Nachrichten
Für die Zeit ist mir die Zeit zu schade
12.07.10 –
Die Recherche des Gerontojournalismus der Zeit geht
so: Die Israelis haben da wieder was angestellt. Wer
fährt mal runter zu den Opfern in die Türkei zur IHH?
Du? Danke. Und frag die hilfsbereiten Türken mal, ob
sie wirklich so radikalislamisch von der Hamas
ferngesteuert werden.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
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Volksabstimmung
05.07.10 –
In der SZ kriegt sich ein Herr Käppner garnicht mehr
ein vor Glücksgefühlen und demokratischem Furor. Es
pocht derart in seinem Herzerl, dass er in der
Headline ein Stakkato von vier Ausrufezeichen
unterbringt: Wir! sind! das! Volk!
Dann kommt eine Suada von Schmarrn über Gauck vs. Wulff und warum das Volk der Souverän ist. Das erspare ich Ihnen, hier zu wiederholen. Aber dann steht da doch ein kluger Satz, der geht so: „Aber Plebiszite sind ja gar kein Gegensatz zur parlamentarischen Demokratie. Sie sind eine Ergänzung, ein kräftiges, stärkendes Mittel gegen den verbreiteten Verdruss an Politik, Parteien und Parlament.“ Genau so ist es. Plebiszite sind ein Zuckerl, das einer Bevölkerung die Laune zum Mitmachen erhalten soll, die über die Länge der Zeit und die Breite der Enttäuschungen längst gelernt hat, dass zynischsten Spott verbreitet, wer die Wähler irgendwie als Souverän des Landes darstellt. Sowas tropft dem Käppner so ziemlich automatisch aus dem Kopf in die Tasten fürchte ich. Was mir zeigt, der ist nicht ganz dicht.
Gegenprobe. Was würde geschehen, wenn eine Volksabstimmung zur sofortigen, ersatzlosen Abschaffung des Erbrechtes aufgelegt werden würde? 90 % der Bevölkerung würden davon sofort profitieren. Die deutsche Auslandsverschuldung wäre über Nacht getilgt, der Sozialstaat stünde in voller Blüte, die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt wäre zum ersten Mal in der Geschichte geschaffen. Ja, auch Sie, stirnrunzelnder Herr Leser mit den 250.000 per annum würden gewinnen. Was Sie Ihren Kindern hinterlassen, sind nämlich summa summarum und sub specie Gebrüder Aldis betrachtet: Peanuts.
Nur wird es eine solche Volksabstimmung nie geben. Dann wäre das Volk ja der Souverän über seine Interessen. „Gott bewahre!“, schreit halb Davos und der ganze Bundestag, „so weit käm´s noch.“
Dann kommt eine Suada von Schmarrn über Gauck vs. Wulff und warum das Volk der Souverän ist. Das erspare ich Ihnen, hier zu wiederholen. Aber dann steht da doch ein kluger Satz, der geht so: „Aber Plebiszite sind ja gar kein Gegensatz zur parlamentarischen Demokratie. Sie sind eine Ergänzung, ein kräftiges, stärkendes Mittel gegen den verbreiteten Verdruss an Politik, Parteien und Parlament.“ Genau so ist es. Plebiszite sind ein Zuckerl, das einer Bevölkerung die Laune zum Mitmachen erhalten soll, die über die Länge der Zeit und die Breite der Enttäuschungen längst gelernt hat, dass zynischsten Spott verbreitet, wer die Wähler irgendwie als Souverän des Landes darstellt. Sowas tropft dem Käppner so ziemlich automatisch aus dem Kopf in die Tasten fürchte ich. Was mir zeigt, der ist nicht ganz dicht.
Gegenprobe. Was würde geschehen, wenn eine Volksabstimmung zur sofortigen, ersatzlosen Abschaffung des Erbrechtes aufgelegt werden würde? 90 % der Bevölkerung würden davon sofort profitieren. Die deutsche Auslandsverschuldung wäre über Nacht getilgt, der Sozialstaat stünde in voller Blüte, die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt wäre zum ersten Mal in der Geschichte geschaffen. Ja, auch Sie, stirnrunzelnder Herr Leser mit den 250.000 per annum würden gewinnen. Was Sie Ihren Kindern hinterlassen, sind nämlich summa summarum und sub specie Gebrüder Aldis betrachtet: Peanuts.
Nur wird es eine solche Volksabstimmung nie geben. Dann wäre das Volk ja der Souverän über seine Interessen. „Gott bewahre!“, schreit halb Davos und der ganze Bundestag, „so weit käm´s noch.“
Liveticker WM-Kicker
03.07.10 –
Free Gaza
28.06.10 –
Wenn in Hannover Jugendliche mit Steinen
nach einer israelischen Tanzgruppe werfen
und dabei mit Megaphon „Juden raus“ schreien,
dann frage ich mich schon: Wer hat denen das
beigebracht? Ist da nirgends ein Erwachsener,
der den Saubuam die Flüstertüte abnimmt und ein
paar hinter die Löffel gibt? Nein? Sind sich von
groß bis klein alle einig in der Sache? Das habe
ich befürchtet.
Kurze Anleitung zur Diskussion solcher Vorfälle. Gespräche darüber sollten unter einfühlsamen und selbstverständlich antifaschistischen Antisemiten bitte möglichst in dieser Art ablaufen:
„Mann, Scheiße, werfen die einfach mit Steinen nach den Juden. Das erinnert an böse Zeiten. Keine gute Presse für Deutschland.“
„Stimmt schon, aber schaumal, wenn die auch alles dafür tun, um den Zorn auf sich zu lenken. Weisst schon, Gazablockade, Schiffskonvoi, der ganze imperialistische Mist eben.“
„Hast schon recht. Sie machen´s einem nicht leicht, sie zu mögen. Ehrlich nicht.“
usw. und so dämlich fort.
Das ist so das geistige Grundgerüst für Gespräche, mit denen den zurückgebliebenen, Gewalt verherrlichenden, sämtliche Menschenrechte verhöhnenden Feinden Israels der Rücken gestärkt wird: Zwingen uns doch die Juden tatsächlich schon wieder dazu, zum Täter an ihnen zu werden. Wie ungeschickt aber auch.
Kurze Anleitung zur Diskussion solcher Vorfälle. Gespräche darüber sollten unter einfühlsamen und selbstverständlich antifaschistischen Antisemiten bitte möglichst in dieser Art ablaufen:
„Mann, Scheiße, werfen die einfach mit Steinen nach den Juden. Das erinnert an böse Zeiten. Keine gute Presse für Deutschland.“
„Stimmt schon, aber schaumal, wenn die auch alles dafür tun, um den Zorn auf sich zu lenken. Weisst schon, Gazablockade, Schiffskonvoi, der ganze imperialistische Mist eben.“
„Hast schon recht. Sie machen´s einem nicht leicht, sie zu mögen. Ehrlich nicht.“
usw. und so dämlich fort.
Das ist so das geistige Grundgerüst für Gespräche, mit denen den zurückgebliebenen, Gewalt verherrlichenden, sämtliche Menschenrechte verhöhnenden Feinden Israels der Rücken gestärkt wird: Zwingen uns doch die Juden tatsächlich schon wieder dazu, zum Täter an ihnen zu werden. Wie ungeschickt aber auch.
Soros, die Kassandra unter den Heuschrecken
23.06.10 –
Wenn einer der wirklich was zu sagen hat, was sagt,
sollte man zuhören. Soros, eine der
US-Megaheuschrecken, fordert von Deutschland einen
Beitrag zur Überwindung der Krise, die er selbst mit
Wetten gegen den Euro angeblich noch vergrößert hat.
Deutschland solle nicht so verbissen sparen, sonst
halten die anderen, im Export schwächeren EU-Länder
nicht mehr mit, bleiben auf ihren Gütern sitzen und
fallen in eine Deflation: „ Es droht eine lange Phase der
Stagnation. Und die führte zu Nationalismus, zu
sozialen Unruhen, zu Fremdenfeindlichkeit. Sie
gefährdet also die Demokratie.“ An der dem
Soros wieviel liegt? Eben. Warum sagt er es
dann? Weil er in der Leiche Europas nicht mehr
herumspekulieren kann. Das hat einen gewissen
Weitblick, der den deutschen Politikern fehlt,
die offenbar glauben, Sie könnten jetzt den
zweiten Weltkrieg doch noch im Nachgang gewinnen
und die anderen EU-Länder wirtschaftlich
unterwerfen. Aber wer soll dann noch die
deutschen Autos kaufen, wenn es am Ende heisst:
Operation gelungen, Patient tot? Noch geht
bissel was: Die klammen Griechen wehren
sich zwar ein wenig, sollen aber dennoch
deutsche Kampfflugzeuge kaufen, –
schließlich erhalten sie von Deutschland üppig
Kredit. Wenn die PIGS plus Italien aber
irgendwann garnichts mehr kaufen können, was
dann? Dann liegt auch der deutsche Export
darnieder und der Soros bekommt recht.
Wofür sich Vorstandsvorsitzende so interessieren
20.06.10 –
Tony Hayward spart
gewinnorientiert einige Tausender bei der
Sicherheitstechnik einer Tiefseeölförderanlage
ein, zerstört damit für´s erste das Erwerbsleben
einiger tausend Menschen, Folgeschäden
unbekannt, und spricht dann dazu den Satz: „Ich
will mein Leben wiederhaben.“ So winselt der
Multimillionär ehe er zur Regatta antritt, weil
er ein einziges Mal in seinem Leben dazu
gezwungen war, sich für die Folgen seiner Taten
öffentlich zu entschuldigen. Und dennoch gibt
uns dieser, ich sag mal: Pestfetzen, dieses
vertierte Ohrfeigengesicht, diese ölige Schande
auf zwei Beinen ein lehrreiches Exempel. So
wunderbar ist die Welt eingerichtet, liebe
Leser. Denn jetzt ist auch dem eifrigsten
Untertanen der Kapitalmaschine klar, was einen
Vorstandsvorsitzenden allein interessiert:
Nichts außer ihm selbst. Viel Spaß beim Segeln,
Tony, und „Mast- und Schotbruch“, aber hallo!
