Ölkrise – pro und contra
Eine einfache Frage: Was kommt nach dem Öl?
Kindermund tut Wahrheit kund. Ich suche also nach einer Antwort auf meine gute Frage im gutefrage.net und werde sofort fündig:

Hier wurden alle 27 Mitglieder eines infantilen Expertenrats befragt. 67% sind ungebrochen optimistisch, weil ein Ersatzstoff für das doofe Öl gefunden werden wird. 15 % glauben, dass die Erdölverknappung den größteil der Menschheit das Leben kosten wird. Die Kleinen überleben, die Pauker und Gruftis sterben, heisst das wohl. Und immerhin 19 % sind ahnungslos, entdecken aber das Schokoei in der Krise und lassen sich überraschen. Hm.
Lieber würde ich jemanden fragen, der die Dinge aus der Nähe kennt und, sagen wir, 1998 in den Vorstand der Deutsche Shell AG eintrat und vielleicht 2000 in den Aufsichtsrat wechselte. Heute ist er dann wahrscheinlich Vorsitzender des Vorstands des Forum für Zukunftsenergien, Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp Industries AG und der Norddeutschen Affinerie AG, Mitglied der Senatskommision der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zuständig für den Bereich Energie und Verwaltungsratsvorsitzender der SAM Smart Energy AG, Zürich. Ferner darf er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung beim Bundeskanzler sein und seit 2001 Vorstandsvorsitzender irgendeiner REpower Systems AG. So einer eben. Einer, der es wissen muss.
Ich war nicht erstaunt, als ich feststellte: den gibt es. Er heisst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt und sprach in einem Vortrag an der Universität Hamburg im Jahre 2003 so:
„Ich glaube nicht, dass das Ölzeitalter an Mangel an Öl zu Ende gehen wird, sowenig wie das Steinzeitalter an Mangel an Steinen zu Ende ging.“ Scharfsinniger Vergleich. Klug und zugleich beruhigend irgendwie. Man muss dazu allerdings wissen, dass die Menschen der Steinzeit mit Steinen heizten, damit ihre Transportmittel Pferde, Ochsen und Esel fütterten, und aus Felsen in großer Zahl Medikamente, Möbel und Kunststoffe fertigten. Der Wert aller Tauschmittel hing vom Wert der Kiesel ab. Zudem muss man präsent haben, dass es zum Ende der Steinzeit kaum noch neue Steinfunde gab und die alten Steinvorkommen rasch zur Neige gingen. Erst dann sieht der Vahrenholtsche Vergleich so steindumm aus wie er nie gemeint war.
„Die Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts lehrt uns, dass es über 30 Jahre dauert, bis eine neue Energietechnologie in einer hochindustrialisierten Gesellschaft die alten herkömmlichen Energieträger ablösen kann. Aber: 2020 wird jedes zweite neue Auto auf Wasserstoffbasis fahren, 2050 kann 50 Prozent des Energieverbrauch aus nicht fossilen Quellen stammen.“ Puh. Das wird ja gerade nochmal gut gehen.
Mal sehen, was der Mann in zwölf Jahren sagt, wenn ihm einer erzählt hat, wie Wasserstoff hergestellt, gespeichert und transportiert werden muss. Ich verrate nur so viel: Da ist Energie im Spiel. Warten wir es ab. Ich werde berichten.
Kindermund tut Wahrheit kund. Ich suche also nach einer Antwort auf meine gute Frage im gutefrage.net und werde sofort fündig:

Hier wurden alle 27 Mitglieder eines infantilen Expertenrats befragt. 67% sind ungebrochen optimistisch, weil ein Ersatzstoff für das doofe Öl gefunden werden wird. 15 % glauben, dass die Erdölverknappung den größteil der Menschheit das Leben kosten wird. Die Kleinen überleben, die Pauker und Gruftis sterben, heisst das wohl. Und immerhin 19 % sind ahnungslos, entdecken aber das Schokoei in der Krise und lassen sich überraschen. Hm.
Lieber würde ich jemanden fragen, der die Dinge aus der Nähe kennt und, sagen wir, 1998 in den Vorstand der Deutsche Shell AG eintrat und vielleicht 2000 in den Aufsichtsrat wechselte. Heute ist er dann wahrscheinlich Vorsitzender des Vorstands des Forum für Zukunftsenergien, Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp Industries AG und der Norddeutschen Affinerie AG, Mitglied der Senatskommision der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zuständig für den Bereich Energie und Verwaltungsratsvorsitzender der SAM Smart Energy AG, Zürich. Ferner darf er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung beim Bundeskanzler sein und seit 2001 Vorstandsvorsitzender irgendeiner REpower Systems AG. So einer eben. Einer, der es wissen muss.
Ich war nicht erstaunt, als ich feststellte: den gibt es. Er heisst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt und sprach in einem Vortrag an der Universität Hamburg im Jahre 2003 so:
„Ich glaube nicht, dass das Ölzeitalter an Mangel an Öl zu Ende gehen wird, sowenig wie das Steinzeitalter an Mangel an Steinen zu Ende ging.“ Scharfsinniger Vergleich. Klug und zugleich beruhigend irgendwie. Man muss dazu allerdings wissen, dass die Menschen der Steinzeit mit Steinen heizten, damit ihre Transportmittel Pferde, Ochsen und Esel fütterten, und aus Felsen in großer Zahl Medikamente, Möbel und Kunststoffe fertigten. Der Wert aller Tauschmittel hing vom Wert der Kiesel ab. Zudem muss man präsent haben, dass es zum Ende der Steinzeit kaum noch neue Steinfunde gab und die alten Steinvorkommen rasch zur Neige gingen. Erst dann sieht der Vahrenholtsche Vergleich so steindumm aus wie er nie gemeint war.
„Die Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts lehrt uns, dass es über 30 Jahre dauert, bis eine neue Energietechnologie in einer hochindustrialisierten Gesellschaft die alten herkömmlichen Energieträger ablösen kann. Aber: 2020 wird jedes zweite neue Auto auf Wasserstoffbasis fahren, 2050 kann 50 Prozent des Energieverbrauch aus nicht fossilen Quellen stammen.“ Puh. Das wird ja gerade nochmal gut gehen.
Mal sehen, was der Mann in zwölf Jahren sagt, wenn ihm einer erzählt hat, wie Wasserstoff hergestellt, gespeichert und transportiert werden muss. Ich verrate nur so viel: Da ist Energie im Spiel. Warten wir es ab. Ich werde berichten.
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