Oct 2009
Voll im Trend: Paradoxe Interventionen in der Politik
29.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Langsam kommt mein Köpfchen nicht mehr mit. Was für
einen Reim soll ich mir auf diese Meldungen machen?
Ein US-Präsident, der gerade zwei Kriege führt,
erhält den Friedensnobelpreis. Ein FDP-Politiker
Niebel, der aussieht wie ein missglückter Klon von
Ronald Schill, wird Entwicklungshilfeminister,
nachdem er vorgeschlagen hatte, dieses Ressort
abzuschaffen. Ein manifest paranoider Innenminister,
der einmal 100.000 DM von einem Waffenhändler annahm,
die dann plötzlich verschwanden und nie mehr
auftauchten, woran er sich heute nicht mehr erinnern
kann, wird Finanzminister. Ist das ein neuer
historischer Trend? Fortschritt durch paradoxe
Fehlbesetzungen? Ich lehne diesen Staat ab und bin
nicht bereit mich am allgemeinen Wahnsinn der
regierenden Politbanden irgendwie zu beteiligen.
Wahrscheinlich werde ich dann bald Kanzler.
|
Der dümmste Weg, Peakoil zu erreichen
28.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Bedrohungen
allenthalben
Ich stehe früh auf. Zugegeben: Weil ich muss (s. u.).
Früh wach, nutze ich die Zeit und gehe arbeiten.
Nicht, weil ich muss. Ich will es so, schließlich ist
morgens noch alles ruhig, keiner ruft an und ich kann
konzentriert meine Aufträge abarbeiten. Wenn man mich
lässt. Leider hat sich bei Deutschlands Hausmeistern
neben dem obligatorischen Opel Astra, dem
winterlichen Schneeschaufeln um fünf und der
preisverdächtigen Hausflurverbotsprosa noch ein
weiteres Statussymbol durchgesetzt: Der Laubbläser
mit Benzinmotor. Wer findet für mich heraus, wer
diese sinnlosen, nervenzersägenden Rucksäcke mit
phallischem Föhnrohr erfunden hat? Wenn es wenigstens
etwas nutzen würde. Aber die Blätter wirbeln durch
die Luft und rieseln irgendwo wieder runter. Dafür
wird das Bruttosozialprodukt ausgebremst, mein
Arbeitstag verlängert, unwiederbringliches Öl
vernichtet. Nur damit es der Hausbesorger mit seinem
riesigen Ding den Nachbarn und dem wehrlosen Laub
besorgen kann? Wartet man so seinen Block, Herr
Hausmeister? Also: Wer war´s?
Witz mit Bart
27.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Eine Frage, die alle Eltern sich irgendwann stellen:
Was für Gestalten werden wohl einmal das sexuelle
Interesse unserer Tochter / unseres Sohnes entfachen?
Wen schleppt er / sie dann mal mit nach Hause ab?"
Ich muss nicht betonen, dass diese Überlegungen
betont witzig und lässig angestellt werden, um die in
der Tiefe der Frage rumorenden Befürchtungen zu
überdecken. Aber, hoffentlich liebe zukünftige
Gespielinnen meines Sohnes, merkt euch, die Frage ist
ernst. Kluge Aspirantinnen auf eine Liebelei mit
meinem Sohn werden deshalb später einmal in diesem
Blog nachlesen, wie beim Cerberus Doc "dein Alter"
Vogl die Bedenken zu zerstreuen sind und das Eis zu
brechen ist. Nämlich so:
Aspirantin klingelt, der Doc öffnet, sie sagt: Guten Tag, Herr Fischer, ich möchte Ihren Sohn zum Fischen abholen.
Doc Vogl: Aber ich heisse nicht Fischer.
Aspirantin: Na, ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen ...
In dem Witz wollte ich schon immer mal mitwirken.
Aspirantin klingelt, der Doc öffnet, sie sagt: Guten Tag, Herr Fischer, ich möchte Ihren Sohn zum Fischen abholen.
Doc Vogl: Aber ich heisse nicht Fischer.
Aspirantin: Na, ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen ...
In dem Witz wollte ich schon immer mal mitwirken.
Kopfklopfmassage
22.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Hergehört Autoren! Angst vor dem weissen Blatt? Ihnen
fällt gerade nichts Zündendes ein? Es gibt Hilfe.
Ganz einfach: Sie nehmen eine Trommel, stülpen sie
auf Ihren Dez und hauen dann mit zwei Knüppeln drauf
rum, bis die Funken sprühen. It´s amazing.
