Megatrends
Allegorien, die die Welt verbessern werden. Teil V: 11. August 1999
03.07.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
|
Rückkehr von der Front
01.06.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Jetzt sind sie wieder da und bekommen
Blumen. Der Paech bestätigt sich als
zuverlässiger Vollpfosten mit der Einschätzung,
er sei knapp einem Kriegsverbrechen entronnen.
Kann den mal jemand zum Arzt führen, statt auf
so ein humanitäres Friedensschiff? Man muss sich
bei der Bundeslinken eh über nichts mehr
wundern, nachdem deren außenpolitischer Sprecher
Gehrcke im Zusammenhang mit dem
Nahostkonflikt offenbar mirnichtsdirnichts auch
mal Nazis zustimmend zitiert, darunter Werke,
die das „Weltjudentum“ im Titel tragen.
Mission accomplished
31.05.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende | Nachrichten
Wenn ein Rudel bekennender
Antisemiten sich mit Rollstühlen und
Fertighäusern übers Meer nach Gaza aufmacht,
obwohl sie bereits vorher wissen, dass sie dort
nie ankommen werden, dann hat diese ebenso dumme
wie offensichtliche Provokation genau diese
Ziele: Israel weiter zu isolieren und den
letzten Verbündeten unter den „Muslimen“ zu
nehmen: Die Türkei. Bravo, sie haben beides
erreicht. Und damit es auch auf jeden Fall
klappt, mussten der Paech
und seine linken Rechten auch noch mit der Axt
rumfuchteln und versuchen, einen Soldaten zu
entwaffnen. An diesem hässlichen Vorfall können
Sie alles über Antisemitismus lernen, was es zu
lernen gibt. Der Antisemit schafft sich seinen
Juden nach seinem Bild. Gehasst hat er ihn schon
vorher. Der Grund dafür wird, wenn es sein muss
unter Einsatz des eigenen Lebens, nachgeliefert.
Hoffentlich weiß Obama, was dieser Vorfall
bedeutet.
iKillmyself
28.05.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Bei Apples Zulieferer Foxconn unterschreiben die
Mitarbeiter nun also eine Suizidklausel des
folgenden Inhalts: „Ich verspreche, mich oder
andere niemals in einer extremen Form zu
verletzen“. Erinnert ein wenig an das hübsche
Schild an einem Baumstamm, das sich die Titanic
ausgedacht hatte: „Waldsterben verboten.“
Dabei lenkt die Aufregung um Mitarbeiter, die Ihr Leben abrupt beenden, davon ab, wie viele genau dasselbe mit leicht verzögertem Tempo erledigen. Und wirklich nicht nur die Knechte. Auch die Herren.
Was ich so mitbekomme, ist ohne als Genuss verbrämten Alkohol- und Nikotin-Abusus, um nur die erlaubten Drogen zu nennen, ja nicht einmal den steinreichen „Gewinnern“ des Systems erträglich, wie sie im Getriebe des Spätkapitalismus als Rädchen rotieren dürfen. Deren Frauen (1, 2, 3) sehen oft aus, als hätte man die Unglücklichen gerade aus einer Favela gezerrt, zum Frisör geschleift und unpassenderweise in Designerfummel gestopft – zwecklos, im Gesichtsausdruck bleiben das Elend und die Angst kleben. Lebenslust sieht anders aus. Dabei haben die doch alles, sollte man meinen. Die Selbstentleibung auf Raten ist das Grundmodell kapitalistischer Lebenserfüllung. In die Nachrichten schaffen es halt nur die paar besonders hektischen, die vor der Fabrik auf dem Pflaster aufschlagen oder sich wie der Ratiopharm-Tycoon Merckle vor einen fahrenden Zug begeben.
Dabei lenkt die Aufregung um Mitarbeiter, die Ihr Leben abrupt beenden, davon ab, wie viele genau dasselbe mit leicht verzögertem Tempo erledigen. Und wirklich nicht nur die Knechte. Auch die Herren.
