Kindermund
Hilfe! Die Kirche reißt sich selbst ab
07.02.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Katholisch ist bei manchen wieder in. Seit der Mosebach die Liturgie als mysterium fascinosum et tremendum für sich entdeckt hat (Martin Mosebach: Häresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind), darf man Männer in Frauenkleidern, die in einschüchternd dominanten, mit sadomasochistischen Kunstwerken verzierten Großbauten was Unverständliches murmeln und duftende Fässchen schwenken, wieder irgendwie cool und arty finden. Nur sieben Jahre nach Mosebachs Streitschrift, kam diese inzwischen 200 Jahre alte Lieblingsidee alternder Romantiker dann auch bei Matussek an.
Und Matthias Matussek schaltet sich umgehend und machtvoll in die Debatte ein. Es geht diesmal um alles, um den Abriss der katholischen Kirche, um den Zölibat. Denn diese langweilige, verdruckste Lebensform frommer Spassbremsen hält er für ein "katholisches Abenteuer". Das katholische Abenteuer sieht, nur zur Erinnerung, bei den Besten der besten Katholiken so aus:
"In diese Versuchung gestellt, kämpfe ich täglich gegen die Begier zu essen und zu trinken: denn nicht ist es möglich, dass ich es ein für allemal abschneiden kann und es nicht mehr zu berühren beschließe, so wie ich es beim Beischlaf vermocht habe. […] Über die Versuchung der Wohlgerüche ängstige ich mich nicht zu sehr. […] Die Vergnügungen der Ohren nahmen mich fester in Beschlag und unterjochten mich. […] Durch solche Versuchungen werden wir täglich versucht, o Herr; ohne Aufhören werden wir versucht. Der tägliche Versuchsofen ist die menschliche Zunge…" (Augustinus, Confessiones)
Matusseks Versuchsofen läuft auf Hochtouren, wenn er versucht, seine Untergangsängste in markige Worte zu fassen: "Rechtzeitig vor dem Papstbesuch bereiten deutsche Theologen und Politiker den Abriss der katholischen Kirche vor". "Rechtzeitig" können Sie streichen, da hat der dicke Matussek sich nur bemüht, seinen Satz mit etwas Ironie zu würzen. Den Rest versuche ich Ihnen zu erklären: Gemeint sind nicht ein paar neue Martin Luther, Freimaurer und die Linke, die mit der Abrissbirne die Engelsburg demolieren wollen, sondern allen Ernstes katholische Theologieprofessoren und die CDU. Die C D U. Ein kirchlicher Selbstabriß. Diese Speerspitze des Laizismus und der Kirchenkritik schmäht angeblich den Vatikan als "verknöcherte, handlungsunfähige Bastion Ewiggestriger". Obwohl der doch als eine betonierte, handlungsunwillige Bastion Ultrakonservativer zu loben ist.
Dabei sollte sich die CDU beim Abbau der katholischen Kirche etwas einbremsen. So ein Zölibat hat ja auch sein Gutes, nicht? Jedenfalls was Sportliches, meint Matussek ("spirituelle Höchstleistungssportler"), wie ja auch ein Bewegungsasket, der bleiern auf der Couch liegt, ein Höchstleistungssportler des Laufverzichts genannt werden kann. Wertvoll ist der Nosex-Sport allerdings nur, wenn er ein Akt des Gehorsams ist. Es reicht nicht, dem Augustinus folgend enthaltsam sein zu wollen, dazu gehört zwingend auch das dienstliche Sollen. Das Amt macht den Unterschied, sagt Ratzinger, sagt Matussek: "Wenn der Zölibat […] nicht eine gemeinschaftliche kirchliche Form ist, sondern eine private Entscheidung, dann […] ist er […] Eigenbrödlerei, die deshalb mit gutem Grund verschwindet." Als Amtsbrödlerei aber ist der Zölibat ganz unverzichtbar. Denn nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches und dem Ende der RAF schenkt er alleine uns noch "eine antibürgerliche Gegenwelt inmitten der unsrigen".