Nimm doch den Ackermann mit, bitte! (In meinem
Kühlschrank steht eine Flasche Sekt, für den
Fall, dass eins meiner Lieblingsekel abtritt. Da
steht jetzt auch „Tony „Beyond
Punishment“ Hayward drauf. Ich
warte.)
Köhler lässt sich zum Abschied einen blasen:
15.06.10 –
Den St. Louis Blues beim
Zapfenstreich. Die interessantere Meldung
wäre zwar, dass der Bundesmastermind sich nach
seinem hysterischen Hinschmiss in alle Zukunft
Jahr für Jahr 200.000 aus dem Steuersäckel
greifen darf plus Limousine, persönlichem
Referenten und einer Sekretärin in einem Büro
seiner Wahl. Womit sich die dämliche Frage der
SZ, wie er sich wohl „fühle“, erübrigt. Die
sollen sich lieber fragen, wie sich seine
Mitarbeiter fühlen, die sind jetzt nämlich
arbeitslos.
Aber mit der Fellatioheadline werde ich meinen Besucherrekord toppen, keine Frage. Von der Bild lernen , heisst siegen lernen („Horst ... weg!“, „Ösis verhöhnen Deutschland“ „Das wilde Sex-Leben der Kennedys“).. Wobei m. E. die Hamburger Morgenpost diesmal noch besser war als die Bild: „Bundes-Horst macht die Biege“ ist ein Gigant unter den Headlines.
Aber mit der Fellatioheadline werde ich meinen Besucherrekord toppen, keine Frage. Von der Bild lernen , heisst siegen lernen („Horst ... weg!“, „Ösis verhöhnen Deutschland“ „Das wilde Sex-Leben der Kennedys“).. Wobei m. E. die Hamburger Morgenpost diesmal noch besser war als die Bild: „Bundes-Horst macht die Biege“ ist ein Gigant unter den Headlines.
Prawda
03.06.10 –
Vor diesem Artikel warne ich nicht:
http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/would-my-flotilla-to-khodorkovsky-be-shot/407327.html
http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/would-my-flotilla-to-khodorkovsky-be-shot/407327.html
Mission accomplished
31.05.10 –
Wenn ein Rudel bekennender
Antisemiten sich mit Rollstühlen und
Fertighäusern übers Meer nach Gaza aufmacht,
obwohl sie bereits vorher wissen, dass sie dort
nie ankommen werden, dann hat diese ebenso dumme
wie offensichtliche Provokation genau diese
Ziele: Israel weiter zu isolieren und den
letzten Verbündeten unter den „Muslimen“ zu
nehmen: Die Türkei. Bravo, sie haben beides
erreicht. Und damit es auch auf jeden Fall
klappt, mussten der Paech
und seine linken Rechten auch noch mit der Axt
rumfuchteln und versuchen, einen Soldaten zu
entwaffnen. An diesem hässlichen Vorfall können
Sie alles über Antisemitismus lernen, was es zu
lernen gibt. Der Antisemit schafft sich seinen
Juden nach seinem Bild. Gehasst hat er ihn schon
vorher. Der Grund dafür wird, wenn es sein muss
unter Einsatz des eigenen Lebens, nachgeliefert.
Hoffentlich weiß Obama, was dieser Vorfall
bedeutet.
Miezen, hergehört!
27.05.10 –
Wenn Technokraten antworten
17.05.10 –
Ein Journalist fragt Steve Jobs,
was sein neuestes Produkt wohl mit einer
„Revolution“, also einer erkämpften Freiheit
gemein habe. Schließlich sei das ein von Apple
sehr reglementiertes, gar nicht auf Freiheit
abzielendes Produkt und seine Bewerbung als
revolutionäres Gerät damit eine Frechheit. Er
meint die Freiheit der Menschen, zu tun oder zu
lassen, was sie wollen.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Schon wieder einer, der so heisst, wie er redet
08.05.10 –
Der Mixa ist kein Bischof mehr und der Generalvikar
spricht in der SZ so von einem „Neuanfang“: "Ich bitte die
Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die
Einheit der Kirche zu wahren“. Also die Klappe
zu halten und weiterzumachen. Was soll denn auch
„Neuanfang“ heissen, bei einer Institution, die
seit zweitausend Jahren Ihre Kraft aus der
Beharrung und einem beispiellosen geistigen
Stillstand zieht? Aber dass der Generalvikar
dann auf den Namen Karlheinz Knebel hören muss,
– so viel Offenheit in den kirchlichen Absichten
versöhnt mich ja schon fast wieder.
iAd
06.05.10 –
Gibt es dieses Gesetz schon? Wenn nicht, dann wünsche
ich, es möge das Doc-Voglsche-Entwicklungsgesetz
heissen. Es lautet so:
„Jedes, auch das gehypteste Unternehmen wächst, bis es evil wird.“
Das ist unausweichlich.
Na, so richtig neu ist das Gesetz vielleicht garnicht.
Kenner der Materie flüstern jetzt leise „Gesetz der Kapitalakkumulation“. Aber das versteht heut ja kein iPod-Käufer mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir noch mehr Details über die Geschäftspraktiken von Apple erfahren. Keine davon werden den „Ich-bin-ein-Mac“-Jobsjüngern gefallen, die dem ruchlosesten Vorstandsvorsitzenden nach Josef Ackermann jeden neuen Fetisch mit frenetischem Applaus aus der Hand reissen - und wenn es eine Fernbedienung für 500 Euro ist, Verzeihung, ein iPad.
„Jedes, auch das gehypteste Unternehmen wächst, bis es evil wird.“
Das ist unausweichlich.
Na, so richtig neu ist das Gesetz vielleicht garnicht.
Kenner der Materie flüstern jetzt leise „Gesetz der Kapitalakkumulation“. Aber das versteht heut ja kein iPod-Käufer mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir noch mehr Details über die Geschäftspraktiken von Apple erfahren. Keine davon werden den „Ich-bin-ein-Mac“-Jobsjüngern gefallen, die dem ruchlosesten Vorstandsvorsitzenden nach Josef Ackermann jeden neuen Fetisch mit frenetischem Applaus aus der Hand reissen - und wenn es eine Fernbedienung für 500 Euro ist, Verzeihung, ein iPad.
Cloud Computing ist nützlich
19.04.10 –
Das FBI ermittelt in Google Docs Accounts. Jetzt weiß
ich endlich, wofür Cloud steht:
Central information
Lounge
Operated for
Unidentified intelligence
services Delight. Also: Wenn
alle fleissig mitmachen beim Cloud Computing
spart sich das Innenministerium die Kosten für
Bundestrojaner.
Tabu?
15.04.10 –
Unter der Headline „Das israelische Tabu“ stellt
Peter Münch in der SZ eine tabulos dumme Frage:
„Israels geheime Atomwaffen sind die schwache
Flanke von US-Präsident Obama im Kampf gegen
Irans Bombe. Warum soll Jerusalem geduldet
werden, was Teheran verboten ist?“ Die Antwort
ist so schlicht: Weil es Israel sonst bald nicht
mehr geben würde. Die Frage auch nur zu stellen
impliziert, dass das so schlimm auch wieder
nicht wäre. Hauptsache es gibt im Duell Israels
gegen die ca. fünfzehn Staaten des Nahen Ostens,
die Israel von der Landkarte tilgen wollen,
gleiche Waffen auf beiden Seiten. Und dann noch
„Israels geheime Atomwaffen“ –
verschlagen sind sie auch noch, die Juden, und
stellen Ihre A-Bomben nicht öffentlich am
Marktplatz aus.
Wenn ein deutscher Journalist zu dem Wort „Tabu“ greift, weiß man, er möchte gern ein bisschen mit den Wölfen heulen und der Welt die Juden erklären, resp. den Juden die Welt. Die kleine hässliche Welt der Antisemiten, in der Juden nichts zu suchen haben.
Wenn ein deutscher Journalist zu dem Wort „Tabu“ greift, weiß man, er möchte gern ein bisschen mit den Wölfen heulen und der Welt die Juden erklären, resp. den Juden die Welt. Die kleine hässliche Welt der Antisemiten, in der Juden nichts zu suchen haben.
Stalin Kachelmann
24.03.10 –
Ein gescheites Opfer weiß natürlich früher als der
Richter, wer ein Täter ist, über den deshalb
berichtet werden muss, damit nicht wieder ein
riesiges Unheil vertuscht wird, wie damals
beispielsweise der Bananen- und Fernreiseentzug
während der DDR-Volksfolter unter Walter „Stalin“
Ulbricht. Deshalb schaltet sich mal der sächsische
Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des
Stalinismus in die Causa Kachelmann kritisch ein:
„Wie im Ersten ist auch im MDR
nicht wegen des Verdachts der Vergewaltigung
berichtet worden. Das kritisiert
Rundfunkratmitglied Bernd Müller-Kaller, der
sächsische Landesvorsitzende der Vereinigung der
Opfer des Stalinismus.“
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Trendsport Selbstmord: Spanien geht voran
04.03.10 –
Der Selbstmord war 2009 die häufigste nicht
natürliche Todesursache in Spanien. Mich
wundert das seltsame „nicht natürlich“ an der
Beschreibung der Suizide. Ja was sind sie denn
dann? Psychisch bedingte Selbstmorde? Soziale?
Unerklärliche? Nachdem die Menschen im
Allgemeinen ganz gerne leben, sollte der
natürliche Grund der Selbstmorde da zu suchen
sein, wo die Lebenslust am Ende ist: in der
Verzweiflung. Würden die Statistiker aber
korrekt schreiben „2009 war in Spanien das Jahr
der Verzweiflungstoten“, dann wäre das
vielleicht einfach a) zu traurig für die Presse
und b) würde Fragen wecken nach dem Warum. Sowas
hat Gründe. Schon Peter Hacks hat die enorme
Selbstentleibungskraft des Kapitalismus betont.
Es wundert mich also nicht, dass die Menschen in
der Krise dem System in den Abgrund
nachspringen. Es geht zur Not aber auch ohne
Verzweiflung. Auf Platz zwei der Statistik nicht
natürlicher Todesursachen stehen die
Verkehrstoten, gleichsam die natürlichen, dem
System immanenten Selbstmorde im Kapitalismus.