Es gibt welche, bei denen heisst das power percussion. Wenn das so klingt, wie es aussieht, dann rate ich ab von dem Konzert. Klingt es dagegen gut, rate ich power percussion zu einem anderen Photoshopexperten.
Es gibt welche, bei denen heisst das power percussion. Wenn das so klingt, wie es aussieht, dann rate ich ab von dem Konzert. Klingt es dagegen gut, rate ich power percussion zu einem anderen Photoshopexperten.
Zwei Couplets vom guten Stil
20.10.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Microsoft vs. deutsche Sprache: 2:0
19.10.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Seit ich mit dem jüngst, unter starkem äusseren
Zwang, installierten satanischen Betriebssystem
arbeiten muss, reisst die Reihe der Überraschungen
nicht ab. Heute lese ich in einem Winkel des
Bildschirms den mit einem Warndreieck garnierten
Hinweis: "Auf dem Desktop befinden sich nicht
verwendete Dateien." Ich erschaudere. Nicht
verwendet? Unnütze, faule Files auf meinem
Desktop? Himmel hilf! Was tun? Das Fenster-Teufelchen
verrät es mir: "Mit dem Desktopbereinigungs-Assistent
kann der Desktop bereinigt werden. Klicken Sie auf
dieses Symbol, um den Assistent zu starten." Bitte,
Bill: Mit dem Assistenten. Dann ist
es schon fast deutsch. Jetzt noch gereinigt statt
bereinigt und auch der Sinn nimmt Konturen an. So
halbwegs jedenfalls. Da gibt es bei MS offenbar eine
Abteilung, die "Assistenten" programmiert. Die waren
im November schon damit fertig. Und damit im Dezember
keiner entlassen wird, fanden Sie das
Desktopbereinigungsproblem. Ob das dieselben waren,
die das "Eingabegebietsschema" durchgesetzt haben?
Möglich wär´s.
Hort des Wahnsinns?
16.10.09 – warnt vor:Nachrichten
Offenbar gibt es in Nordrheinwestfalen ein paar
Politiker, die tatsächlich etwas versuchen, was der
Mehrheit Ihrer Kollegen zu anstrengend und zu wenig
einträglich erscheint: Denken. Und zwar recht
phantasievoll und ohne jede unnötige Selbstzensur.
Das beste daran ist, dass diese Linksparteiler ihre
Ideen auch veröffentlichen. Da steht dann im
"Langwahlprogramm DIE LINKE" beispielsweise das:
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?
„Alle reden von Deutschland. Wir reden vom Klima.“
15.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Fischer, der das 1990 noch im Wahlkampf behauptete,
berät heute als Pipeline-Lobbyist die Betreiber des
Nabucco-Projektes, die Erdgas vom kaspischen Meer
nach Deutschland bringen möchten. Ausserdem berät er
BMW, für die er sich auch zur IAA auf den Stand
stellte. Ursprünglich vertrat der Ökopax die Werte
„sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei“.
Ökologisch können Sie heute streichen. Einen
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Serbien hat
er ebenfalls mit angezettelt. Damit fällt gewaltfrei
weg. Sozial heisst man nicht, wenn in der eigenen
Regierungsperiode Hartz 4 beschlossen wird. Ich
streche "sozial". Bleibt "basisdemokratisch". Wussten
Sie, dass Joseph "Ich-mache-für-Geld-alles" Fischer
sich ein Familienwappen und einen Siegelring
anfertigen liess? Ob so viel Adelsangeschleime den
Parvenü bei den vordemokratischen Kräften Europas im
Wert steigen lässt? Keine Ahnung, ob es ihm nützt,
aber zumindest kann es nicht schaden, denkt er sich,
dem Hochadel zu signalisieren, dass auch das Wörtchen
"basisdemokratisch" für Fischer das ist, was für ihn
alles ist: ein Wörtchen, sonst nichts.
Jetzt noch nicht
15.10.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Seit gut drei Jahren habe ich zuhause ein Kind, das -
vermutlich ein Akt der Notwehr gegen die mitteilsamen
Eltern- viel spricht. Zum Beispiel das:
Doc Dad: Nachher bring ich dich zum letzten Mal in die Kinderkrippe. Traurig?
Sohn: Jetzt noch nicht.