Was ich so mitbekomme, ist ohne als Genuss verbrämten Alkohol- und Nikotin-Abusus, um nur die erlaubten Drogen zu nennen, ja nicht einmal den steinreichen „Gewinnern“ des Systems erträglich, wie sie im Getriebe des Spätkapitalismus als Rädchen rotieren dürfen. Deren Frauen (1, 2, 3) sehen oft aus, als hätte man die Unglücklichen gerade aus einer Favela gezerrt, zum Frisör geschleift und unpassenderweise in Designerfummel gestopft – zwecklos, im Gesichtsausdruck bleiben das Elend und die Angst kleben. Lebenslust sieht anders aus. Dabei haben die doch alles, sollte man meinen. Die Selbstentleibung auf Raten ist das Grundmodell kapitalistischer Lebenserfüllung. In die Nachrichten schaffen es halt nur die paar besonders hektischen, die vor der Fabrik auf dem Pflaster aufschlagen oder sich wie der Ratiopharm-Tycoon Merckle vor einen fahrenden Zug begeben.
Mixa entkräftet nach Kräften
31.03.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Auf der Kirchenbashing-Welle wird sich wohl noch eine
Weile journalistisch reiten lassen. Die SZ meldet, der für seinen
autoritären Charakter und seine dämlichen Einlassungen bekannte
Bischof Mixa habe vor so ca. 30 Jahren Kinder
und Jugendliche „brutal geschlagen“. Jetzt
fordern Wolfgang Neuser, CVJM, und Florian
Pronold, SPD, Mixa möge die Vorwürfe entkräften,
wenn er kann. Kann er bestimmt, schließlich hat
er angekündigt, die Petzen zu verklagen. Aber
haben sich Neuser, Pronold und MIxa überlegt,
wie der das Entkräften genau anstellen soll?
Die dreissig Jahre alten, Dogma-konform handgedrehten Videobänder der Taten aus dem Safe holen („meine zwei Fäuste für ein Halleluja“, „Ein Stadtpfarrer sieht rot“, „Der Exorzist“)? Wo man dann den Bischof beim leisen mündlichen Ermahnen der unartigen Kinder sieht, Milde walten lassend, mit gefalteten Pfaffen-Händchen, die nie keinen Teppichklopfer nicht anrühren würden? Geschweige denn einen Stock? Und den dann dem Knaben draufdreschen, bis er entzweibricht?
Zeugen? Die könnten auch nur bezeugen, dass sie nie dabei waren, wenn irgendwas zu Bezeugendes vorgefallen sein könnte.
Indianerehrenwort? Würden SIE DEM glauben?
Ich warne.
Die dreissig Jahre alten, Dogma-konform handgedrehten Videobänder der Taten aus dem Safe holen („meine zwei Fäuste für ein Halleluja“, „Ein Stadtpfarrer sieht rot“, „Der Exorzist“)? Wo man dann den Bischof beim leisen mündlichen Ermahnen der unartigen Kinder sieht, Milde walten lassend, mit gefalteten Pfaffen-Händchen, die nie keinen Teppichklopfer nicht anrühren würden? Geschweige denn einen Stock? Und den dann dem Knaben draufdreschen, bis er entzweibricht?
Zeugen? Die könnten auch nur bezeugen, dass sie nie dabei waren, wenn irgendwas zu Bezeugendes vorgefallen sein könnte.
Indianerehrenwort? Würden SIE DEM glauben?
Ich warne.
Trendsport Selbstmord: Spanien geht voran
04.03.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Nachrichten
Der Selbstmord war 2009 die häufigste nicht
natürliche Todesursache in Spanien. Mich
wundert das seltsame „nicht natürlich“ an der
Beschreibung der Suizide. Ja was sind sie denn
dann? Psychisch bedingte Selbstmorde? Soziale?
