Sicherheitshalber mal eine Pause einlegen
19.09.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Wird Ihnen manchmal die Zeit lang? So dass sie sich
denken, „ach mei, alles öd, alles fad, mal schaun,
seufz, was die andern so in ihre Blogs reinschreiben,
hm....“ Dann passen Sie jetzt gut auf. Ich lese:
„Lange Weile, die der Mensch hat, kann das Leben
nicht bloß verbittern, sondern auch verkürzen. Denn
lange Weile erzeugt Mißbehagen, Gähnen, Trägheit und
Mattigkeit. Dadurch wird der freie Durchgang des
Bluts durch die Lungen gehindert, die Kraft des
Herzens und der Gefäße geschwächt. Findet die lange
Weile nur selten statt, ist sie bald vorübergehend,
z. B. in einer Kaffee- oder Theegesellschaft, und
wird man wieder fröhlich, sobald man frei und nach
Gefallen athmen kann, so ist ihre Wirkung auch nicht
so nachtheilig. Kommt sie aber oft und hält sie lange
an, so sind gewöhnlich Congestionen, Stockungen des
Bluts, Schwermuth und Hypochondrie die Folgen davon.
Eine bestimmte Berufsarbeit schützt am besten gegen
dieses Übel.“
Alles richtig, bis auf den letzten Satz. Sogar die aufregende Arbeit des Warnens wird irgendwann ein wenig fad und kann eine Pause gut vertragen.
Nachdem ich nun ein ganzes Weilchen den das Internet nutzenden Teil der Menschheit mit unentbehrlichen Hinweisen für eine gefahrlose Lebensführung unterrichtet habe, werde ich fürs Erste ein wenig die Beine ausstrecken, ein Bier einschenken, die Augen schließen und allerlei angenehmen Dingen nachsinnen, die der gähnenden Muße so sicher hinterhertrippeln, wie der bunte Schweif dem blauen Pfau. Fürs Zweite: Ich komme wieder. Bis dahin empfehle ich den Ängstlicheren unter meinen Leserinnen und Lesern das schöne Konservationslexikon (nein, ich habe mich nicht verschrieben, wer dagegen ein Konversationslexikon wünscht, möge im Meyers oder Brockhaus nachschlagen), 1834 erschienen im Verlag J. Scheible, Leipzig und Stuttgart, das den bezaubernden Titel trägt:
„Conservationslexikon für alle Stände.
Eine Encyklopädie der vorzüglichsten Lehren, Vorschriften und Mittel zur Erhaltung des Lebens und der Gesundheit der Menschen und der nutzbaren Thiere, sowie zur Conservirung aller für die Bedürfnisse, die Bequemlichkeit und das Vergnügen der Menschen bestimmten Einrichtungen, Produkte und Waaren.
Von mehreren Gelehrten ausgearbeitet.“
Es kann z. B. hier erworben werden:
http://www.zvab.com
Alles richtig, bis auf den letzten Satz. Sogar die aufregende Arbeit des Warnens wird irgendwann ein wenig fad und kann eine Pause gut vertragen.
Nachdem ich nun ein ganzes Weilchen den das Internet nutzenden Teil der Menschheit mit unentbehrlichen Hinweisen für eine gefahrlose Lebensführung unterrichtet habe, werde ich fürs Erste ein wenig die Beine ausstrecken, ein Bier einschenken, die Augen schließen und allerlei angenehmen Dingen nachsinnen, die der gähnenden Muße so sicher hinterhertrippeln, wie der bunte Schweif dem blauen Pfau. Fürs Zweite: Ich komme wieder. Bis dahin empfehle ich den Ängstlicheren unter meinen Leserinnen und Lesern das schöne Konservationslexikon (nein, ich habe mich nicht verschrieben, wer dagegen ein Konversationslexikon wünscht, möge im Meyers oder Brockhaus nachschlagen), 1834 erschienen im Verlag J. Scheible, Leipzig und Stuttgart, das den bezaubernden Titel trägt:
„Conservationslexikon für alle Stände.
Eine Encyklopädie der vorzüglichsten Lehren, Vorschriften und Mittel zur Erhaltung des Lebens und der Gesundheit der Menschen und der nutzbaren Thiere, sowie zur Conservirung aller für die Bedürfnisse, die Bequemlichkeit und das Vergnügen der Menschen bestimmten Einrichtungen, Produkte und Waaren.
Von mehreren Gelehrten ausgearbeitet.“
Es kann z. B. hier erworben werden:
http://www.zvab.com
|