Um seine reaktionäre Rage voll auszukosten, fällt Matussek dann gleich noch öffentlich auf die Knie vor einer gesellschaftlichen Rolle, die bereits in der Antike als eine autoritäre Zumutung empfunden wurde und als ein Betrug durchschaut war: "Er [der Priester] ist die auratische Respektsperson, der man aus einer Andachtsdistanz heraus begegnet. Wollen wir das aufgeben für die ganz gewöhnlichen Klarsichtfolien-Betriebsnudeln, denen man […] auf Kirche-von-unten-Flohmärkten begegnen kann?" Das mit den Klarsichtfolien habe ich nicht verstanden. Vielleicht meint er künstliche Plastikfromme, die ficken, im Unterschied zu natürlich gewachsenen, eher holzigen Priestern, die es sich verkneifen, wer weiß. Aus dieser respektvollen Andachtsdistanz heraus gelingt ihm dann noch ein nicht minder wachrüttelnder Schlusssatz. Warum braucht es die keuschen Priester? "Weil sie uns allen, mitten im Alltag, eine Ahnung geben, dass es im Leben um mehr gehen kann als darum, sich den Wanst vollzuhauen." Verstehe. Es geht im Leben nicht nur um so etwas Schnödes, wie sich satt zu essen. Es geht auch darum, keinen Sex zu haben. Ich werde den Verdacht nicht los, er glaubt das selbst nicht. Warum auch.
Nachschlag: Auf Matusseks Homepage steht ein Video, dessen Inhalt er treffend – ich habe es geduldig zum größeren Teil angeschaut – so zusammenfasst: "Maria und die Milliardäre: Videoblogger Matussek ist als Partyflüsterer unterwegs. Auf der DLD-Konferenz in München mit Burda und den Internet-Zaren und im Berliner Soho-House auf der großen Freiheitsparty für Stuckrad-Barre." Der Partyflüsterer aus Sodom rettet den Zölibat und die antibürgerliche Gegenwelt. So sieht er aus.
Und Matthias Matussek schaltet sich umgehend und machtvoll in die Debatte ein. Es geht diesmal um alles, um den Abriss der katholischen Kirche, um den Zölibat. Denn diese langweilige, verdruckste Lebensform frommer Spassbremsen hält er für ein "katholisches Abenteuer". Das katholische Abenteuer sieht, nur zur Erinnerung, bei den Besten der besten Katholiken so aus:
"In diese Versuchung gestellt, kämpfe ich täglich gegen die Begier zu essen und zu trinken: denn nicht ist es möglich, dass ich es ein für allemal abschneiden kann und es nicht mehr zu berühren beschließe, so wie ich es beim Beischlaf vermocht habe. […] Über die Versuchung der Wohlgerüche ängstige ich mich nicht zu sehr. […] Die Vergnügungen der Ohren nahmen mich fester in Beschlag und unterjochten mich. […] Durch solche Versuchungen werden wir täglich versucht, o Herr; ohne Aufhören werden wir versucht. Der tägliche Versuchsofen ist die menschliche Zunge…" (Augustinus, Confessiones)
Matusseks Versuchsofen läuft auf Hochtouren, wenn er versucht, seine Untergangsängste in markige Worte zu fassen: "Rechtzeitig vor dem Papstbesuch bereiten deutsche Theologen und Politiker den Abriss der katholischen Kirche vor". "Rechtzeitig" können Sie streichen, da hat der dicke Matussek sich nur bemüht, seinen Satz mit etwas Ironie zu würzen. Den Rest versuche ich Ihnen zu erklären: Gemeint sind nicht ein paar neue Martin Luther, Freimaurer und die Linke, die mit der Abrissbirne die Engelsburg demolieren wollen, sondern allen Ernstes katholische Theologieprofessoren und die CDU. Die C D U. Ein kirchlicher Selbstabriß. Diese Speerspitze des Laizismus und der Kirchenkritik schmäht angeblich den Vatikan als "verknöcherte, handlungsunfähige Bastion Ewiggestriger". Obwohl der doch als eine betonierte, handlungsunwillige Bastion Ultrakonservativer zu loben ist.