Darin drückt sich die natürliche Unlust aus, sich mit dem Thema "trauriger letzter Krippenbesuch" überhaupt antizipatorisch zu befassen. Ehe Sie jetzt irgendeinen Satz mit "Verdrängung", "Leugnung" oder was weiß ich zu denken beginnen, möchte ich mal für diese Unlust eine dicke Lanze brechen und dabei etwas philosophisch werden.
Der Satz "Jetzt noch nicht" gehört zu den schönsten, die ich kenne. Er hat stoische Größe. Die monotheistischen Weltreligionen haben sich darauf geeinigt, die Menschen das Leben als Jammertal erdulden zu lassen, um sie später im Elysium für ihr devotes Geflenne zu entschädigen. Wie viel weiser und gesünder ist es, das Leben, solange es geht, von mir aus auch trotzig zu geniessen und sich um die Zukunft zu kümmern, wenn sie da ist.
Anders gesagt: Ein Kind das "Jetzt noch nicht" zu sagen vermag, wird sich als junger Mann nie von jenseitigen göttlichen Sexprämien dazu verleiten lassen, das Diesseits mittels Sprengstoffgürtel als Assassine zu verlassen. Was muss man einem Menschen alles antun, dass er von der natürlich Klugheit des Kindes zur religiösen Dummheit lebensverachtender Erwachsener konvertiert? Na, ich warne mal lieber vor einem Elysium, das nicht in Sichtweite liegt.
Doc Dad: Nachher bring ich dich zum letzten Mal in die Kinderkrippe. Traurig?
Sohn: Jetzt noch nicht.
Darin drückt sich die natürliche Unlust aus, sich mit dem Thema "trauriger letzter Krippenbesuch" überhaupt antizipatorisch zu befassen. Ehe Sie jetzt irgendeinen Satz mit "Verdrängung", "Leugnung" oder was weiß ich zu denken beginnen, möchte ich mal für diese Unlust eine dicke Lanze brechen und dabei etwas philosophisch werden.
Der Satz "Jetzt noch nicht" gehört zu den schönsten, die ich kenne. Er hat stoische Größe. Die monotheistischen Weltreligionen haben sich darauf geeinigt, die Menschen das Leben als Jammertal erdulden zu lassen, um sie später im Elysium für ihr devotes Geflenne zu entschädigen. Wie viel weiser und gesünder ist es, das Leben, solange es geht, von mir aus auch trotzig zu geniessen und sich um die Zukunft zu kümmern, wenn sie da ist.
Anders gesagt: Ein Kind das "Jetzt noch nicht" zu sagen vermag, wird sich als junger Mann nie von jenseitigen göttlichen Sexprämien dazu verleiten lassen, das Diesseits mittels Sprengstoffgürtel als Assassine zu verlassen. Was muss man einem Menschen alles antun, dass er von der natürlich Klugheit des Kindes zur religiösen Dummheit lebensverachtender Erwachsener konvertiert? Na, ich warne mal lieber vor einem Elysium, das nicht in Sichtweite liegt.
Sozialistische Gipfel I
08.10.09 – warnt vor:Abgründe
des Bergsteigens
Der Triglav. Wer nach entbehrungsreichen Stunden
endlich den höchsten Gipfel Sloweniens erreicht, wird
von einem Litfaßsäulen-großen Blechhäuschen, dem
Aljazev-Stolp, verblüfft. Zweites Erstaunen: Hier
fehlt das Kreuz - im Zentrum der
katholisch-slowenischen Alpen.
Was ist das für ein Ding? Ist das eine Toilette? Ein Hinweis darauf, dass es vom Gipfel aus noch weiter nach oben gehen könnte, würde man eine Rakete besteigen? Eine trotzige Freidenkerkartause? Diese seltsame Mischung aus Atheismus, Mondfahrt und Vorsorge für die Notdurft kenne ich doch? Das ist der Sozialismus. Allegorisch verdichtet auf einem Berggipfel. Gefällt mir. Ein Kunstwerk.
Was ist das für ein Ding? Ist das eine Toilette? Ein Hinweis darauf, dass es vom Gipfel aus noch weiter nach oben gehen könnte, würde man eine Rakete besteigen? Eine trotzige Freidenkerkartause? Diese seltsame Mischung aus Atheismus, Mondfahrt und Vorsorge für die Notdurft kenne ich doch? Das ist der Sozialismus. Allegorisch verdichtet auf einem Berggipfel. Gefällt mir. Ein Kunstwerk.
Bilden Sie mal einen Satz mit Madagaskar
07.10.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Die Sennerin zum Senn
Kein Gas - kein Fraß, Du schweizer Lusche.