Unerklärliche? Nachdem die Menschen im
Allgemeinen ganz gerne leben, sollte der
natürliche Grund der Selbstmorde da zu suchen
sein, wo die Lebenslust am Ende ist: in der
Verzweiflung. Würden die Statistiker aber
korrekt schreiben „2009 war in Spanien das Jahr
der Verzweiflungstoten“, dann wäre das
vielleicht einfach a) zu traurig für die Presse
und b) würde Fragen wecken nach dem Warum. Sowas
hat Gründe. Schon Peter Hacks hat die enorme
Selbstentleibungskraft des Kapitalismus betont.
Es wundert mich also nicht, dass die Menschen in
der Krise dem System in den Abgrund
nachspringen. Es geht zur Not aber auch ohne
Verzweiflung. Auf Platz zwei der Statistik nicht
natürlicher Todesursachen stehen die
Verkehrstoten, gleichsam die natürlichen, dem
System immanenten Selbstmorde im Kapitalismus.
2008 waren es in Spanien 3008 Menschen, die
meisten geopfert auf den Altaren der
Automobilindustrie. Der Glaube an die
individuelle Mobilität, die angeblich etwas mit
der Freiheit der Bürger zu tun haben soll, ist
die wirksamste Anleitung zum Suizid, eine, die
neben den Mitteln zum Freitod immer wieder auch
gleich den Grund mitliefert. Siehe oben.
Der Herr Hitler und seine Evi
22.02.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Eine Frau Görtemaker hat ein Buch über Eva Brauns
Leben verfasst, zu dem sie in der SZ interviewt wird. Ich erkenne
da einen Trend, vor dem ich warne:
Forschend fand sie heraus, es gebe Grund zu der Vermutung, die Beiden hätten ein „ganz normales sexuelles Verhältnis“ gehabt. Interessant ist dabei zweierlei: Erstens, dass der Interviewer danach nicht gefragt hatte, die Görtemaker aber wohl von Ihrem Agenten gebrieft war, was auf jeden Fall erwähnt werden muss, damit die Schwarte sich auch verkauft. Zweitens, dass es eine Frau auf dieser Welt gibt, die sich bei einem bizarr geistesgestörten Gewaltverbrecher ein Liebesleben vorstellen will und kann. Was Hitler liebte, werden wir nicht mehr erfahren. Die Liebe war es nicht.
Ganz blöd wird es dann ein paar Zeilen später, als die SZ fragt:
„sueddeutsche.de: Kurzum: Sie [Eva Braun] war genau das Gegenteil der deutschen Frau, wie sie sich die Nazis wünschten.
Görtemaker: So wie Hitler nicht dem NS-Idealbild eines Mannes entsprochen hat. Sein Lebensstil war der eines Bohemiens.“
Hitler der Bohemien. Warum? Weil er in Schwabing versucht hat in Kneipen seine selbstgemalten Postkarten zu verscherbeln und sich dabei von Bohemiens wie O. M. Graf anpfeifen lassen musste? Weil er, wie alle Bohemiens, von früh bis spät über die schnellstmögliche Vernichtung aller Juden nachdachte? Weil er all seinen sadistischen Impulsen rund um die Uhr nachgab und sich gern in riesigen Stadien von tausend gleichgeschalteten Idioten beklatschen liess? Ja, so war sie halt die Boheme, immer ein bisschen künstlerisch, immer ein bisschen diktatorisch...
Es endet damit: „Görtemaker: […] Aber beispielsweise Albert Speer hat bei einem amerikanischen Verhör unmittelbar nach Kriegsende im August 1945 ausgesagt, dass Hitler sie [Eva Braun] geliebt habe.“
Hitler der liebende Freund. Wer hat eigentlich damit angefangen, den Führer als schrulligen Nachbarn zu schildern? Der Hirschbiegel in „Der Untergang“? In zehn Jahren haben sie es geschafft und Hitler taucht in der Gala neben Putin und Berlusconi auf, als ein Vorläufer der erfolgreichsten Männer des letzten Dezenniums – aus der Münchner Boheme.
