Hort des Wahnsinns?
16.10.09 – warnt vor:Nachrichten
Offenbar gibt es in Nordrheinwestfalen ein paar
Politiker, die tatsächlich etwas versuchen, was der
Mehrheit Ihrer Kollegen zu anstrengend und zu wenig
einträglich erscheint: Denken. Und zwar recht
phantasievoll und ohne jede unnötige Selbstzensur.
Das beste daran ist, dass diese Linksparteiler ihre
Ideen auch veröffentlichen. Da steht dann im
"Langwahlprogramm DIE LINKE" beispielsweise das:
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?
"Für dezentrale und kommunale Energieversorgungsstrukturen: die Energiekonzerne – in NRW RWE und E.ON - müssen vergesellschaftet werden, ihre Netze gehören in öffentliches und demokratisch kontrolliertes Eigentum"
und das:
"Die derzeitige Kriminalisierung von Rauschmittel konsumierenden Menschen schafft durch die Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme, als sie vorgibt zu lösen."
und auch sowas:
"[Die Linke ist für] die Abschaffung des Religionsunterrichts und die Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes"
Diese Gedanken sind nicht neu, aber es ist erfrischend zu sehen, dass eine Partei sie formuliert, die sogar eine kleine, wachsende Basis hat.
Dazu die Süddeutsche: "Seit die Linke vergangene Woche ihre Thesen vorgestellt hat, die auf dem Parteitag im November zur Abstimmung stehen, herrscht parteiübergreifend Entsetzen. 54 Seiten umfasst der Entwurf, wie üblich aber konzentriert sich die Debatte auf ein paar Punkte: So sollen die Energiekonzerne RWE und Eon "vergesellschaftet", der Religionsunterricht abgeschafft und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch" verwirklicht werden."
In dem SZ-Artikel stehen ausserdem die Vokabeln: Absurdistan, zusammenhangsloses Sammelsurium, diese Quartalsirren, Hort des Wahnsinns.
Bevor ich nun die Gretchenfrage stelle und vor zu großen Hoffnungen warne, möchte ich betonen, wie traurig dieses Kasperltheater auch ist. Wenn Ideen zur Verbesserung der Lage ohne den Ansatz einer Diskussion parteiübergreifend mit Entsetzen abgewehrt werden müssen - mit wem soll denn ein an Veränderung interessierter Politiker dann überhaupt noch sprechen?
Die große Frage ist nun: Wann kippen die um? Nach einigen Tagen? Monaten? Nie?