Dabei sollte sich die CDU beim Abbau der katholischen Kirche etwas einbremsen. So ein Zölibat hat ja auch sein Gutes, nicht? Jedenfalls was Sportliches, meint Matussek ("spirituelle Höchstleistungssportler"), wie ja auch ein Bewegungsasket, der bleiern auf der Couch liegt, ein Höchstleistungssportler des Laufverzichts genannt werden kann. Wertvoll ist der Nosex-Sport allerdings nur, wenn er ein Akt des Gehorsams ist. Es reicht nicht, dem Augustinus folgend enthaltsam sein zu wollen, dazu gehört zwingend auch das dienstliche Sollen. Das Amt macht den Unterschied, sagt Ratzinger, sagt Matussek: "Wenn der Zölibat […] nicht eine gemeinschaftliche kirchliche Form ist, sondern eine private Entscheidung, dann […] ist er […] Eigenbrödlerei, die deshalb mit gutem Grund verschwindet." Als Amtsbrödlerei aber ist der Zölibat ganz unverzichtbar. Denn nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches und dem Ende der RAF schenkt er alleine uns noch "eine antibürgerliche Gegenwelt inmitten der unsrigen".
Um seine reaktionäre Rage voll auszukosten, fällt Matussek dann gleich noch öffentlich auf die Knie vor einer gesellschaftlichen Rolle, die bereits in der Antike als eine autoritäre Zumutung empfunden wurde und als ein Betrug durchschaut war: "Er [der Priester] ist die auratische Respektsperson, der man aus einer Andachtsdistanz heraus begegnet. Wollen wir das aufgeben für die ganz gewöhnlichen Klarsichtfolien-Betriebsnudeln, denen man […] auf Kirche-von-unten-Flohmärkten begegnen kann?" Das mit den Klarsichtfolien habe ich nicht verstanden. Vielleicht meint er künstliche Plastikfromme, die ficken, im Unterschied zu natürlich gewachsenen, eher holzigen Priestern, die es sich verkneifen, wer weiß. Aus dieser respektvollen Andachtsdistanz heraus gelingt ihm dann noch ein nicht minder wachrüttelnder Schlusssatz. Warum braucht es die keuschen Priester? "Weil sie uns allen, mitten im Alltag, eine Ahnung geben, dass es im Leben um mehr gehen kann als darum, sich den Wanst vollzuhauen." Verstehe. Es geht im Leben nicht nur um so etwas Schnödes, wie sich satt zu essen. Es geht auch darum, keinen Sex zu haben. Ich werde den Verdacht nicht los, er glaubt das selbst nicht. Warum auch.
Nachschlag: Auf Matusseks Homepage steht ein Video, dessen Inhalt er treffend – ich habe es geduldig zum größeren Teil angeschaut – so zusammenfasst: "Maria und die Milliardäre: Videoblogger Matussek ist als Partyflüsterer unterwegs. Auf der DLD-Konferenz in München mit Burda und den Internet-Zaren und im Berliner Soho-House auf der großen Freiheitsparty für Stuckrad-Barre." Der Partyflüsterer aus Sodom rettet den Zölibat und die antibürgerliche Gegenwelt. So sieht er aus.
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Betreff: "Doktor Vogl, noch schnell teilnehmen und Astronaut werden"
27.05.10 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Kinder am Bau
21.01.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Die Botschaft der Engel
14.12.09 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Die ev. Kirche lädt mich ein zu einer Veranstaltung
im Festsaal der St. Johanneskirche mit Rudolf Lenhard zum Thema: der Mensch, die Globalisierung und die Moral
Kurz nach Kopenhagen und kurz vor Weihnachten möchten wir an diesem Abend unser Menschsein im globalen Horizont verorten. Die weihnachtliche Botschaft der Engel, Friede auf Erden, bedeutet viel in diesen Tagen.
Rudolf Lenhard, seit Jahren in einem internationalem Unternehmen tätig und zudem vielfältig in sozialen Projekten engagiert, wird mit uns die Frage diskutieren, wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist und wie die Verantwortung jedes Einzelnen Aussehen kann, ohne, dass die Aufgaben erdrücken oder ohnmächtig machen. Es geht an diesem Abend nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern darum, wie wir mit Globalisierung (vielleicht lustvoll) gestalten können. Dies wollen wir in gewohnt heiterer Atmosphäre bei Wasser, Wein und Brot diskutieren.
