Dänemark
Stöckchen heisst das wohl bei Bloggern
10.06.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Abgründe
des Bergsteigens
Frau
Goodytales möchte von mir sechs unwichtige Dinge,
Gewohnheiten oder Macken erfahren. So eine
Aufforderung zur öffentlichen Kleinbeichte drängelt
sich zwar ein wenig ins Private hinein, aber ich
werde ihre Neugier dennoch zu stillen wissen.
1) Ich knicke in Büchern Seiten um, damit ich sie leichter wieder finde. Fachleute dieser Unart sprechen von Eselsohren.
2) Ich frage mich bei Fischer, Schäuble, Müntefering etc. seit Jahren immer wieder „warum tun die das? Warum lässt er das nicht? Warum spricht der so?“ – obwohl ich die Antwort weiss.
3) Es ist zwecklos, die Stimme an mich zu richten, wenn ich in einem Alpenvereinsführer lese.
4) Ich könnte mir unter Umständen vorstellen, die Dänemark zu bereisen.
5) Ich kann nicht glauben, dass ich 4) geschrieben habe.
6) Ich apportiere brav wie ein Pudel, wenn mir ein Frauchen ein Stöckchen zuwirft. Wuff.
1) Ich knicke in Büchern Seiten um, damit ich sie leichter wieder finde. Fachleute dieser Unart sprechen von Eselsohren.
2) Ich frage mich bei Fischer, Schäuble, Müntefering etc. seit Jahren immer wieder „warum tun die das? Warum lässt er das nicht? Warum spricht der so?“ – obwohl ich die Antwort weiss.
3) Es ist zwecklos, die Stimme an mich zu richten, wenn ich in einem Alpenvereinsführer lese.
4) Ich könnte mir unter Umständen vorstellen, die Dänemark zu bereisen.
5) Ich kann nicht glauben, dass ich 4) geschrieben habe.
6) Ich apportiere brav wie ein Pudel, wenn mir ein Frauchen ein Stöckchen zuwirft. Wuff.
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Die Wissenschaft hat festgestellt: Emotionsarbeit macht krank
05.06.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Menschen, zu
meidende
Im
Callcenter, am Schalter und als Saftschubse im
Flieger: Grinsen ist Pflicht, auch wenn das Herz
einen ganz anderen Gesichtsausdruck präferieren
würde. Dieses Rumschleimen, weil der Boss es will,
macht krank, sagen die Psychologen. Was also tun als
gesundheitsbewusste Düse?
„Echte Gefühle machen Kunden zufrieden. Außerdem gibt es bestimmte Vorstellungen, die bei der Freundlichkeit helfen. Flugbegleiter stellen sich beispielsweise bei der Arbeit vor, sie befänden sich in ihrem Wohnzimmer und die Passagiere wären ihre Verwandte.“
(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28053/1.html)
Das möchte ich lieber nicht erleben, wie der Flugbegleiter mit kaum verhohlenem Sadismus zu mir sagt: „Ach komm schon, ein Scheiberl geht schon noch vom Braten, bist doch ein Mannsbild. Wegen dem kleinen Knödel, hörst, schmeckens Dir etwa nicht? Vielleicht noch ein Haxerl von der Ente? Satt bist? Bist krank, vielleicht? Kriegst an Schnaps. Iss ruhig zu, nachher gibts bloss noch ein wenig Brotzeit und dann Kuchen, weisst schon die Cremetorte, die Du immer so magst…“
Vielleicht will er aber emotional authentisch sein und sagt auf dem Flug, irgendwo über der hässlichen Dänemark, was er denkt: „Jaja. Die böse, böse Uhr. Tja, jetzt waren wir alle mal wieder ein Stünderl zusammen, schön, jetzt müsst Ihr aber leider wieder aufbrechen, weil unsereins noch nach New York weiterfliegen will - allein; war schön, dass wir uns mal wieder an Bord gesehen haben, der Kapitän entriegelt gleich hinten die Ausstiegsluke, ich helf Euch noch in den Mantel, Bussi servus, - nein nein, das sieht nur so hoch aus, also raus mit Euch…“
„Echte Gefühle machen Kunden zufrieden. Außerdem gibt es bestimmte Vorstellungen, die bei der Freundlichkeit helfen. Flugbegleiter stellen sich beispielsweise bei der Arbeit vor, sie befänden sich in ihrem Wohnzimmer und die Passagiere wären ihre Verwandte.“
(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28053/1.html)
Das möchte ich lieber nicht erleben, wie der Flugbegleiter mit kaum verhohlenem Sadismus zu mir sagt: „Ach komm schon, ein Scheiberl geht schon noch vom Braten, bist doch ein Mannsbild. Wegen dem kleinen Knödel, hörst, schmeckens Dir etwa nicht? Vielleicht noch ein Haxerl von der Ente? Satt bist? Bist krank, vielleicht? Kriegst an Schnaps. Iss ruhig zu, nachher gibts bloss noch ein wenig Brotzeit und dann Kuchen, weisst schon die Cremetorte, die Du immer so magst…“
Vielleicht will er aber emotional authentisch sein und sagt auf dem Flug, irgendwo über der hässlichen Dänemark, was er denkt: „Jaja. Die böse, böse Uhr. Tja, jetzt waren wir alle mal wieder ein Stünderl zusammen, schön, jetzt müsst Ihr aber leider wieder aufbrechen, weil unsereins noch nach New York weiterfliegen will - allein; war schön, dass wir uns mal wieder an Bord gesehen haben, der Kapitän entriegelt gleich hinten die Ausstiegsluke, ich helf Euch noch in den Mantel, Bussi servus, - nein nein, das sieht nur so hoch aus, also raus mit Euch…“
Postkarten
11.09.07 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Seit zwanzig
Jahren schütze ich die Öffentlichkeit vor einer
diabolischen Postkarte, die ich auf einem Flohmarkt
sicherheitshalber an mich nahm.