Forschend fand sie heraus, es gebe Grund zu der Vermutung, die Beiden hätten ein „ganz normales sexuelles Verhältnis“ gehabt. Interessant ist dabei zweierlei: Erstens, dass der Interviewer danach nicht gefragt hatte, die Görtemaker aber wohl von Ihrem Agenten gebrieft war, was auf jeden Fall erwähnt werden muss, damit die Schwarte sich auch verkauft. Zweitens, dass es eine Frau auf dieser Welt gibt, die sich bei einem bizarr geistesgestörten Gewaltverbrecher ein Liebesleben vorstellen will und kann. Was Hitler liebte, werden wir nicht mehr erfahren. Die Liebe war es nicht.
Ganz blöd wird es dann ein paar Zeilen später, als die SZ fragt:
„sueddeutsche.de: Kurzum: Sie [Eva Braun] war genau das Gegenteil der deutschen Frau, wie sie sich die Nazis wünschten.
Görtemaker: So wie Hitler nicht dem NS-Idealbild eines Mannes entsprochen hat. Sein Lebensstil war der eines Bohemiens.“
Hitler der Bohemien. Warum? Weil er in Schwabing versucht hat in Kneipen seine selbstgemalten Postkarten zu verscherbeln und sich dabei von Bohemiens wie O. M. Graf anpfeifen lassen musste? Weil er, wie alle Bohemiens, von früh bis spät über die schnellstmögliche Vernichtung aller Juden nachdachte? Weil er all seinen sadistischen Impulsen rund um die Uhr nachgab und sich gern in riesigen Stadien von tausend gleichgeschalteten Idioten beklatschen liess? Ja, so war sie halt die Boheme, immer ein bisschen künstlerisch, immer ein bisschen diktatorisch...
Es endet damit: „Görtemaker: […] Aber beispielsweise Albert Speer hat bei einem amerikanischen Verhör unmittelbar nach Kriegsende im August 1945 ausgesagt, dass Hitler sie [Eva Braun] geliebt habe.“
Hitler der liebende Freund. Wer hat eigentlich damit angefangen, den Führer als schrulligen Nachbarn zu schildern? Der Hirschbiegel in „Der Untergang“? In zehn Jahren haben sie es geschafft und Hitler taucht in der Gala neben Putin und Berlusconi auf, als ein Vorläufer der erfolgreichsten Männer des letzten Dezenniums – aus der Münchner Boheme.
Come see our creepiest creature: One more thing...
28.01.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Jetzt ist es raus: Der iDoc wird das iPad so alt
aussehen lassen, wie ein unausgegorenes
Wegschmeißgadget von Apple eben aussieht, nachdem es
der hysterischen Gemeinde bei der Keynote-Kommunion
gereicht wurde und danach das ein oder andere
Journalistengehirn langsam wieder zu denken anfängt:
Wofür soll das Ding gleich wieder gut sein?
Der iDoc – hier heimlich zwischen zwei Erlkönigen, dem iNose und dem iHonigkuchenpferd fotografiert – hat alles, was das iPad nicht kann:
Multitasking: Der iDoc kann trinken und granteln gleichzeitig. Er kann ausserdem gucken, schweigen, einschlafen und die Bedienung rufen – it´s amazing.
WB-Connector: Mitten im iFace, einem stylischen facial-expressions-Interface mit 32bit feinsten Grantabstufungen, findet die Bedienung den WB-Slot mit einem Weißbier-Downstream von 1 cl / min. Der Upstream ist bislang unbekannt.
3D-Multitouch und Easy-Anquatsch-Eingabemodus. Der iDoc soll was sagen, machen, zeigen? Quatsch ihn einfach an. Ist er zu leise? Geh näher hin. So einfach geht das und ganz ohne Stylus.
