Bio ohne Sprit
08.03.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Die Benzinversorger haben es versäumt, eine neue Spritsorte so einzuführen, dass der normale deutsche Autofahrer keinen Herzanfall oder Hetzanfall an der Tankstelle erleiden muss. Himmel! Darf das E10 in mein Allerheiligstes? Oder geht dann mein Rollfetisch kaputt? Quälende Unsicherheiten, die zwar mit einer kurzen Nachfrage beim Tankwart oder einem zehnsekündigen Internetbesuch beantwortet wären, großzügiger ist aber dann doch ein Benzingipfel, wie ihn der Brüderle anberaumt, um sein den aufgewühlten Autofahrern kongeniales Denkvermögen zu beweisen. Angeblich geht es da um „Biosprit“. Der Begriff ist so treffend wie „humanitärer Einsatz“ für das Verschicken von Panzern in Krisengebiete. Er meint das Gegenteil dessen, was er ausspricht. Denn Bio geht nur ohne Sprit. Früher, bei den Benediktiner, hiess das „stabilitas loci“. Zu deutsch: Daheim bleiben, locker bleiben – ist gut fürs Seelenheil und hilft das deutsche Mobilitätsdrama „Gas geben, drängeln, mehr Gas geben, aufregen, tanken – Himmel, aber was?“ zu vermeiden.
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