Alpen
Götters Kunstmädchenreport
11.02.10 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna | Abgründe
des Bergsteigens
Hier sehen Sie Götter, wie er Gott im Himmel zeigt,
wie ein Künstler das Karwendel gemacht
hätte.
So schön malen kann der. Deshalb tragen Sie sich am besten das Open Westend mit dickem Stift im Kalender ein, wo Götter seinen zünftig-züchtigen Kunstmädchenreport Ihren voyeuristischen Augen zum Fraß vorwirft. Man sieht sich.
So schön malen kann der. Deshalb tragen Sie sich am besten das Open Westend mit dickem Stift im Kalender ein, wo Götter seinen zünftig-züchtigen Kunstmädchenreport Ihren voyeuristischen Augen zum Fraß vorwirft. Man sieht sich.
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Tanz ums Minarett
30.11.09 – warnt vor:Nachrichten
Viele Schweizer mögen keine neuen Minarette mehr in
der Schweiz sehen. Da kommt man schon ins Grübeln:
Warum werden die eigentlich gefragt, wenn in der
Verfassung steht, Minarette können gebaut werden? Und
warum in einer so völlig abwegigen Frage? Und das
einzige, was dann diskutiert wird, sind mögliche
Auswirkungen auf die Marke „Schweiz“. Das könnten
sich natürlich andere, ähnlich unappetitliche
Markenländer wie die Dänemark bsplsw. zunutze machen:
„Dänemark. Die tolerante Schlickschäre der
Minarette“. So tolerant sind die garnicht? Na, dann
gibt es hoffentlich auch keine Volksabstimmung. Ich
bin mir ziemlich sicher, dass auch noch die
schlechteste Verfassung besser ist als der
Durchschnitt der Bürger in einem Land. Wozu also das
Volk fragen, wenn es um Verfassungsartikel geht? Da
hätten viele halbwegs zivilisierte Staaten über Nacht
wieder die hässlichsten Diskriminierungen in der
Verfassung stehen und die Todesstrafe sowieso.
Nochmal zur Schweiz: Gaddhafi sollte die gefangenen
Schweizer nicht massakrieren. Er sollte ein
Einfuhrverbot für Toblerone aussprechen. Das hätte
Stil, Weisheit und morgenländische Größe.
Die Wahrheit
21.07.08 – warnt vor:Abgründe
des Bergsteigens
Verborgener Ballast
17.01.08 – warnt vor:Abgründe
des Bergsteigens
Ich lerne
ständig hinzu. Wussten Sie, dass ein menschlicher
Körper aus 10 Billionen Zellen besteht? Wenn Sie das
bereits erstaunlich finden, sollten Sie vor meiner
nächsten Mitteilung noch einmal tief Luft holen. Ein
Mensch beherbergt 10x10 Billionen Bakterien in seinem
Leib. Muss ich ausführen, welche Aufschlüsse das über
die Mühen des Bergsteigens gibt? 99% dieser Bakterien
leben in einer Körperregion, die die Wissenschaft
vielleicht etwas euphemistisch als Darmflora
bezeichnet. Wenn also demnächst wieder einer ohne
Sauerstoff auf den Mt. Everest steigt, klatschen Sie
nicht zu früh. Vielleicht hat er für den Gipfelsturm
nicht nur die Sauerstoffflaschen, sondern auch seine
Darmflora im Basecamp zurückgelassen. So ist das
natürlich ein Spaziergang.
Rontal - das Bermudadreieck des Karwendel
06.12.07 – warnt vor:Abgründe
des Bergsteigens
Vor einiger
Zeit führte ich drei Freunde in das schöne Rontal
unter der östlichen Karwendelspitze und der
Vogelkarspitze. Eine Landschaft, die so bezaubernd
ist, dass ihr weitgereiste Menschen instinktiv
misstrauen. Gerade in den traumhaft ruhigen Idyllen
regiert ein Zug zur Zerstörung, eine hässliche Macht,
die Menschen spurlos verschwinden lässt. Hellichter
Tag, strahlender Sonnenschein, die Angel pendelt
langsam im Atlantik vor Miami. Gibt es ein Geräusch,
wenn eine Jacht verschwindet? Dann vermutlich „flimp“
oder „spupp“ – weg ist das Boot, der Angler, die
Ruhe.
Der polnische Poppapst Werner Schlosser behauptet, mir sei akkurat dies im Rontal passiert. Gerade eben laufen wir noch zu viert durch das Gras, plötzlich sei ich fort gewesen, was das Foto ja wohl auch beweise. Ich habe mir das Bild lange und – ich bin kein Riese – auch sehr genau unter dem Vergrößerungsglas angesehen. Es ist wahr. Ich bin dort nicht. Aber irgendetwas an diesem Bild lässt mich gleichwohl argwöhnen, es könnte sich dabei um eine Photomontage handeln. Ein Verdacht, der durch den Brotberuf des Herrn Schlosser, er ist Gestalter und recht sattelfest in der elektronischen Datenverarbeitung, noch bestärkt wird. Aber wie so oft bei AkteX-tauglichen Themen: Wir werden es wohl nie erfahren, was wirklich geschah.
Der polnische Poppapst Werner Schlosser behauptet, mir sei akkurat dies im Rontal passiert. Gerade eben laufen wir noch zu viert durch das Gras, plötzlich sei ich fort gewesen, was das Foto ja wohl auch beweise. Ich habe mir das Bild lange und – ich bin kein Riese – auch sehr genau unter dem Vergrößerungsglas angesehen. Es ist wahr. Ich bin dort nicht. Aber irgendetwas an diesem Bild lässt mich gleichwohl argwöhnen, es könnte sich dabei um eine Photomontage handeln. Ein Verdacht, der durch den Brotberuf des Herrn Schlosser, er ist Gestalter und recht sattelfest in der elektronischen Datenverarbeitung, noch bestärkt wird. Aber wie so oft bei AkteX-tauglichen Themen: Wir werden es wohl nie erfahren, was wirklich geschah.
Bergarchitektur
22.10.07 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Abgründe
des Bergsteigens
Dieser
Scheich aus Abu Dhabi, namens Vibramil Bin-Andreas,
ist der einzige mir bekannte Bergarchitekt. Ein
Visionär unter den Baukünstlern, der seine kolossalen
Werke grundsätzlich selbst erstbesteigt.

Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.
Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.

Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.
Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“

Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.
Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.

Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.
Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“
Creepy encounter with fat and freaky US Citizens in the peaceful Bavarian Alps
16.10.07 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Abgründe
des Bergsteigens
Hüten Sie sich im Gebirge vor dicken Amerikanern, die sie schmierig angrinsen. Diese kulturell verwahrlosten Soziopathen tragen Waffen, arbeiten in Privatgebirgsjägerarmeen und schiessen auf alles, was ihnen den Weg zur Tankstelle blockiert, Appetit macht oder als Souvenir in den Rucksack passt. Das Kamel im oberen rechten Bildeck kennt die Alpen-Amis bereits. Und tut so, als wäre es ein Fels. Raffiniert.