Du brauchst ein Bild? Ein Buch? Irgendeinen Text? Gib ihm Geld und schon läuft seine CPU auf Hochtouren. Am Ende hast Du einen tollen Text oder ein beschissenes Bild und der iDoc geht danach sofort wieder beim Wirt auf Standby. Low energy consumption, Freunde. Er ist schließlich ein grünes Lifestyleprodukt.
Der iDoc – hier heimlich zwischen zwei Erlkönigen, dem iNose und dem iHonigkuchenpferd fotografiert – hat alles, was das iPad nicht kann:
Multitasking: Der iDoc kann trinken und granteln gleichzeitig. Er kann ausserdem gucken, schweigen, einschlafen und die Bedienung rufen – it´s amazing.
WB-Connector: Mitten im iFace, einem stylischen facial-expressions-Interface mit 32bit feinsten Grantabstufungen, findet die Bedienung den WB-Slot mit einem Weißbier-Downstream von 1 cl / min. Der Upstream ist bislang unbekannt.
3D-Multitouch und Easy-Anquatsch-Eingabemodus. Der iDoc soll was sagen, machen, zeigen? Quatsch ihn einfach an. Ist er zu leise? Geh näher hin. So einfach geht das und ganz ohne Stylus.
Du brauchst ein Bild? Ein Buch? Irgendeinen Text? Gib ihm Geld und schon läuft seine CPU auf Hochtouren. Am Ende hast Du einen tollen Text oder ein beschissenes Bild und der iDoc geht danach sofort wieder beim Wirt auf Standby. Low energy consumption, Freunde. Er ist schließlich ein grünes Lifestyleprodukt.
Die Botschaft der Engel
14.12.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Die ev. Kirche lädt mich ein zu einer Veranstaltung
im Festsaal der St. Johanneskirche mit Rudolf Lenhard zum Thema: der Mensch, die Globalisierung und die Moral
Kurz nach Kopenhagen und kurz vor Weihnachten möchten wir an diesem Abend unser Menschsein im globalen Horizont verorten. Die weihnachtliche Botschaft der Engel, Friede auf Erden, bedeutet viel in diesen Tagen.
Rudolf Lenhard, seit Jahren in einem internationalem Unternehmen tätig und zudem vielfältig in sozialen Projekten engagiert, wird mit uns die Frage diskutieren, wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist und wie die Verantwortung jedes Einzelnen Aussehen kann, ohne, dass die Aufgaben erdrücken oder ohnmächtig machen. Es geht an diesem Abend nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern darum, wie wir mit Globalisierung (vielleicht lustvoll) gestalten können. Dies wollen wir in gewohnt heiterer Atmosphäre bei Wasser, Wein und Brot diskutieren.
Da nimmt sich ein sozial engagierter Herr Lenhard, der hastig gegoogelt ein CEO der Swiss Re sein könnte, und in dieser Funktion gerade die Wachstumspotentiale Lateinamerikas abzugrasen beginnt (http://www.bnamericas.com/interviews/insurance/Rudolf_Lenhard_,Munich_Re), einen ganzen Abend Zeit für die Gemeinde. Ihm wird zugesichert, der moralische Zeigefinger wird nicht erhoben und Spaß, vielleicht lustvoll, wird es ihm auch machen, wenn er diskutiert, „wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist“. Dabei sind diese Orte doch allesamt bekannt. Es sind drei: Da gibt es oben (CEO), unten und ganz unten. Selten bekommt man die Funktion der Religion so auf einen Blick präsentiert wie in dieser Einladung. Die Botschaft der Engel: In gewohnt heiterer Atmosphäre das Unerträgliche weiter gestalten. Und der Vorstand der Globalisierung nickt väterlich dazu.
im Festsaal der St. Johanneskirche mit Rudolf Lenhard zum Thema: der Mensch, die Globalisierung und die Moral
Kurz nach Kopenhagen und kurz vor Weihnachten möchten wir an diesem Abend unser Menschsein im globalen Horizont verorten. Die weihnachtliche Botschaft der Engel, Friede auf Erden, bedeutet viel in diesen Tagen.