2008 waren es in Spanien 3008 Menschen, die
meisten geopfert auf den Altaren der
Automobilindustrie. Der Glaube an die
individuelle Mobilität, die angeblich etwas mit
der Freiheit der Bürger zu tun haben soll, ist
die wirksamste Anleitung zum Suizid, eine, die
neben den Mitteln zum Freitod immer wieder auch
gleich den Grund mitliefert. Siehe oben.
Deutschland diskutiert:
16.02.10 –
„Sind Hartz-IV-Empfänger wirklich so arm?“ So fragt
augenzwinkernd die Bild am Faschingsdienstag. Zum
Fasching mal was Munteres titeln, dachte sich der
Diekmann. „Sooo schlecht geht´s denen ja wohl auch
nicht, wenn sie sich noch unser Titten- und
Deutschlandmagazin leisten können. Hehe.“
Gegenfrage: „Deutschland diskutiert: Sind Milliardäre wirklich so reich?“ Jetzt mal nur nicht gleich in die Neidfalle tappen. Kommt doch auf den Standpunkt an, oder? Sollte sich mithilfe der Bildzeitung ein Doppelkonsens ausdiskutieren lassen, der besagt, Milliardäre seine nur so lala ein wenig ziemlich reich, aber Hartz-IV-Empfänger nun halt sahelzonenvergleichsmäßig schon noch ganz schön im grünen Bereich, dann könnten die Empfänger den Milliardären vielleicht ein kleinwenig Geldes abgeben, damit die Gesamtbilanz wieder stimmt. Deutlicher stolzer Reichtum hier – mitleidheischende Bettelarmut da.
Gegenfrage: „Deutschland diskutiert: Sind Milliardäre wirklich so reich?“ Jetzt mal nur nicht gleich in die Neidfalle tappen. Kommt doch auf den Standpunkt an, oder? Sollte sich mithilfe der Bildzeitung ein Doppelkonsens ausdiskutieren lassen, der besagt, Milliardäre seine nur so lala ein wenig ziemlich reich, aber Hartz-IV-Empfänger nun halt sahelzonenvergleichsmäßig schon noch ganz schön im grünen Bereich, dann könnten die Empfänger den Milliardären vielleicht ein kleinwenig Geldes abgeben, damit die Gesamtbilanz wieder stimmt. Deutlicher stolzer Reichtum hier – mitleidheischende Bettelarmut da.
Schweinegrippchen
16.12.09 –
Hamburger Abendblatt 14. August 2003:
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
Massimo Tartaglia ...
14.12.09 –
...hat Berlusconi einen Mailänder Miniaturdom ins
Gesicht geschmissen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/206/497510/text/
Grazias, Massimo. Sie sind Katholik? Dann haben Sie ja jetzt Ihrem Herrgott gezeigt, was er mit dem echten Dom tun könnte, wenn er ein Herz hätte für Italien.
http://www.sueddeutsche.de/politik/206/497510/text/
Grazias, Massimo. Sie sind Katholik? Dann haben Sie ja jetzt Ihrem Herrgott gezeigt, was er mit dem echten Dom tun könnte, wenn er ein Herz hätte für Italien.
Warum nur?
14.12.09 –
Aussenpolitik ist für mein kleines Köpfchen offenbar
eine zu große Denkaufgabe. Verstehen Sie, warum die
USA in den Irak einmarschiert sind, wenn es dabei
offensichtlich nicht um Öl ging? Lesen Sie
das:
http://www.wadinet.de/blog/?p=2385
Das ist alles sehr undurchschaubar. Bleiben eigentlich nur noch Motive der privaten Bereicherung bei Bush/Cheney/Rumsfeld e.a. Ich würde mich nicht wundern, wenn morgen die USA die Dänemark befreien. Massenvernichtungswaffen kann man sich ja nicht nur in der Wüste halluzinieren. Und um an den Kriegsfolgen zu verdienen, spielt es auch keine Rolle, wo alles zu Klump gebombt wird. Hauptsache der Gegner ist hinreichend wehrlos. Sonst kommen mit den Bau-, Lösch- und Bewachungsaufträgen auch zu viele Särge heim.
http://www.wadinet.de/blog/?p=2385
Das ist alles sehr undurchschaubar. Bleiben eigentlich nur noch Motive der privaten Bereicherung bei Bush/Cheney/Rumsfeld e.a. Ich würde mich nicht wundern, wenn morgen die USA die Dänemark befreien. Massenvernichtungswaffen kann man sich ja nicht nur in der Wüste halluzinieren. Und um an den Kriegsfolgen zu verdienen, spielt es auch keine Rolle, wo alles zu Klump gebombt wird. Hauptsache der Gegner ist hinreichend wehrlos. Sonst kommen mit den Bau-, Lösch- und Bewachungsaufträgen auch zu viele Särge heim.
Committee to Protect Journalists
10.12.09 –
In der Telepolis lese ich
(http://www.heise.de/tp/blogs/6/146718), immer mehr
freie Journalisten weltweit werden inhaftiert, vor
allem Blogger. Glücklicherweise gibt es ein Committee
to Protect Journalists (CPJ), dessen Chef etwas
konstatiert:
CPJ-Chef Joel Simon konstatiert eine neue Gefährdungslage, die auf viele Freelancer aktuell zutreffe:
"Der Aufsteig des Online-Journalismus hat zwar die Tür für eine neue Generation von Reporten aufgestoßen, aber er bedeutet auch, dass sie Gefahren mehr ausgesetzt sind.“
Wenn Sie dann wieder freigelassen werden, schreiben die Verhafteten vermutlich sowas in Ihre investigativen Blogs:
Ich bin einer aus der neuen Generation von Reporten, denen der Online-Journalismus die Tür aufgestossen hat. Schreibe als Freelancer Blog. Nach meinem Aufsteig las mich Geheimpolizei. Plötzlich traf diese Gefährdungslage, von mir gleich konstatiert, auf mich zu, klingelte an der Tür und führte mich ab …
Das würde ich als chinesischer Apparatschik auch nicht wollen, dass ein Blogger meine geheimsten politischen Pläne aufdeckt und dann in so einer verhunzten Sprache publiziert. Gleichwohl ein Tipp an die „Machthaber“ in aller Welt: Es ist viel billiger ein Lektorat zu bezahlen, als ein Gefängnis. Holen Sie ein Angebot ein beim Dr. Vogl.
CPJ-Chef Joel Simon konstatiert eine neue Gefährdungslage, die auf viele Freelancer aktuell zutreffe:
"Der Aufsteig des Online-Journalismus hat zwar die Tür für eine neue Generation von Reporten aufgestoßen, aber er bedeutet auch, dass sie Gefahren mehr ausgesetzt sind.“
Wenn Sie dann wieder freigelassen werden, schreiben die Verhafteten vermutlich sowas in Ihre investigativen Blogs:
Ich bin einer aus der neuen Generation von Reporten, denen der Online-Journalismus die Tür aufgestossen hat. Schreibe als Freelancer Blog. Nach meinem Aufsteig las mich Geheimpolizei. Plötzlich traf diese Gefährdungslage, von mir gleich konstatiert, auf mich zu, klingelte an der Tür und führte mich ab …
Das würde ich als chinesischer Apparatschik auch nicht wollen, dass ein Blogger meine geheimsten politischen Pläne aufdeckt und dann in so einer verhunzten Sprache publiziert. Gleichwohl ein Tipp an die „Machthaber“ in aller Welt: Es ist viel billiger ein Lektorat zu bezahlen, als ein Gefängnis. Holen Sie ein Angebot ein beim Dr. Vogl.
Mantra
08.12.09 –
Der Kapitalismus hat ein Mantra. Es existiert in
vielen Varianten, die alle so enden: „… muss sich
lohnen.“ Was anstelle der drei Pünktchen steht, ist
gleichgültig. Das Mantra gilt immer. Man könnte auch
sagen, alles hat einen Zweck im Kapitalismus. Und
zwar alles denselben. So spannend, bunt und
individuell ist der freie Markt. Von der Wohnung,
über die Frühstückssemmel, die Arbeit, das Buch am
Abend bis zu Freizeitaktivitäten und
Intimbeziehungen. Lohnen muss es sich. Wofür die
Dinge früher einmal da waren, Semmeln, die gut
schmecken und dabei satt machen, Wohnungen, die
Lebensraum und Wärme schenken – alle diese Zwecke
sind dem Mantra untergeordnet. Sie werden zu
Nebensachen. Lohnt sich die Semmel nicht, wird sie
nicht hergestellt. Das Zweckmäßige fällt halt so
nebenher ab, beim Profit machen. Oder auch nicht. Wie
schwachsinnig dieses Monozweckwesen ist, wird aufs
Grellste deutlich in der Headline „Klimaschutz muss
sich lohnen“. Welche Zwecke verfolgte gleich wieder
der Klimaschutz? Ach ja, das Ansteigen der Meere
sollte verhindert werden, das Ozonloch auch und
überhaupt die komplette Verwüstung großer Landstriche
in den wärmeren Ländern. Wenn eine Katastrophe
abgewehrt werden muss, kann da der Profit bitte
einmal ganz kurz schweigen? Nur so kurz, bis in dem
ein oder anderen Journalistengehirn sich vielleicht
aus der Stille die Frage erhebt: Wer muss den
Klimaschutz bezahlen? Eventuell die, die von der
Verursachung der Katastrophe zwei Jahrhunderte lang
profitiert haben?
Lambsdorff †
07.12.09 –
Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen. Aber
vielleicht die Wahrheit? „Krücke“, wie der Lambsdorff
in einem Cartoon der Titanic früher hieß, hat in der
Flick-Affäre echte Freundschaft bewiesen und den
Rüstungsmilliardär durch sein geschwächtes
Erinnerungsvermögen geschützt. Von Meineid war die
Rede und wegen Steuerhinterziehung wurde er
schließlich auch verurteilt. Aber zu was sonst ist
ein FDP-Politiker da? Nur, was steht dann in der
Zeitung? „Otto Graf Lambsdorff - Verfechter
preußischer Tugend“ (SZ) Das haben die Preussen nicht
verdient.