Da nimmt sich ein sozial engagierter Herr Lenhard, der hastig gegoogelt ein CEO der Swiss Re sein könnte, und in dieser Funktion gerade die Wachstumspotentiale Lateinamerikas abzugrasen beginnt (http://www.bnamericas.com/interviews/insurance/Rudolf_Lenhard_,Munich_Re), einen ganzen Abend Zeit für die Gemeinde. Ihm wird zugesichert, der moralische Zeigefinger wird nicht erhoben und Spaß, vielleicht lustvoll, wird es ihm auch machen, wenn er diskutiert, „wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist“. Dabei sind diese Orte doch allesamt bekannt. Es sind drei: Da gibt es oben (CEO), unten und ganz unten. Selten bekommt man die Funktion der Religion so auf einen Blick präsentiert wie in dieser Einladung. Die Botschaft der Engel: In gewohnt heiterer Atmosphäre das Unerträgliche weiter gestalten. Und der Vorstand der Globalisierung nickt väterlich dazu.
im Festsaal der St. Johanneskirche mit Rudolf Lenhard zum Thema: der Mensch, die Globalisierung und die Moral
Kurz nach Kopenhagen und kurz vor Weihnachten möchten wir an diesem Abend unser Menschsein im globalen Horizont verorten. Die weihnachtliche Botschaft der Engel, Friede auf Erden, bedeutet viel in diesen Tagen.
Rudolf Lenhard, seit Jahren in einem internationalem Unternehmen tätig und zudem vielfältig in sozialen Projekten engagiert, wird mit uns die Frage diskutieren, wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist und wie die Verantwortung jedes Einzelnen Aussehen kann, ohne, dass die Aufgaben erdrücken oder ohnmächtig machen. Es geht an diesem Abend nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern darum, wie wir mit Globalisierung (vielleicht lustvoll) gestalten können. Dies wollen wir in gewohnt heiterer Atmosphäre bei Wasser, Wein und Brot diskutieren.
Da nimmt sich ein sozial engagierter Herr Lenhard, der hastig gegoogelt ein CEO der Swiss Re sein könnte, und in dieser Funktion gerade die Wachstumspotentiale Lateinamerikas abzugrasen beginnt (http://www.bnamericas.com/interviews/insurance/Rudolf_Lenhard_,Munich_Re), einen ganzen Abend Zeit für die Gemeinde. Ihm wird zugesichert, der moralische Zeigefinger wird nicht erhoben und Spaß, vielleicht lustvoll, wird es ihm auch machen, wenn er diskutiert, „wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist“. Dabei sind diese Orte doch allesamt bekannt. Es sind drei: Da gibt es oben (CEO), unten und ganz unten. Selten bekommt man die Funktion der Religion so auf einen Blick präsentiert wie in dieser Einladung. Die Botschaft der Engel: In gewohnt heiterer Atmosphäre das Unerträgliche weiter gestalten. Und der Vorstand der Globalisierung nickt väterlich dazu.
Jetzt noch nicht
15.10.09 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Seit gut drei Jahren habe ich zuhause ein Kind, das - vermutlich ein Akt der Notwehr gegen die mitteilsamen Eltern- viel spricht. Zum Beispiel das:
Doc Dad: Nachher bring ich dich zum letzten Mal in die Kinderkrippe. Traurig?
Sohn: Jetzt noch nicht.
Darin drückt sich die natürliche Unlust aus, sich mit dem Thema "trauriger letzter Krippenbesuch" überhaupt antizipatorisch zu befassen. Ehe Sie jetzt irgendeinen Satz mit "Verdrängung", "Leugnung" oder was weiß ich zu denken beginnen, möchte ich mal für diese Unlust eine dicke Lanze brechen und dabei etwas philosophisch werden.
Der Satz "Jetzt noch nicht" gehört zu den schönsten, die ich kenne. Er hat stoische Größe. Die monotheistischen Weltreligionen haben sich darauf geeinigt, die Menschen das Leben als Jammertal erdulden zu lassen, um sie später im Elysium für ihr devotes Geflenne zu entschädigen. Wie viel weiser und gesünder ist es, das Leben, solange es geht, von mir aus auch trotzig zu geniessen und sich um die Zukunft zu kümmern, wenn sie da ist.