Rudolf Lenhard, seit Jahren in einem internationalem Unternehmen tätig und zudem vielfältig in sozialen Projekten engagiert, wird mit uns die Frage diskutieren, wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist und wie die Verantwortung jedes Einzelnen Aussehen kann, ohne, dass die Aufgaben erdrücken oder ohnmächtig machen. Es geht an diesem Abend nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern darum, wie wir mit Globalisierung (vielleicht lustvoll) gestalten können. Dies wollen wir in gewohnt heiterer Atmosphäre bei Wasser, Wein und Brot diskutieren.
Da nimmt sich ein sozial engagierter Herr Lenhard, der hastig gegoogelt ein CEO der Swiss Re sein könnte, und in dieser Funktion gerade die Wachstumspotentiale Lateinamerikas abzugrasen beginnt (http://www.bnamericas.com/interviews/insurance/Rudolf_Lenhard_,Munich_Re), einen ganzen Abend Zeit für die Gemeinde. Ihm wird zugesichert, der moralische Zeigefinger wird nicht erhoben und Spaß, vielleicht lustvoll, wird es ihm auch machen, wenn er diskutiert, „wo der Ort des Einzelnen in der globalen Welt ist“. Dabei sind diese Orte doch allesamt bekannt. Es sind drei: Da gibt es oben (CEO), unten und ganz unten. Selten bekommt man die Funktion der Religion so auf einen Blick präsentiert wie in dieser Einladung. Die Botschaft der Engel: In gewohnt heiterer Atmosphäre das Unerträgliche weiter gestalten. Und der Vorstand der Globalisierung nickt väterlich dazu.
Mantra
08.12.09 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna | Nachrichten
Der Kapitalismus hat ein Mantra. Es existiert in
vielen Varianten, die alle so enden: „… muss sich
lohnen.“ Was anstelle der drei Pünktchen steht, ist
gleichgültig. Das Mantra gilt immer. Man könnte auch
sagen, alles hat einen Zweck im Kapitalismus. Und
zwar alles denselben. So spannend, bunt und
individuell ist der freie Markt. Von der Wohnung,
über die Frühstückssemmel, die Arbeit, das Buch am
Abend bis zu Freizeitaktivitäten und
Intimbeziehungen. Lohnen muss es sich. Wofür die
Dinge früher einmal da waren, Semmeln, die gut
schmecken und dabei satt machen, Wohnungen, die
Lebensraum und Wärme schenken – alle diese Zwecke
sind dem Mantra untergeordnet. Sie werden zu
Nebensachen. Lohnt sich die Semmel nicht, wird sie
nicht hergestellt. Das Zweckmäßige fällt halt so
nebenher ab, beim Profit machen. Oder auch nicht. Wie
schwachsinnig dieses Monozweckwesen ist, wird aufs
Grellste deutlich in der Headline „Klimaschutz muss
sich lohnen“. Welche Zwecke verfolgte gleich wieder
der Klimaschutz? Ach ja, das Ansteigen der Meere
sollte verhindert werden, das Ozonloch auch und
überhaupt die komplette Verwüstung großer Landstriche
in den wärmeren Ländern. Wenn eine Katastrophe
abgewehrt werden muss, kann da der Profit bitte
einmal ganz kurz schweigen? Nur so kurz, bis in dem
ein oder anderen Journalistengehirn sich vielleicht
aus der Stille die Frage erhebt: Wer muss den
Klimaschutz bezahlen? Eventuell die, die von der
Verursachung der Katastrophe zwei Jahrhunderte lang
profitiert haben?