Wenn morgen der Kohl stirbt, heisst es wahrscheinlich auch, „der Kanzler der Einheit – ein Mann, ein Wort“. Auch Kohl hielt sein Wort ja bekanntlich dadurch, dass er keins über seine Lippen kommen ließ. Heimliche Parteispender verrät man nicht. Die industrielle „Pflege der politischen Landschaft“ (Brauchitsch, Flick) wäre sonst in Gefahr.
Wenn wenigstens was Besseres nachkommen würde. Aber der Westerwelle und die anderen Neuen bekommen ja jetzt erst richtig Zugang zu den Fleischtöpfen Ägyptens. Und sie werden es sich schmecken lassen. Jetzt, wo sie wissen, dass das den Nachruhm eher fördert als behindert. Lambsdorffs preussische Tugend, was für ein schleimiger Schwachsinn.
Wenn morgen der Kohl stirbt, heisst es wahrscheinlich auch, „der Kanzler der Einheit – ein Mann, ein Wort“. Auch Kohl hielt sein Wort ja bekanntlich dadurch, dass er keins über seine Lippen kommen ließ. Heimliche Parteispender verrät man nicht. Die industrielle „Pflege der politischen Landschaft“ (Brauchitsch, Flick) wäre sonst in Gefahr.
Wenn wenigstens was Besseres nachkommen würde. Aber der Westerwelle und die anderen Neuen bekommen ja jetzt erst richtig Zugang zu den Fleischtöpfen Ägyptens. Und sie werden es sich schmecken lassen. Jetzt, wo sie wissen, dass das den Nachruhm eher fördert als behindert. Lambsdorffs preussische Tugend, was für ein schleimiger Schwachsinn.
Tanz ums Minarett
30.11.09 –
Viele Schweizer mögen keine neuen Minarette mehr in
der Schweiz sehen. Da kommt man schon ins Grübeln:
Warum werden die eigentlich gefragt, wenn in der
Verfassung steht, Minarette können gebaut werden? Und
warum in einer so völlig abwegigen Frage? Und das
einzige, was dann diskutiert wird, sind mögliche
Auswirkungen auf die Marke „Schweiz“. Das könnten
sich natürlich andere, ähnlich unappetitliche
Markenländer wie die Dänemark bsplsw. zunutze machen:
„Dänemark. Die tolerante Schlickschäre der
Minarette“. So tolerant sind die garnicht? Na, dann
gibt es hoffentlich auch keine Volksabstimmung. Ich
bin mir ziemlich sicher, dass auch noch die
schlechteste Verfassung besser ist als der
Durchschnitt der Bürger in einem Land. Wozu also das
Volk fragen, wenn es um Verfassungsartikel geht? Da
hätten viele halbwegs zivilisierte Staaten über Nacht
wieder die hässlichsten Diskriminierungen in der
Verfassung stehen und die Todesstrafe sowieso.
Nochmal zur Schweiz: Gaddhafi sollte die gefangenen
Schweizer nicht massakrieren. Er sollte ein
Einfuhrverbot für Toblerone aussprechen. Das hätte
Stil, Weisheit und morgenländische Größe.
Vorsicht: Der Fortschritt ist nicht zu stoppen ...
19.11.09 –
Macnews.de schreibt
(http://www.macnews.de/news/120223.html):
"Erste Hinweise auf Mac OS X 10.7". Soso. Apple strickt am Betriebssystem weiter. Und ich dachte schon, das wars jetzt. Die finale Version. 10.6. Aber dann hat ein Macnews-Journalist in bester investigativer Manier eine Fehlermeldung analysiert, "die im Text die Referenznummer 11A47 aufweist und diese Referenz verweist auf einen spezifischen Mac OS X Build, " usw. Wahnsinn. Ich war mir so sicher, Apple würde nie wieder eine neue Betriebssystemversion veröffentlichen. Und dann das. Surprise. Der Artikel endet mit dem denkwürdigen Satz: "Eine mögliche Vorstellung des neuen Betriebssystems könnte bereits 2010 erfolgen, auch wenn die Veröffentlichung, sofern Apple den bisherigen Turnus beibehält, erst 2011 erfolgt." Da möchte ich dabei sein, wenn die Veröffentlichung 2010 erfolgt, auch wenn sie erst 2011 erfolgt. Das kann wahrscheinlich wirklich nur Apple und niemand sonst.
Online-Redakteur ist ein schwerer Beruf.
"Erste Hinweise auf Mac OS X 10.7". Soso. Apple strickt am Betriebssystem weiter. Und ich dachte schon, das wars jetzt. Die finale Version. 10.6. Aber dann hat ein Macnews-Journalist in bester investigativer Manier eine Fehlermeldung analysiert, "die im Text die Referenznummer 11A47 aufweist und diese Referenz verweist auf einen spezifischen Mac OS X Build, " usw. Wahnsinn. Ich war mir so sicher, Apple würde nie wieder eine neue Betriebssystemversion veröffentlichen. Und dann das. Surprise. Der Artikel endet mit dem denkwürdigen Satz: "Eine mögliche Vorstellung des neuen Betriebssystems könnte bereits 2010 erfolgen, auch wenn die Veröffentlichung, sofern Apple den bisherigen Turnus beibehält, erst 2011 erfolgt." Da möchte ich dabei sein, wenn die Veröffentlichung 2010 erfolgt, auch wenn sie erst 2011 erfolgt. Das kann wahrscheinlich wirklich nur Apple und niemand sonst.
Online-Redakteur ist ein schwerer Beruf.
Hängt ihn ab?
03.11.09 –
Es gibt einen Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte. Der hat entschieden, dass ein
Kruzifix im Klassenzimmer eine
Menschenrechtsverletzung darstellt. Denn: "Die
Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche
besonderen Schutz. Es sei nicht zu erkennen, wie das
Zeigen eines "Symbols, das vernünftigerweise mit dem
Katholizismus verbunden werden kann", dem für eine
demokratische Gesellschaft wesentlichen
Bildungspluralismus dienen könne." (SZ heute)
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Davor warnen die Anderen
03.11.09 –
"Grippewelle". "Rollt der
Grippe-Tsunami aus Bayern über Deutschland?". "Die
Welle hat begonnen." Das höre ich alle paar Jahre.
Das letzte Mal waren, glaube ich, Hühner schuld,
oder?
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Voll im Trend: Paradoxe Interventionen in der Politik
29.10.09 –
Langsam kommt mein Köpfchen nicht mehr mit. Was für
einen Reim soll ich mir auf diese Meldungen machen?
Ein US-Präsident, der gerade zwei Kriege führt,
erhält den Friedensnobelpreis. Ein FDP-Politiker
Niebel, der aussieht wie ein missglückter Klon von
Ronald Schill, wird Entwicklungshilfeminister,
nachdem er vorgeschlagen hatte, dieses Ressort
abzuschaffen. Ein manifest paranoider Innenminister,
der einmal 100.000 DM von einem Waffenhändler annahm,
die dann plötzlich verschwanden und nie mehr
auftauchten, woran er sich heute nicht mehr erinnern
kann, wird Finanzminister. Ist das ein neuer
historischer Trend? Fortschritt durch paradoxe
Fehlbesetzungen? Ich lehne diesen Staat ab und bin
nicht bereit mich am allgemeinen Wahnsinn der
regierenden Politbanden irgendwie zu beteiligen.
Wahrscheinlich werde ich dann bald Kanzler.
Hort des Wahnsinns?
16.10.09 –
Offenbar gibt es in Nordrheinwestfalen ein paar
Politiker, die tatsächlich etwas versuchen, was der
Mehrheit Ihrer Kollegen zu anstrengend und zu wenig
einträglich erscheint: Denken. Und zwar recht
phantasievoll und ohne jede unnötige Selbstzensur.
Das beste daran ist, dass diese Linksparteiler ihre
Ideen auch veröffentlichen. Da steht dann im
"Langwahlprogramm DIE LINKE" beispielsweise das:
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?
Verleser
21.09.09 –
Was lehrt uns das?
21.09.09 –
Die Tageszeitung schreibt heute zur Eröffnung des
weltgrößten Rudelbesäufnisses:
"Wiesenstart 2009: so gemütlich wars schon lang nicht mehr"
Die Abendzeitung heute:
"Wiesenstart 2009: Brutal wie noch nie"
Was stimmt denn nun, was folgt daraus? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? Ich denke, das trifft die Wahrheit: "Die Wiesen war noch nie so brutal gemütlich wie immer". Und daraus folgt auch immer das gleiche: Man muss ja nicht hingehen.
"Wiesenstart 2009: so gemütlich wars schon lang nicht mehr"
Die Abendzeitung heute:
"Wiesenstart 2009: Brutal wie noch nie"
Was stimmt denn nun, was folgt daraus? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? Ich denke, das trifft die Wahrheit: "Die Wiesen war noch nie so brutal gemütlich wie immer". Und daraus folgt auch immer das gleiche: Man muss ja nicht hingehen.
Der Staat, Frau Zypries und die Killerkids
15.09.09 –
In der Telepolis lese ich: "Justizministerin Zypries
hat den Eindruck, "dass die Verrohung unter
Jugendlichen seit Jahren zunimmt. Das mag vor allem
daran liegen, dass es bei vielen jungen Menschen an
einem vernünftigen Sozialverhalten fehlt." Dem
abzuhelfen, empfiehlt sie Jugendarbeit.
Man könnte also der luciden Analyse der Frau Zypris folgend davon sprechen, die Verrohung der Jugendlichen leite sich aus einer gewissen Verrohung her. Klar. Dass der Staat diesen Möchtegern-Gangstarappern aus dem Stadelheim 0 Perspektive gibt, geht in die Ursachenforschung nicht mit ein.
Wer heute nicht das Glück hat, in der schrumpfenden Mittelschicht mit einem halbwegs schlauen Köpfchen geboren zu sein, der endet mit großer Wahrscheinlichkeit als Futter für die Zeitarbeitsfirmen oder in noch würdeloseren Umständen. Er hat sein Leben am Arbeitsmarkt abzugeben, ohne auch nur soviel von dort dafür zurückzubekommen, dass er sich ein halbwegs ausreichendes Auskommen verdienen kann. Kurz: Er gehört nicht mehr dazu, er ist draussen, asozial. Er ist bereits materiell und seelisch aus dem Kreis der Menschen mit einem vernünftigen Sozialverhalten ausgeschlossen.