Anders gesagt: Ein Kind das "Jetzt noch nicht" zu sagen vermag, wird sich als junger Mann nie von jenseitigen göttlichen Sexprämien dazu verleiten lassen, das Diesseits mittels Sprengstoffgürtel als Assassine zu verlassen. Was muss man einem Menschen alles antun, dass er von der natürlich Klugheit des Kindes zur religiösen Dummheit lebensverachtender Erwachsener konvertiert? Na, ich warne mal lieber vor einem Elysium, das nicht in Sichtweite liegt.
Doc Dad: Nachher bring ich dich zum letzten Mal in die Kinderkrippe. Traurig?
Sohn: Jetzt noch nicht.
Darin drückt sich die natürliche Unlust aus, sich mit dem Thema "trauriger letzter Krippenbesuch" überhaupt antizipatorisch zu befassen. Ehe Sie jetzt irgendeinen Satz mit "Verdrängung", "Leugnung" oder was weiß ich zu denken beginnen, möchte ich mal für diese Unlust eine dicke Lanze brechen und dabei etwas philosophisch werden.
Der Satz "Jetzt noch nicht" gehört zu den schönsten, die ich kenne. Er hat stoische Größe. Die monotheistischen Weltreligionen haben sich darauf geeinigt, die Menschen das Leben als Jammertal erdulden zu lassen, um sie später im Elysium für ihr devotes Geflenne zu entschädigen. Wie viel weiser und gesünder ist es, das Leben, solange es geht, von mir aus auch trotzig zu geniessen und sich um die Zukunft zu kümmern, wenn sie da ist.
Anders gesagt: Ein Kind das "Jetzt noch nicht" zu sagen vermag, wird sich als junger Mann nie von jenseitigen göttlichen Sexprämien dazu verleiten lassen, das Diesseits mittels Sprengstoffgürtel als Assassine zu verlassen. Was muss man einem Menschen alles antun, dass er von der natürlich Klugheit des Kindes zur religiösen Dummheit lebensverachtender Erwachsener konvertiert? Na, ich warne mal lieber vor einem Elysium, das nicht in Sichtweite liegt.
Kleine Kinder, großer Appetit
23.06.09 – warnt vor:Menschen zu meidende
Neulich im Jagdschlössl, wo der gesunde Menschenverstand im deutschen Volkskörper Abend für Abend ein kleines Betriebsfest feiert
17.03.08 – warnt vor:Menschen zu meidende
Ein Biedermann um die 50 bzw. um die 15 Halbe: „Du kaaanst einen Kosacken nicht töten! Duuuu kaaaaanst einen Kosacken nicht töten! Nie. Einen Kosacken? Nie. Duu kaaanst einen Kosacken nie nicht töten. Ausserdem bin ich Komantsche, vom Stamm der Komantschen. Ich bin gefährlich. Wennst magst, geh ma nachher in meinen Puff. Mit mir ist des ganz ungefährlich. Weil ich bin ein Hells Angels Rocker. Ein Hells Angels Rocker bin ich, hörst? Meine Freund haben Motorräder. Ein Hells Angels Rocker bin ich. Geh ma in meinen Puff. Dir passiert nix, wenn ich dabei bin. Geh ma.“ Sein, na ja, Freund: „Halts Maul, Depp.“ Und das war noch sehr wohlwollend erwidert, meine ich.
Doktor Vogl lauscht
04.12.07 – warnt vor:Menschen zu meidende
Der Einstieg in die Reifezeit ist grausam. Mit den Jahren vergisst man wie hart der Weg aus der Kindheit wirklich ist. Ich musste kürzlich ein Gespräch zweier Schüler belauschen. Der dicke Große herrscht den Kleinen an, der so gar gerne auch dabei wäre: "Vergiss es, Gangster tragen keine Zahnspangen!"
Denkt der. Ich bin alt genug, es besser zu wissen: Der "Beisser" aus dem 007-Film "Moonraker - streng geheim" trägt durchaus eine.
Denkt der. Ich bin alt genug, es besser zu wissen: Der "Beisser" aus dem 007-Film "Moonraker - streng geheim" trägt durchaus eine.


