Aber diesmal vor den Frisuren.
Täglich Sex Minuten Deutschland
06.11.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Eine Expertin für deutsche Verhältnisse und wie man
Ihnen mit Fassung begegnet schreibt hier:
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
Opel
06.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Gefahren
in Flora und Fauna
Um die Blechkisten sollen andere weinen. Ein
Bekannter stieg einmal aus einem Opel, schüttelte
sich leicht und sprach: In dem Auto wachsen einem ja
Hosenträger. Soviel dazu. Jetzt zu Irmgard von Opel.
Wenn Menschen viel Geld haben, können Sie sich
beruflich genau mit dem beschäftigen, mit dem sie
sich sowieso beschäftigen. Irmi Opel war eine
zeitlang die beste Reiterin der Disziplinen Springen
und Military. Als Unternehmerin setzte sie auf:
Vollblutpferdezucht, Weingut mit Sektvertrieb,
Schweinezucht, Geschirre aus Gummi, Herstellung von
Flaschenkapseln, Chio Chips. Die Tage und Nächte auf
dem Hofgut Westerhaus kann man sich damit mühelos
ausmalen. Muss lustig gewesen sein. Wäre ich reich,
hätte ich vielleicht einen kleinen Verlag, eine
Landbrauerei und eine Bergschule. Ich fang schonmal
an zu sparen. Obwohl: Sind das nicht genau drei
Unternehmen, mit denen man sicher nicht reich bleibt?
Hängt ihn ab?
03.11.09 – warnt vor:Nachrichten
| Menschen zu
meidende
Es gibt einen Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte. Der hat entschieden, dass ein
Kruzifix im Klassenzimmer eine
Menschenrechtsverletzung darstellt. Denn: "Die
Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche
besonderen Schutz. Es sei nicht zu erkennen, wie das
Zeigen eines "Symbols, das vernünftigerweise mit dem
Katholizismus verbunden werden kann", dem für eine
demokratische Gesellschaft wesentlichen
Bildungspluralismus dienen könne." (SZ heute)
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Davor warnen die Anderen
03.11.09 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna | Nachrichten
"Grippewelle". "Rollt der
Grippe-Tsunami aus Bayern über Deutschland?". "Die
Welle hat begonnen." Das höre ich alle paar Jahre.
Das letzte Mal waren, glaube ich, Hühner schuld,
oder?
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Von Seitentestern empfohlen
02.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Seittest macht genau das,
wonach es heisst: Es testet Seiten. Dabei kommen
hübsche Sachen ans Tageslicht: Mein Blog ist
beispielsweise genauso anerkannt wie der von Kai
Diekmann, nämlich garnicht. Dafür wird man bei
mir nicht mit Werbung belästigt. Eins zu Null
für Doc Vogl im Kampf gegen die permanente
Antiaufklärung des Bildchefs. Ich fürchte nur,
dass die Seite des Obergockels vom
Zuhälterinserateblatt um einen vierstelligen
Faktor häufiger gelesen wird als mein
bescheidene Infotainmentseite.