Hol´ aus Zer MADAGASKAR tusche!
Dieses kleine Scherzgedicht vom Doktor Vogl steht in diesem auch sonst ausserordentlich empfehlenswerten Bändchen von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer:
http://www.amazon.de/Bilden-Sie-einen-Satz-Dichterwettstreit/dp/3596174376/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1254907327&sr=8-1-spell
Noch einer, der uns nicht erspart bleibt
06.10.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Er heisst Florian Bernschneider. 1986 geboren, dann
irgendwie hastig größer geworden, damit er möglichst
schnell in die FDP eintreten und sein duales
Studium der Betriebswirtschaftslehre bei der
Norddeutschen Landesbank abschließen kann. Die
Uni unterschlägt er. Die Bank ist, was für ihn zählt.
Auf seiner Homepage verrät er: Hier finden Sie einige Fotos von mir - quasi in Aktion:
Wenn er aussieht, gleichsam als ob er etwas täte, dann wirkt er wie ein 44-jähriger Schlipsträger, der auf der Aktionärsversammlung von seinem Herrn Papa erfährt, er werde die Firma wohl doch nicht übernehmen dürfen.
Macht nichts. Dann eben mit der FDP in den Bundestag. Das hat seine Vorteile.
Dort dürfen die Jungen schon in ihrer allerersten Woche was meinen.
Ich kann mich nicht darüber beschweren, dass ich als junger Abgeordneter in der ersten Woche nicht die Chance gehabt hätte, meine Meinung zu sagen.
Interview, Meinung, Anpacken. Das ist der juvenile Dreischritt des konsequenten Machers: Jetzt gilt es aber nicht nur in Interviews darüber zu sprechen, was ich verändern möchte, sondern es auch anzupacken. Vorher wird der auf der Bundestags-Homepage als "Student" ausgewiesene Macher vielleicht noch seinen Studienabschluß anpacken. Wer weiss.
Es gibt wichtigere Qualifikationen im Bundestag, wie mir spätestens mit Joseph Fischer schmerzlich klar wurde. Zum Beispiel eine wahrhaft kosmopolitische Gesinnung:
Mich beeindruckt, dass unzählige Nationen –die in ihrer Heimat oft sogar verfeindet sind- in diesem Projekt gemeinsam den Integrationsgarten pflegen und über ihre Erlebnisse sprechen. Wenn Bernschneider ein paar Flüchtlinge besucht, die Schlimmes erleiden mussten, sprechen unzählige Nationen zu ihm über ihre Erlebnisse. So sieht er aus.
Bernschneider wirkt wie der fleischgewordene Traum Westerwelles. Ein fast unerträglich überangepasster FDP-Streber, der sich selbst als Wahlkampfsau bezeichnet, obwohl er allenfalls als Wahlkampffrischling durchgehen könnte, der im Alter von 22 längst mit allem abgeschlossen hat und sein Leben nun der europäischen Geldelite zur entgeltpflichtigen Nutzung in der politischen Kommunikation überlassen möchte. Bernschneider wirkt wie ein lachhaftes, trauriges Klischee. So würde das kein SZ-Journalist ausdrücken, deshalb muss sich Bernschneider dort fragen lassen:
jetzt.de: Florian, die Medien zeichnen derzeit ein eher klischeehaftes Bild von deiner Person: BWL-Student, Stehkragen und mit 22 Jahren kurz vor dem Uni-Abschluss. Bist du ein wandelndes FDP-Klischee?
Florian Bernschneider: Nein, natürlich nicht. Ich bin ja vor sechs Jahren nicht bei den Jungen Liberalen eingetreten, weil ich mir dachte: Florian, du musst innerhalb der nächsten zehn Jahren unbedingt in den Bundestag einziehen! Ich bin eingetreten, weil ich von der Idee der Partei völlig überzeugt war und weil ich es gern getan habe.
Er könnte vielleicht innerhalb der nächsten zehn Jahre einmal in ein paar freien Minuten den Genitiv erlernen. Ich vermute allerdings, er glaubt den Casus mit dem Wort "meins" schon vollständig zu beherrschen. Er wird wahrscheinlich einfach so weitermachen und untergehen beim Aufsteigen, wie so viele. Auf seinen Grabstein schreiben wir dann: Er war von der Idee der Partei völlig überzeugt. Klingt fast Maoistisch.