Er kann sich fast nichts von dem leisten, was die vernünftigen Sozialen haben und kommt nirgends rein, wo die hingehen. Alles zu teuer. Er bekommt nicht die Wohnung, die Frauen, die Bestätigung, die medizinische Versorgung, die Sicherheit, die Hoffnungen, den Spaß, den Urlaub auf Ibiza - nichts. Und Bier und Schnaps, das Lebenselixier der Prekären, mit dessen Besteuerung sich der Staat die Taschen voll macht, aus denen er dann wieder Streetworker und Antidrogenkampagnen bezahlen kann, werden auch nicht billiger.
Killerkids sind notorische Schwarzfahrer. Jetzt fragen Sie: Müssen aus Schwarzfahrern Schläger werden? Nein. Aber aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit. Das staatlich geförderte Syndrom Armut in Tateinheit mit täglichem Verarschtwerden ist sicher kein moralischer Grund dafür, sich asozial zu verhalten. Eine Ursache aber schon. Wirtschaft und Staat verhalten sich einer wachsenden Gruppe an Armen gegenüber weder vernünftig noch sozial. Und die armen Streetworker und Fussballclubs sollen´s dann wieder richten. Sozialpädagogik und Vereinswesen sind schön, aber mit Sicherheit nicht die richtige Antwort auf Ungerechtigkeit.
Man könnte also der luciden Analyse der Frau Zypris folgend davon sprechen, die Verrohung der Jugendlichen leite sich aus einer gewissen Verrohung her. Klar. Dass der Staat diesen Möchtegern-Gangstarappern aus dem Stadelheim 0 Perspektive gibt, geht in die Ursachenforschung nicht mit ein.
Wer heute nicht das Glück hat, in der schrumpfenden Mittelschicht mit einem halbwegs schlauen Köpfchen geboren zu sein, der endet mit großer Wahrscheinlichkeit als Futter für die Zeitarbeitsfirmen oder in noch würdeloseren Umständen. Er hat sein Leben am Arbeitsmarkt abzugeben, ohne auch nur soviel von dort dafür zurückzubekommen, dass er sich ein halbwegs ausreichendes Auskommen verdienen kann. Kurz: Er gehört nicht mehr dazu, er ist draussen, asozial. Er ist bereits materiell und seelisch aus dem Kreis der Menschen mit einem vernünftigen Sozialverhalten ausgeschlossen.
Er kann sich fast nichts von dem leisten, was die vernünftigen Sozialen haben und kommt nirgends rein, wo die hingehen. Alles zu teuer. Er bekommt nicht die Wohnung, die Frauen, die Bestätigung, die medizinische Versorgung, die Sicherheit, die Hoffnungen, den Spaß, den Urlaub auf Ibiza - nichts. Und Bier und Schnaps, das Lebenselixier der Prekären, mit dessen Besteuerung sich der Staat die Taschen voll macht, aus denen er dann wieder Streetworker und Antidrogenkampagnen bezahlen kann, werden auch nicht billiger.
Killerkids sind notorische Schwarzfahrer. Jetzt fragen Sie: Müssen aus Schwarzfahrern Schläger werden? Nein. Aber aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit. Das staatlich geförderte Syndrom Armut in Tateinheit mit täglichem Verarschtwerden ist sicher kein moralischer Grund dafür, sich asozial zu verhalten. Eine Ursache aber schon. Wirtschaft und Staat verhalten sich einer wachsenden Gruppe an Armen gegenüber weder vernünftig noch sozial. Und die armen Streetworker und Fussballclubs sollen´s dann wieder richten. Sozialpädagogik und Vereinswesen sind schön, aber mit Sicherheit nicht die richtige Antwort auf Ungerechtigkeit.
Mehr Testosteron?
14.09.09 –
Fünf SZ-Headlines heute:
1) Prügelattacke in Solln - Zivilcourage mit Todesfolge …
2) Junge Schläger in München - Die Tat in Solln ist kein Einzelfall. …
3) "Stumpfe Gewalt mit einem Gegenstand". Folgen einer Schlägerei in Kenia: Der Gutachter sagt gegen Ernst August von Hannover aus. …
4) Beckham rastet aus. David Beckham würgt einen Gegenspieler, …
aber dann:
5) Das Testosteron-Defizit …
Wer stimmt eigentlich die Meldungen bei der Zeitung ab? Ich meine, das Gesamtbild ergibt die Prawda, nicht die einzelne Nachricht, oder? Wenn von den Minderjährigen über die vorbildlichen Sportler bis zum alten Adel so ziemlich alle draufloswürgen und -prügeln, was die Fäuste hergeben, dann soll ich an ein Testosterondefizit glauben? Nicht in dieser Welt.
1) Prügelattacke in Solln - Zivilcourage mit Todesfolge …
2) Junge Schläger in München - Die Tat in Solln ist kein Einzelfall. …
3) "Stumpfe Gewalt mit einem Gegenstand". Folgen einer Schlägerei in Kenia: Der Gutachter sagt gegen Ernst August von Hannover aus. …
4) Beckham rastet aus. David Beckham würgt einen Gegenspieler, …
aber dann:
5) Das Testosteron-Defizit …
Wer stimmt eigentlich die Meldungen bei der Zeitung ab? Ich meine, das Gesamtbild ergibt die Prawda, nicht die einzelne Nachricht, oder? Wenn von den Minderjährigen über die vorbildlichen Sportler bis zum alten Adel so ziemlich alle draufloswürgen und -prügeln, was die Fäuste hergeben, dann soll ich an ein Testosterondefizit glauben? Nicht in dieser Welt.
Revolutiönchen verboten
03.09.09 –
Daniel Brössler schreibt heute unter dem Titel
„Lafontaine und die Linke. Der weite Weg in die
Realität" das da in die SZ:
„Als Erstes kehren die Soldaten aus Afghanistan heim. Unverzüglich, ohne umständliche Absprachen mit den Verbündeten und ohne Rücksicht auf die Bitten der Regierung in Kabul. Dann beginnen die Verhandlungen mit den Nato-Partnern. Sie müssen überzeugt werden, die Allianz aufzulösen.
Zeitgleich sind eine Menge Gesetze zu ändern. Endlich bekommen Rentner, Eltern und Arbeitslose mehr Geld. Der Spitzensteuersatz steigt auf 53 Prozent. Willkommen im roten Deutschland. Willkommen in einem Deutschland, das die Linkspartei regiert."
Ich verstehe, dass diese Vision mich erschrecken soll – ach was, so irres Zeug haben die Linken vor? Heiliges Abendland. Das darf nicht geschehen.
Dann bringt der Brössler das übliche Warum-sich-nichts-ändern-kann-Argument, also leere Kassen. Das Ganze endet mit dem Satz:
„Wer eine andere Politik will, kommt als Koalitionspartner in Frage. Wer ein anderes Land will, nicht."
Brössler,
in einem anderen Land würden Rentner, Eltern und Arbeitslose unverzüglich – ohne umständliche Absprachen mit irgendwelchen Verbündeten und ohne Rücksicht auf die Bitten der Regierung – die Vorstandsspitzen sowie die Schwer- und Schwerstreichen nebst der Politikerkaste mit dem Hals an Laternen befestigen und sich dann nehmen, was ihnen zusteht. Nato hin, Afghanistan her. Was die Linkspartei vorhat, wird Ihr Brösslersches Leben nicht einmal ansatzweise verändern. Das nur zur Entwarnung. Das Land, in dem Sie leben, wird leider noch lange dasselbe sein. Vielleicht einen Hauch sozialdemokratischer, falls nicht gar zu viele Ihre neurotischen Befürchtungen teilen.
Also ermannen Sie sich ein bisschen und heulen Sie nicht rum wegen einer angeblich nicht koalitionsfähigen Linkspartei. Im übrigen gilt, was Wiglaf Droste in einem schönen Zweizeiler so ausdrückte:
Die Linkspartei, die Linkspartei,
die geht mir rechts am Arsch vorbei.
„Als Erstes kehren die Soldaten aus Afghanistan heim. Unverzüglich, ohne umständliche Absprachen mit den Verbündeten und ohne Rücksicht auf die Bitten der Regierung in Kabul. Dann beginnen die Verhandlungen mit den Nato-Partnern. Sie müssen überzeugt werden, die Allianz aufzulösen.
Zeitgleich sind eine Menge Gesetze zu ändern. Endlich bekommen Rentner, Eltern und Arbeitslose mehr Geld. Der Spitzensteuersatz steigt auf 53 Prozent. Willkommen im roten Deutschland. Willkommen in einem Deutschland, das die Linkspartei regiert."
Ich verstehe, dass diese Vision mich erschrecken soll – ach was, so irres Zeug haben die Linken vor? Heiliges Abendland. Das darf nicht geschehen.
Dann bringt der Brössler das übliche Warum-sich-nichts-ändern-kann-Argument, also leere Kassen. Das Ganze endet mit dem Satz:
„Wer eine andere Politik will, kommt als Koalitionspartner in Frage. Wer ein anderes Land will, nicht."
Brössler,
in einem anderen Land würden Rentner, Eltern und Arbeitslose unverzüglich – ohne umständliche Absprachen mit irgendwelchen Verbündeten und ohne Rücksicht auf die Bitten der Regierung – die Vorstandsspitzen sowie die Schwer- und Schwerstreichen nebst der Politikerkaste mit dem Hals an Laternen befestigen und sich dann nehmen, was ihnen zusteht. Nato hin, Afghanistan her. Was die Linkspartei vorhat, wird Ihr Brösslersches Leben nicht einmal ansatzweise verändern. Das nur zur Entwarnung. Das Land, in dem Sie leben, wird leider noch lange dasselbe sein. Vielleicht einen Hauch sozialdemokratischer, falls nicht gar zu viele Ihre neurotischen Befürchtungen teilen.
Also ermannen Sie sich ein bisschen und heulen Sie nicht rum wegen einer angeblich nicht koalitionsfähigen Linkspartei. Im übrigen gilt, was Wiglaf Droste in einem schönen Zweizeiler so ausdrückte:
Die Linkspartei, die Linkspartei,
die geht mir rechts am Arsch vorbei.