Wenn die ein Kind in die Hand bekäme! Sie lag wohl verwahrt und bewacht ganz unten in einer Schublade meines Safes. Kürzlich erinnerte ich mich wieder an sie, setze mir die Taucherbrille auf, nahm das sinistre Kärtlein mit Schutzhandschuhen heraus, legte es auf den Tisch und fragte mich, an wen es wohl abgeschickt worden sein mag.

Umgedreht und gewundert: Kein Wörtchen war auf der Rückseite zu lesen. Aber ich ahne schon, welches böse Geheimnis hinter dieser Karte steckt. Lassen Sie mich raten, was dort hätte stehen sollen, wenn die Karte Ihren Zweck hätte erfüllen dürfen:
„Von anderen sehr geehrter Reiseveranstalter Dansk Tours,
mein Pauschalurlaub auf der dänischen Drecksinsel ist ein Fiasko. Ich bin im Club Gammeldansk umgeben von suizidalen Psychopathen. Der Reiseleiter antwortete auf meinen Wunsch, einmal zu grillen, mit der Ankündigung: „Dann mach ich schon mal den Wald an.“ Ich habe seit Tagen die Sonne nicht mehr gesehen. Ich reise ab. Sie hören von meinem Anwalt.
Dansk Avskum,
Stig Helmer“
oder das?
„Liebe Mutti,
wir sind jetzt angekommen, ich schreibe Dir von drüben, hier ist alles genau so, wie es Dein weissbärtiger Zauberzausel mir erzählt hat. Nur noch viel dunkler. Wenn ich mich nur erinnern könnte, wo ich den blöden Ring reinschmeissen soll. Der Dicke wird es wissen.
Alles Liebe aus Mordor,
Frodo“
Wenn die ein Kind in die Hand bekäme! Sie lag wohl verwahrt und bewacht ganz unten in einer Schublade meines Safes. Kürzlich erinnerte ich mich wieder an sie, setze mir die Taucherbrille auf, nahm das sinistre Kärtlein mit Schutzhandschuhen heraus, legte es auf den Tisch und fragte mich, an wen es wohl abgeschickt worden sein mag.

Umgedreht und gewundert: Kein Wörtchen war auf der Rückseite zu lesen. Aber ich ahne schon, welches böse Geheimnis hinter dieser Karte steckt. Lassen Sie mich raten, was dort hätte stehen sollen, wenn die Karte Ihren Zweck hätte erfüllen dürfen:
„Von anderen sehr geehrter Reiseveranstalter Dansk Tours,
mein Pauschalurlaub auf der dänischen Drecksinsel ist ein Fiasko. Ich bin im Club Gammeldansk umgeben von suizidalen Psychopathen. Der Reiseleiter antwortete auf meinen Wunsch, einmal zu grillen, mit der Ankündigung: „Dann mach ich schon mal den Wald an.“ Ich habe seit Tagen die Sonne nicht mehr gesehen. Ich reise ab. Sie hören von meinem Anwalt.
Dansk Avskum,
Stig Helmer“
oder das?
„Liebe Mutti,
wir sind jetzt angekommen, ich schreibe Dir von drüben, hier ist alles genau so, wie es Dein weissbärtiger Zauberzausel mir erzählt hat. Nur noch viel dunkler. Wenn ich mich nur erinnern könnte, wo ich den blöden Ring reinschmeissen soll. Der Dicke wird es wissen.
Alles Liebe aus Mordor,
Frodo“