Trendsport Antisemitismus
23.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Was passiert, wenn die Bielefelder Antifa einen
Holocaust-Überlebenden zu einem Vortrag über
„Rassismus und Antisemitismus in Ungarn“ einlädt? Das
passiert:
http://www.hurryupharry.org/2009/11/23/strange-days-in-germany/
Karl Pfeifer, österreichischer Journalist, wurde wieder ausgeladen, weil er irgendwann angeblich an einem Massaker der israelischen Armee in einem nicht näher genannten Dorf Palästinas beteiligt gewesen sein sollte. Das ging so:
Eine kleine Minderheit legte ein Veto gegen die Pfeifer-Veranstaltung ein - das war gemäß dem "Konsensprinzip" das Aus für den Vortrag im AJZ. Die Vortragsgegner legten eine "lose Informationssammlung" ohne Angabe von Quellen vor, wie ein vorliegendes Gedächtnisprotokoll der veranstaltenden Uni-Antifa-AG festhält. Damit wurde Pfeifer beschuldigt, einer militärischen Einheit angehört zu haben, die "an einem Massaker und Vertreibungen in einem palästinenschen Dorf teilgenommen, bzw diese durchgeführt" habe. Unklar war selbst den Veto-Einlegenden, wann Pfeifer in der besagten Einheit gewesen war "und wie dieses Massaker abgelaufen ist". Auch wurde zugestanden, dass die genannten Informationen nicht sicher seien.
http://www.redok.de/content/view/1581/36/
Da muss sich der Einundachtzigjährige von Palästinensertuch-tragenden von anderen so genannten Antifaschisten zwei Tage vor dem vereinbarten Vortragstermin ausladen lassen wegen eines Verdachtes, der von denen noch nicht einmal nachvollziehbar ausgesprochen wird.
Gegen welchen Faschismus sind diese Antifa-Aktivisten eigentlich? Gegen den, der ganz Europa verwüstete und nahezu alle Juden, dazu noch Sinti, Roma, Kommunisten & Antifaschisten, Behinderte und Schwule ermordete? Oder gegen den als faschistisch halluzinierten Zionismus, von dem nichts Schlimmeres bekannt ist, als dass er den Staat Israel gerne gegen den Willen der ihn umgebenden Feinde erhalten möchte?
Wer auch immer diese Taktlosigkeit verbrochen hat, soll sich bitte ein paar Wochen schämen und diese Zeit nutzen, sich bei Herrn Pfeifer zu entschuldigen. Wo kommen wir denn hin, wenn auch noch die Linken anfangen, Nazi-Opfer anzustänkern? Ehrlich.
http://www.hurryupharry.org/2009/11/23/strange-days-in-germany/
Karl Pfeifer, österreichischer Journalist, wurde wieder ausgeladen, weil er irgendwann angeblich an einem Massaker der israelischen Armee in einem nicht näher genannten Dorf Palästinas beteiligt gewesen sein sollte. Das ging so:
Eine kleine Minderheit legte ein Veto gegen die Pfeifer-Veranstaltung ein - das war gemäß dem "Konsensprinzip" das Aus für den Vortrag im AJZ. Die Vortragsgegner legten eine "lose Informationssammlung" ohne Angabe von Quellen vor, wie ein vorliegendes Gedächtnisprotokoll der veranstaltenden Uni-Antifa-AG festhält. Damit wurde Pfeifer beschuldigt, einer militärischen Einheit angehört zu haben, die "an einem Massaker und Vertreibungen in einem palästinenschen Dorf teilgenommen, bzw diese durchgeführt" habe. Unklar war selbst den Veto-Einlegenden, wann Pfeifer in der besagten Einheit gewesen war "und wie dieses Massaker abgelaufen ist". Auch wurde zugestanden, dass die genannten Informationen nicht sicher seien.
http://www.redok.de/content/view/1581/36/
Da muss sich der Einundachtzigjährige von Palästinensertuch-tragenden von anderen so genannten Antifaschisten zwei Tage vor dem vereinbarten Vortragstermin ausladen lassen wegen eines Verdachtes, der von denen noch nicht einmal nachvollziehbar ausgesprochen wird.