Piëch am 22.10.2008
03.04.09 –
Fröhliche Wissenschaft
30.03.09 –
Glauben Sie nicht, was Sie lesen
18.03.09 –
und weiter geht´s...
01.03.09 –
Vorsicht Grenzwerte
05.08.08 –
Der Lektor kommt spät, aber er kommt
08.07.08 –
Alternative Treibstoffe aus Geflügel
11.06.08 –
Schäuble lädt ein
30.05.08 –
Schäuble mal wieder
23.04.08 –
Schäuble, der
permanente Verfassungsbrecher ("Ich rate jedem, mich
nicht als permanenten Verfassungsbrecher zu
verleumden"), hat schwierige Fragen in seinem Kopf,
die nach Diskussion und einer Antwort verlangen. Zum
Beispiel die:
„Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht auch nach dem Kompromiss über heimliche Online-Durchsuchungen noch Diskussionsbedarf. Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung ([Artikel 13]) das "heimliche Betreten" einer Wohnung zulasse, sagte Schäuble der Leipziger Volkszeitung.“
Kommt drauf an. Der Schäuble-Attentäter mit der Smith&Wesson hatte sich 1990 die feinsinnige Frage gewiss nicht gestellt, ob die Unverletzlichkeit des Leibes auch dann noch garantiert ist, wenn ein paar kleine spitze Gegenstände zum Zwecke der Terrorbekämpfung in ihn eingedrungen sind. Von solchen Typen muss man sich distanzieren. Ich habe mir deshalb das mit der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft und etwas länger überlegt und komme zu dem für mich privat (naja, das bin ich dann ja nicht mehr wirklich) recht befriedigenden Schluss: Wenn die Herren Geheimen die Wäsche abhängen, bügeln, die Küche aufräumen und den Windeleimer runterbringen, dann dürfen Sie sich auch gern ein Weilchen erfolglos mit meinem Rechner befassen. Aber der Kühlschrank bleibt zu, meine Herren! Beim Bier werde ich zum, nein das schreibe ich jetzt nicht, das ist ja saudumm, ich schreibe: beim Bier hört der Spaß auf, ihr permanenten Verfassungsbrecher.
http://www.heise.de/newsticker/suche/ergebnis?rm=result;words=Sch%C3%A4uble;q=sch%C3%A4uble;url=/newsticker/meldung/106874/
„Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht auch nach dem Kompromiss über heimliche Online-Durchsuchungen noch Diskussionsbedarf. Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung ([Artikel 13]) das "heimliche Betreten" einer Wohnung zulasse, sagte Schäuble der Leipziger Volkszeitung.“
Kommt drauf an. Der Schäuble-Attentäter mit der Smith&Wesson hatte sich 1990 die feinsinnige Frage gewiss nicht gestellt, ob die Unverletzlichkeit des Leibes auch dann noch garantiert ist, wenn ein paar kleine spitze Gegenstände zum Zwecke der Terrorbekämpfung in ihn eingedrungen sind. Von solchen Typen muss man sich distanzieren. Ich habe mir deshalb das mit der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft und etwas länger überlegt und komme zu dem für mich privat (naja, das bin ich dann ja nicht mehr wirklich) recht befriedigenden Schluss: Wenn die Herren Geheimen die Wäsche abhängen, bügeln, die Küche aufräumen und den Windeleimer runterbringen, dann dürfen Sie sich auch gern ein Weilchen erfolglos mit meinem Rechner befassen. Aber der Kühlschrank bleibt zu, meine Herren! Beim Bier werde ich zum, nein das schreibe ich jetzt nicht, das ist ja saudumm, ich schreibe: beim Bier hört der Spaß auf, ihr permanenten Verfassungsbrecher.
http://www.heise.de/newsticker/suche/ergebnis?rm=result;words=Sch%C3%A4uble;q=sch%C3%A4uble;url=/newsticker/meldung/106874/
Immobilienkrise erreicht Bulgarien
18.03.08 –
Diese
luxuriöse Shoppingmall im Premiumsegment mitten im
fruchtbaren Bulgarischen Kernland wird wohl nie mehr
realisiert werden. Das großzügige Areal versteppt,
der ruinierte Rohbau ächzt unter der Last geplatzter
Kredite, und es zeichnet sich bereits ab, dass auch
die Telekommunikationsbranche mit in den Abgrund
gerissen wird. So endet der Traum vom Bauboom im
blühenden Osten, noch ehe er recht begann.
Süddeutsche Zeitung
18.03.08 –
SZ am
18.03.2008: „Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann
glaubt nicht mehr an die Selbstheilungskraft der
Finanzmärkte. Die Versorgung mit Liquidität reiche
als Maßnahme nicht aus, sagte Ackermann. Die
Regierungen müssten Einfluss nehmen auf die Märkte.
Der Chef der größten deutschen Bank rief Regierungen
und Zentralbanken zu "mutigen Schritten" gegen die
Finanzmarktkrise auf.“
(http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/finanzen/artikel/492/164031/)
Ich glaube auch nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Finanzmärkte und schlage deshalb die folgenden mutigen Schritte vor:
Schritt 1: Merkel ruft bei Ackermann an, und erkundigt sich, wo die Finanzmarktkrise wohnt.
Schritt 2: Die Finanzmarktkrise wird von der Regierung und der Zentralbank aufgefordert, das Land zu verlassen.
Schritt 3: Die Finanzmarktkrise wird via BILD-Kampagne umbenannt in „die schwere Zeit der Deutschen, die wir gemeinsam meistern werden“.
Schritt 4: Renten kürzen, Hartz 5, Agenda 2030. Die fortschreitende Enteignung der Bevölkerung verschafft der Regierung die Möglichkeit, den Finanzinstituten etwas auszuhelfen und den Märkten ein paar Ladenhüter abzunehmen, vielleicht aus dem Segment Hochgeschwindigkeitszüge?
Schritt 5: Puh. Das ist ja nochmal gut gegangen. Der Sockelarbeitslose stöhnt zwar ohne Zahnersatz, hat aber noch etwas Kleidung an. Probleme gibt es nur auf den Cayman Islands: Dort kriegen Sie nämlich nicht so viel Champagner in sich rein, wie sie möchten, um den erneuten Sieg über die Menschheit zu feiern und müssen kotzen vor Glück.
(http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/finanzen/artikel/492/164031/)
Ich glaube auch nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Finanzmärkte und schlage deshalb die folgenden mutigen Schritte vor:
Schritt 1: Merkel ruft bei Ackermann an, und erkundigt sich, wo die Finanzmarktkrise wohnt.
Schritt 2: Die Finanzmarktkrise wird von der Regierung und der Zentralbank aufgefordert, das Land zu verlassen.
Schritt 3: Die Finanzmarktkrise wird via BILD-Kampagne umbenannt in „die schwere Zeit der Deutschen, die wir gemeinsam meistern werden“.
Schritt 4: Renten kürzen, Hartz 5, Agenda 2030. Die fortschreitende Enteignung der Bevölkerung verschafft der Regierung die Möglichkeit, den Finanzinstituten etwas auszuhelfen und den Märkten ein paar Ladenhüter abzunehmen, vielleicht aus dem Segment Hochgeschwindigkeitszüge?
Schritt 5: Puh. Das ist ja nochmal gut gegangen. Der Sockelarbeitslose stöhnt zwar ohne Zahnersatz, hat aber noch etwas Kleidung an. Probleme gibt es nur auf den Cayman Islands: Dort kriegen Sie nämlich nicht so viel Champagner in sich rein, wie sie möchten, um den erneuten Sieg über die Menschheit zu feiern und müssen kotzen vor Glück.
Der Zauber treffender Namen
27.02.08 –
Es ist schon
fast gespenstisch schön, den Präsidenten des
Bundesverfassungsgerichtes mit dem Namen „Dr. Papier“
bezeichnet zu lesen. Nomen = Omen: 106 Seiten hatte
das heutige Urteil, das erfreulicher Weise dem
Schäuble ein paar Reissnägel auf den Weg in den
Abgrund streut. Wäre die Welt überall in dieser
prästabilierten Harmonie eingerichtet, müsste ich
womöglich „Dr. Schreibe“, „Dr. Sorge“ oder „Doc Tor“
heissen, wer weiß.
Ausstellungen
22.02.08 –
Verehrte
Leser und Freunde der Kunst: Meiden Sie die
Ausstellung von Lothar Götter am 7. März, 19 Uhr in
seinem Atelier in der Westendstraße 76a Rgb.; gehen
Sie nicht zur Ausstellung eines Malers, der ein Pferd
so malen kann, dass sich ein Kenner der modernen
Kunst gelangweilt abwendet (wenn er es wenigstens
falsch herum aufhängen würde), Doktor Vogl aber
bescheiden näher tritt und sich beim Maler bedankt
für dieses besonders anrührende, interessante und
schöne Pferd, das nun die Welt bereichert. Sind die
Gemälde besonders gelungen, gebe ich sogar meinen
Senf schriftlich dazu. Das ist der zweite Grund,
warum Sie da nicht hingehen sollten, Sie müssten das
dann lesen.
Gehen Sie lieber zu Rupprecht Geiger ins Lenbachhaus in München. Der kann "gerundetes Blau". Heisst so und sieht auch so aus. Blau. Und rund. Verzeihung: gerundet. Von Hand? Vermutlich. Er kann übrigens auch rot.

Gehen Sie lieber zu Rupprecht Geiger ins Lenbachhaus in München. Der kann "gerundetes Blau". Heisst so und sieht auch so aus. Blau. Und rund. Verzeihung: gerundet. Von Hand? Vermutlich. Er kann übrigens auch rot.

