Suum cuique

Jedem das Seine, denken sich die Vorstandsvorsitzenden und Anteilseigner der großen Energiemonopolisten: Uns der Gewinn von einer Million täglich je altem AKW, dem Steuerzahler und Kunden das gesundheitliche und finanzielle Risiko. Wenn die sich jetzt auch noch gegen die kleinsten Zugeständnisse an eine am Allgemeinwohl orientierte Vernunft sperren und Schadensersatz einklagen möchten, weil ein paar der unkalkulierbaren Risiken abgestellt sind: Was spricht dann eigentlich noch dagegen, die Energiekonzerne gleich zu verstaatlichen? Wäre gut für den verschuldeten Staat und gut für die Konsumenten und Bürger. Müssten die Konzerne für den Schaden aufkommen, den sie bereits mit ihren AKWen angerichtet haben, würden die von selbst und kleinlaut aus der Kernkraft aussteigen. Aber nachdem sie ihren strahlenden Müll durch die Welt karren oder irgendwo hin schmeissen dürfen, wo ihn keiner mehr sieht, machen die weiter als wäre nichts. Es ist ja auch nichts. Man höre und staune: Umweltminister Norbert Röttgen sagte, das Moratorium sei politisch gemeint, nicht rechtlich: "Die Exekutive kann nicht Gesetze außer Kraft setzen." Das heißt nichts anderes als, es gibt kein Moratorium. Es gibt nur Öffentlichkeitsarbeit.
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