Warum erzählt er der SZ eigentlich: "... weil ich es gern getan habe?" Am Tresen klingt das später einmal wahrscheinlich eher so: "Ich war jung, dumm und brauchte das Geld."
Machs gut, Bernschneider. Die Zukunft braucht dich nicht.
Zitate aus seiner Homepage und aus der SZ kursiv. Die Bilder stammen von Bernschneiders Website: www.florian-bernschneider.de Dort können Sie auch für ihn spenden.
Auf seiner Homepage verrät er: Hier finden Sie einige Fotos von mir - quasi in Aktion:
Wenn er aussieht, gleichsam als ob er etwas täte, dann wirkt er wie ein 44-jähriger Schlipsträger, der auf der Aktionärsversammlung von seinem Herrn Papa erfährt, er werde die Firma wohl doch nicht übernehmen dürfen.
Macht nichts. Dann eben mit der FDP in den Bundestag. Das hat seine Vorteile.
Dort dürfen die Jungen schon in ihrer allerersten Woche was meinen.
Ich kann mich nicht darüber beschweren, dass ich als junger Abgeordneter in der ersten Woche nicht die Chance gehabt hätte, meine Meinung zu sagen.
Interview, Meinung, Anpacken. Das ist der juvenile Dreischritt des konsequenten Machers: Jetzt gilt es aber nicht nur in Interviews darüber zu sprechen, was ich verändern möchte, sondern es auch anzupacken. Vorher wird der auf der Bundestags-Homepage als "Student" ausgewiesene Macher vielleicht noch seinen Studienabschluß anpacken. Wer weiss.
Es gibt wichtigere Qualifikationen im Bundestag, wie mir spätestens mit Joseph Fischer schmerzlich klar wurde. Zum Beispiel eine wahrhaft kosmopolitische Gesinnung:
Mich beeindruckt, dass unzählige Nationen –die in ihrer Heimat oft sogar verfeindet sind- in diesem Projekt gemeinsam den Integrationsgarten pflegen und über ihre Erlebnisse sprechen. Wenn Bernschneider ein paar Flüchtlinge besucht, die Schlimmes erleiden mussten, sprechen unzählige Nationen zu ihm über ihre Erlebnisse. So sieht er aus.
Bernschneider wirkt wie der fleischgewordene Traum Westerwelles. Ein fast unerträglich überangepasster FDP-Streber, der sich selbst als Wahlkampfsau bezeichnet, obwohl er allenfalls als Wahlkampffrischling durchgehen könnte, der im Alter von 22 längst mit allem abgeschlossen hat und sein Leben nun der europäischen Geldelite zur entgeltpflichtigen Nutzung in der politischen Kommunikation überlassen möchte. Bernschneider wirkt wie ein lachhaftes, trauriges Klischee. So würde das kein SZ-Journalist ausdrücken, deshalb muss sich Bernschneider dort fragen lassen:
jetzt.de: Florian, die Medien zeichnen derzeit ein eher klischeehaftes Bild von deiner Person: BWL-Student, Stehkragen und mit 22 Jahren kurz vor dem Uni-Abschluss. Bist du ein wandelndes FDP-Klischee?
Florian Bernschneider: Nein, natürlich nicht. Ich bin ja vor sechs Jahren nicht bei den Jungen Liberalen eingetreten, weil ich mir dachte: Florian, du musst innerhalb der nächsten zehn Jahren unbedingt in den Bundestag einziehen! Ich bin eingetreten, weil ich von der Idee der Partei völlig überzeugt war und weil ich es gern getan habe.
Er könnte vielleicht innerhalb der nächsten zehn Jahre einmal in ein paar freien Minuten den Genitiv erlernen. Ich vermute allerdings, er glaubt den Casus mit dem Wort "meins" schon vollständig zu beherrschen. Er wird wahrscheinlich einfach so weitermachen und untergehen beim Aufsteigen, wie so viele. Auf seinen Grabstein schreiben wir dann: Er war von der Idee der Partei völlig überzeugt. Klingt fast Maoistisch.
Warum erzählt er der SZ eigentlich: "... weil ich es gern getan habe?" Am Tresen klingt das später einmal wahrscheinlich eher so: "Ich war jung, dumm und brauchte das Geld."
Machs gut, Bernschneider. Die Zukunft braucht dich nicht.
Zitate aus seiner Homepage und aus der SZ kursiv. Die Bilder stammen von Bernschneiders Website: www.florian-bernschneider.de Dort können Sie auch für ihn spenden.