Eigentum verpflichtet
18.12.07 –
Heute warne
ich Sie vor verwirrten Journalisten. Am 13.12.07
schrieb Thorsten Denkler aus Berlin in der
Süddeutschen Zeitung (URL:
/wirtschaft/artikel/421/148071/) die Worte: "Eigentum
verpflichtet. Ein guter Satz - von der Wirklichkeit
überholt.“
Warum? Darum:
„Das Grundgesetz stammt noch aus einer Zeit, als der Unternehmer in der Regel alleiniger Besitzer seiner Produktionsstätten war… Die Botschaft lautete im Zweifel: Gewinne lieber ins Unternehmen stecken, als in die eigene Tasche wirtschaften… Diese Zeiten sind vorbei: Heute bestimmen börsennotierte Aktienunternehmen das Wirtschaftsgeschehen. Den Besitzer als Person gibt es nicht mehr.“
Herr Journalist Denkler in Berlin, ich will mich nicht mit Argumenten aufhalten, die Sie gewiss nicht verstehen wollen und die mir so sehr einleuchten, dass es mich fast schon wieder langweilen müsste, sie Ihnen her zu buchstabieren. Aber ich helfe Ihnen auf kürzerem Wege weiter: Sie finden unten eine Liste von Namen, die sie zur Klärung des von Ihnen behaupteten Sachverhalts bitte – Journalisten können sowas – anrufen. Stellen Sie den Damen und Herren dann drei investigative Fragen:
1) Gibt es Sie als Person noch?
2) Wenn ja, würden Sie auch bejahen, dass sie das Wirtschaftsgeschehen mit bestimmen?
3) Dient das möglicherweise dem Ziel, dabei erwirtschaftete Gewinne in Ihrer Tasche anzusammeln?
Das sind Ihre Informanten (ich nenne nur deutsche, damit Sie nicht zu lange telefonieren müssen. Die Ziffer hinter dem Namen gibt das von Forbes geschätzte Vermögen in Milliarden US$ an):
Karl Albrecht 20,0 Aldi Süd
Theo Albrecht 17,5 Aldi Nord
Michael Otto & Familie 13,3 Otto-Versand
Adolf Merckle 12,8 Ratiopharm
Susanne Klatten 9,6 BMW, Altana
Reinhold Würth 9,0 Würth-Gruppe
Maria-Elisabeth Schaeffler u. Sohn Georg F. W. Schaeffler 8,7 Schaeffler KG
August von Finck junior 8,4 Investition
Stefan Quandt 7,6 BMW
Johanna Quandt 6,7 BMW
Curt Engelhorn 6,4 Boehringer Mannheim
Hasso Plattner 6,0 SAP
Erivan Haub & Familie 6,0 Tengelmann-Gruppe
Klaus-Michael Kühne 5,9 Kühne + Nagel
Karl-Heinz Kipp 5,7 Textilhandel Massa-Kipp
Madeleine Schickedanz 5,5 Arcandor
Otto Beisheim 4,5 Metro
Hubert Burda 4,3 Hubert Burda Media
Reiner & Michael Schmidt-Ruthenbeck 4,3 Metro
Wolfgang Herz 4,0 Tchibo Holding AG
Michael Herz 4,0 Tchibo Holding AG
Andreas Strüngmann 4,0 Hexal
Thomas Strüngmann 4,0 Hexal
Anton Schlecker 3,8 Schlecker
Reinhard Mohn & Familie 3,5 Bertelsmann
Friede Springer 3,2 Axel Springer AG
Stefan Schörghuber 3,0 Schörghuber Unternehmensgruppe
Otto Happel 3,0 GEA Group
Klaus Tschira 3,0 SAP
Axel Oberwelland 2,6 August Storck KG
Hugo Mann & Familie 2,6 Wertkauf
Heinz Bauer 2,6 Bauer Verlagsgruppe
Heinz-Horst Deichmann 2,6 Deichmann Schuhe
Joachim Herz 2,5 Tchibo Holding AG
Hermann Schnabel 2,4 Helm AG
Günter Herz 2,3 Tchibo Holding AG
Daniela Herz 2,2 Tchibo Holding AG
Eugen Viehof & Familie 2,1 Allkauf-Gruppe
Albert Prinz von Thurn und Taxis 2,0 Thurn und Taxis
Andreas von Bechtolsheim 1,9 Sun Microsystems
Sylvia Ströher 1,9 Wella
Hans-Werner Hector 1,9 SAP
Ingeburg Herz 1,8 Tchibo Holding AG
Rolf Gerling 1,7 Gerling
Dieter Schnabel 1,6 Helm AG
Martin Viessmann 1,5 Viessmann
Paul Riegel 1,5 Haribo
Hans Riegel 1,5 Haribo
Peter Unger 1,3 Auto Teile Unger
Anneliese Brost 1,3 WAZ-Mediengruppe
Dietmar Hopp 1,2 SAP
Georg-Dieter von Holtzbrinck 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Stefan von Holtzbrinck 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Monika Schoeller 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Friedhelm Loh 1,0 Friedhelm Loh Group
Warum? Darum:
„Das Grundgesetz stammt noch aus einer Zeit, als der Unternehmer in der Regel alleiniger Besitzer seiner Produktionsstätten war… Die Botschaft lautete im Zweifel: Gewinne lieber ins Unternehmen stecken, als in die eigene Tasche wirtschaften… Diese Zeiten sind vorbei: Heute bestimmen börsennotierte Aktienunternehmen das Wirtschaftsgeschehen. Den Besitzer als Person gibt es nicht mehr.“
Herr Journalist Denkler in Berlin, ich will mich nicht mit Argumenten aufhalten, die Sie gewiss nicht verstehen wollen und die mir so sehr einleuchten, dass es mich fast schon wieder langweilen müsste, sie Ihnen her zu buchstabieren. Aber ich helfe Ihnen auf kürzerem Wege weiter: Sie finden unten eine Liste von Namen, die sie zur Klärung des von Ihnen behaupteten Sachverhalts bitte – Journalisten können sowas – anrufen. Stellen Sie den Damen und Herren dann drei investigative Fragen:
1) Gibt es Sie als Person noch?
2) Wenn ja, würden Sie auch bejahen, dass sie das Wirtschaftsgeschehen mit bestimmen?
3) Dient das möglicherweise dem Ziel, dabei erwirtschaftete Gewinne in Ihrer Tasche anzusammeln?
Das sind Ihre Informanten (ich nenne nur deutsche, damit Sie nicht zu lange telefonieren müssen. Die Ziffer hinter dem Namen gibt das von Forbes geschätzte Vermögen in Milliarden US$ an):
Karl Albrecht 20,0 Aldi Süd
Theo Albrecht 17,5 Aldi Nord
Michael Otto & Familie 13,3 Otto-Versand
Adolf Merckle 12,8 Ratiopharm
Susanne Klatten 9,6 BMW, Altana
Reinhold Würth 9,0 Würth-Gruppe
Maria-Elisabeth Schaeffler u. Sohn Georg F. W. Schaeffler 8,7 Schaeffler KG
August von Finck junior 8,4 Investition
Stefan Quandt 7,6 BMW
Johanna Quandt 6,7 BMW
Curt Engelhorn 6,4 Boehringer Mannheim
Hasso Plattner 6,0 SAP
Erivan Haub & Familie 6,0 Tengelmann-Gruppe
Klaus-Michael Kühne 5,9 Kühne + Nagel
Karl-Heinz Kipp 5,7 Textilhandel Massa-Kipp
Madeleine Schickedanz 5,5 Arcandor
Otto Beisheim 4,5 Metro
Hubert Burda 4,3 Hubert Burda Media
Reiner & Michael Schmidt-Ruthenbeck 4,3 Metro
Wolfgang Herz 4,0 Tchibo Holding AG
Michael Herz 4,0 Tchibo Holding AG
Andreas Strüngmann 4,0 Hexal
Thomas Strüngmann 4,0 Hexal
Anton Schlecker 3,8 Schlecker
Reinhard Mohn & Familie 3,5 Bertelsmann
Friede Springer 3,2 Axel Springer AG
Stefan Schörghuber 3,0 Schörghuber Unternehmensgruppe
Otto Happel 3,0 GEA Group
Klaus Tschira 3,0 SAP
Axel Oberwelland 2,6 August Storck KG
Hugo Mann & Familie 2,6 Wertkauf
Heinz Bauer 2,6 Bauer Verlagsgruppe
Heinz-Horst Deichmann 2,6 Deichmann Schuhe
Joachim Herz 2,5 Tchibo Holding AG
Hermann Schnabel 2,4 Helm AG
Günter Herz 2,3 Tchibo Holding AG
Daniela Herz 2,2 Tchibo Holding AG
Eugen Viehof & Familie 2,1 Allkauf-Gruppe
Albert Prinz von Thurn und Taxis 2,0 Thurn und Taxis
Andreas von Bechtolsheim 1,9 Sun Microsystems
Sylvia Ströher 1,9 Wella
Hans-Werner Hector 1,9 SAP
Ingeburg Herz 1,8 Tchibo Holding AG
Rolf Gerling 1,7 Gerling
Dieter Schnabel 1,6 Helm AG
Martin Viessmann 1,5 Viessmann
Paul Riegel 1,5 Haribo
Hans Riegel 1,5 Haribo
Peter Unger 1,3 Auto Teile Unger
Anneliese Brost 1,3 WAZ-Mediengruppe
Dietmar Hopp 1,2 SAP
Georg-Dieter von Holtzbrinck 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Stefan von Holtzbrinck 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Monika Schoeller 1,1 Verlagsgruppe Holtzbrinck
Friedhelm Loh 1,0 Friedhelm Loh Group
Auch gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten
03.12.07 –
Abendzeitung
011207.
Verehrte Freunde der Nachrichtensicherheit. Die Gefahren des Presswesens sind uns bekannt.
Wir werden von dummen Journalisten desinformiert, von „im allgemeinen gut unterrichteten Kreisen“ propagandistisch auf Linie gebracht und von schmierigen Werbemännern in die Marketingfalle gelockt. Kurz: Zeitungslektüre ist ein Spaziergang in einem Minenfeld.
Manchmal wird offen gehetzt („Ostspione immer gemeiner“ Bild), manchmal gelogen („Außenminister Fischer“, passim; die Wahrheit wäre gewesen: der Laienaußenministerdarsteller Fischer), und nur selten darf ein Journalist die Wahrheit wagen und so eine Headline drucken lassen (Abendzeitung 01.12.07):
„Pianist Clayderman kauft ein Klavier.“
Ginge es nach mir, wäre diese Nachricht schon bald so unsterblich wie die berühmte „Ballade pour Adeline“ des genannten Klaviervirtuosen. In der schönen Zeile „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ zeigt sich der Journalismus von seiner sympathischsten Seite. Sie spricht nichts als die Wahrheit aus, eine plausible, mit größter Sicherheit irgendwann auch einmal stattgehabte kleine Begebenheit von einem gewissen nicht zu schrillen allgemeinen Interesse, die sich nicht durch vorlauten Paperazzismus („Skandalpianist Clayderman kauft Pariser Edelnutte einen Steinway“) hervortun will und auch nicht durch unnötige investigative Verrätselung Aufmerksamkeit schinden möchte („Klavier weg – war es Clayderman?“). Und sogar die nackte Lüge – nur weil die Meldung so schön wäre – bleibt uns erspart („Außenminister Clayderman“).
Statt dessen treffen sich auf der Stufenleiter seriösen Nachrichtenwesens in der beispielhaft logischen, sogar sicherheitshalber tautologischen Meldung „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ die Linien des Informationsgehaltes und des Unterhaltungswertes in einem gemeinsamen Punkt. Dem Nullpunkt.
Ein nachahmenswertes Vorbild für hoffentlich noch viele ungefährliche und wahrheitsgemäße Meldungen wie „Bäcker backt Brezel“, „Schumacher fährt Rennauto“, „Doktor Vogl warnt“ oder „Joschka Fischer nervt“.
Verehrte Freunde der Nachrichtensicherheit. Die Gefahren des Presswesens sind uns bekannt.
Wir werden von dummen Journalisten desinformiert, von „im allgemeinen gut unterrichteten Kreisen“ propagandistisch auf Linie gebracht und von schmierigen Werbemännern in die Marketingfalle gelockt. Kurz: Zeitungslektüre ist ein Spaziergang in einem Minenfeld.
Manchmal wird offen gehetzt („Ostspione immer gemeiner“ Bild), manchmal gelogen („Außenminister Fischer“, passim; die Wahrheit wäre gewesen: der Laienaußenministerdarsteller Fischer), und nur selten darf ein Journalist die Wahrheit wagen und so eine Headline drucken lassen (Abendzeitung 01.12.07):
„Pianist Clayderman kauft ein Klavier.“
Ginge es nach mir, wäre diese Nachricht schon bald so unsterblich wie die berühmte „Ballade pour Adeline“ des genannten Klaviervirtuosen. In der schönen Zeile „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ zeigt sich der Journalismus von seiner sympathischsten Seite. Sie spricht nichts als die Wahrheit aus, eine plausible, mit größter Sicherheit irgendwann auch einmal stattgehabte kleine Begebenheit von einem gewissen nicht zu schrillen allgemeinen Interesse, die sich nicht durch vorlauten Paperazzismus („Skandalpianist Clayderman kauft Pariser Edelnutte einen Steinway“) hervortun will und auch nicht durch unnötige investigative Verrätselung Aufmerksamkeit schinden möchte („Klavier weg – war es Clayderman?“). Und sogar die nackte Lüge – nur weil die Meldung so schön wäre – bleibt uns erspart („Außenminister Clayderman“).
Statt dessen treffen sich auf der Stufenleiter seriösen Nachrichtenwesens in der beispielhaft logischen, sogar sicherheitshalber tautologischen Meldung „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ die Linien des Informationsgehaltes und des Unterhaltungswertes in einem gemeinsamen Punkt. Dem Nullpunkt.
Ein nachahmenswertes Vorbild für hoffentlich noch viele ungefährliche und wahrheitsgemäße Meldungen wie „Bäcker backt Brezel“, „Schumacher fährt Rennauto“, „Doktor Vogl warnt“ oder „Joschka Fischer nervt“.
Straubinger Tagblatt
31.10.07 –
Straubinger
Tagblatt 31.10.07
„Straubing. Der evangelische Reformationstag und das katholische Allerheiligen prallen am 31. Oktober auf Halloween. … Das heftig beworbene Halloween, das besonders bei Kindern und Jugendlichen auf Resonanz stößt, empfindet Dekan Georg Birner als "eine gewisse Konkurrenz zu Allerheiligen"; und auch Pfarrerin Elke von Winning warnt vor der Gefahr, dass traditionelle christliche Feste ausgehöhlt werden könnten. Dekan Georg Birner rät zu Nachdenklichkeit… „
(http://www.idowa.de/straubinger-tagblatt/nachricht/nachricht/nac/2262062/red/99.htm)
Diese kleine Nachricht prallte am 31. Oktober auf meine Ganglien und ich versank sofort in tiefer, lang anhaltender Nachdenklichkeit. Wovor will mich Dekan Georg Birner warnen? Vor einer gewissen Konkurrenz zwischen Allerheiligen und Halloween? Wie war das noch?
Na klar. Früher, da sind wir als Jugendliche immer mit diesen wilden Masken als Hesychius von Carteia oder als der besonders erschreckliche Trophimus von Arles, einige Male auch ausgesprochen blutrünstig verkleidet als der Märtyrer Methodius Dominik Trčka von Haus zu Haus gezogen, haben Messwein und Bargeld erpresst und den kleinen Kindern Angst eingejagt. Das waren noch Zeiten. Später dann, Allerheiligen war längst die Abschleppparty Nr. 1, traf sich Alles, was trinken kann, beim Allerheiligen-Rave in den Optimolwerken, nach dem achtzehnten Erbeerlimes rissen wir uns den quietschbunten Allerheiligen-Horrorfummel vom Leib und grölten im Chor „Who the F* is Mutter Theresa?“. Stimmung pur. Aber jetzt? Statt Allerheiligen bloß noch Halloween, Feierverbot in Bayern und Baden-Württemberg und zur Buße eklige Kürbissuppe. Wer hat uns genau davor gewarnt? Richtig. Dekan Georg Birner im Straubinger Tagblatt.
„Straubing. Der evangelische Reformationstag und das katholische Allerheiligen prallen am 31. Oktober auf Halloween. … Das heftig beworbene Halloween, das besonders bei Kindern und Jugendlichen auf Resonanz stößt, empfindet Dekan Georg Birner als "eine gewisse Konkurrenz zu Allerheiligen"; und auch Pfarrerin Elke von Winning warnt vor der Gefahr, dass traditionelle christliche Feste ausgehöhlt werden könnten. Dekan Georg Birner rät zu Nachdenklichkeit… „
(http://www.idowa.de/straubinger-tagblatt/nachricht/nachricht/nac/2262062/red/99.htm)
Diese kleine Nachricht prallte am 31. Oktober auf meine Ganglien und ich versank sofort in tiefer, lang anhaltender Nachdenklichkeit. Wovor will mich Dekan Georg Birner warnen? Vor einer gewissen Konkurrenz zwischen Allerheiligen und Halloween? Wie war das noch?
Na klar. Früher, da sind wir als Jugendliche immer mit diesen wilden Masken als Hesychius von Carteia oder als der besonders erschreckliche Trophimus von Arles, einige Male auch ausgesprochen blutrünstig verkleidet als der Märtyrer Methodius Dominik Trčka von Haus zu Haus gezogen, haben Messwein und Bargeld erpresst und den kleinen Kindern Angst eingejagt. Das waren noch Zeiten. Später dann, Allerheiligen war längst die Abschleppparty Nr. 1, traf sich Alles, was trinken kann, beim Allerheiligen-Rave in den Optimolwerken, nach dem achtzehnten Erbeerlimes rissen wir uns den quietschbunten Allerheiligen-Horrorfummel vom Leib und grölten im Chor „Who the F* is Mutter Theresa?“. Stimmung pur. Aber jetzt? Statt Allerheiligen bloß noch Halloween, Feierverbot in Bayern und Baden-Württemberg und zur Buße eklige Kürbissuppe. Wer hat uns genau davor gewarnt? Richtig. Dekan Georg Birner im Straubinger Tagblatt.
Der Alb Bote
30.10.07 –
Der Alb Bote
warnte am 24.10. mit dieser Meldung:
„St. Blasien - In St. Blasien startet am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, eine neue Vortragsreihe zum Thema "Kraft der Kristalle". Verantwortlich dafür ist Bernd Ruderisch mit seinem "Studio b" an der Hauptstraße. In mehreren Abenden soll das breite Feld der Steinheilkunde in thematisch orientierten Einzelvorträgen nahe gebracht werden.“
(http://www.albbote.de/lokales/st_blasien/art2411,3996530)
Gute Arbeit, Kollegen. Die Gefahr erkannt, den Verantwortlichen ermittelt und umgehend publiziert: Der Ruderisch mit seinem damischen Studio an der Hauptstraße war´s. Wer sonst in St. Blasien? Dabei weiss doch jedes Kind, weshalb Steine keine Heilkunde brauchen: Sie werden einfach nicht krank. Da hilft es auch nicht, Einzelvorträge thematisch zu orientieren. Das ist eben so. Die Schusser leben halt nicht. Ich bitte meine Leser, diesen Hinweis der geschätzten Warner des Alb Boten gebührend zu berücksichtigen.
„St. Blasien - In St. Blasien startet am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, eine neue Vortragsreihe zum Thema "Kraft der Kristalle". Verantwortlich dafür ist Bernd Ruderisch mit seinem "Studio b" an der Hauptstraße. In mehreren Abenden soll das breite Feld der Steinheilkunde in thematisch orientierten Einzelvorträgen nahe gebracht werden.“
(http://www.albbote.de/lokales/st_blasien/art2411,3996530)
Gute Arbeit, Kollegen. Die Gefahr erkannt, den Verantwortlichen ermittelt und umgehend publiziert: Der Ruderisch mit seinem damischen Studio an der Hauptstraße war´s. Wer sonst in St. Blasien? Dabei weiss doch jedes Kind, weshalb Steine keine Heilkunde brauchen: Sie werden einfach nicht krank. Da hilft es auch nicht, Einzelvorträge thematisch zu orientieren. Das ist eben so. Die Schusser leben halt nicht. Ich bitte meine Leser, diesen Hinweis der geschätzten Warner des Alb Boten gebührend zu berücksichtigen.