Gegen welchen Faschismus sind diese Antifa-Aktivisten eigentlich? Gegen den, der ganz Europa verwüstete und nahezu alle Juden, dazu noch Sinti, Roma, Kommunisten & Antifaschisten, Behinderte und Schwule ermordete? Oder gegen den als faschistisch halluzinierten Zionismus, von dem nichts Schlimmeres bekannt ist, als dass er den Staat Israel gerne gegen den Willen der ihn umgebenden Feinde erhalten möchte?
Wer auch immer diese Taktlosigkeit verbrochen hat, soll sich bitte ein paar Wochen schämen und diese Zeit nutzen, sich bei Herrn Pfeifer zu entschuldigen. Wo kommen wir denn hin, wenn auch noch die Linken anfangen, Nazi-Opfer anzustänkern? Ehrlich.
Morbus Novartis?
09.11.09 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna
Wenn man ein paar Seiten von
Schweinegrippenimpfgegnern liest und dann wieder ein
paar "redaktionelle Beiträge", in denen ein Dutzend
Verbandsfunktionäre mit Dr. med. vorm Namen die
Impfung befürwortet, dann kippt man irgendwann im
Stuhl gegen die Lehne, schließt die Augen, stöhnt
leise und hat die ganze Diskussion dick. Das einzige,
was mich daran noch interessiert, ist, ob mit so
einer gut platzierten Hysterie vielleicht die
Pharmaindustrie in Zukunft den Absatz ihrer Produkte
selbst kontrollieren kann. Ist so ein
Public-Relations-Coup wiederholbar?
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Terminator
07.11.09 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Täglich Sex Minuten Deutschland
06.11.09 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Eine Expertin für deutsche Verhältnisse und wie man
Ihnen mit Fassung begegnet schreibt hier:
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
Hängt ihn ab?
03.11.09 – warnt vor:Nachrichten
| Menschen zu
meidende
Es gibt einen Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte. Der hat entschieden, dass ein
Kruzifix im Klassenzimmer eine
Menschenrechtsverletzung darstellt. Denn: "Die
Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche
besonderen Schutz. Es sei nicht zu erkennen, wie das
Zeigen eines "Symbols, das vernünftigerweise mit dem
Katholizismus verbunden werden kann", dem für eine
demokratische Gesellschaft wesentlichen
Bildungspluralismus dienen könne." (SZ heute)
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Davor warnen die Anderen
03.11.09 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna | Nachrichten
"Grippewelle". "Rollt der
Grippe-Tsunami aus Bayern über Deutschland?". "Die
Welle hat begonnen." Das höre ich alle paar Jahre.
Das letzte Mal waren, glaube ich, Hühner schuld,
oder?
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Was lehrt uns das?
21.09.09 – warnt vor:Nachrichten
| Menschen zu
meidende
Die Tageszeitung schreibt heute zur Eröffnung des
weltgrößten Rudelbesäufnisses:
"Wiesenstart 2009: so gemütlich wars schon lang nicht mehr"
Die Abendzeitung heute:
"Wiesenstart 2009: Brutal wie noch nie"
Was stimmt denn nun, was folgt daraus? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? Ich denke, das trifft die Wahrheit: "Die Wiesen war noch nie so brutal gemütlich wie immer". Und daraus folgt auch immer das gleiche: Man muss ja nicht hingehen.
"Wiesenstart 2009: so gemütlich wars schon lang nicht mehr"
Die Abendzeitung heute:
"Wiesenstart 2009: Brutal wie noch nie"
Was stimmt denn nun, was folgt daraus? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? Ich denke, das trifft die Wahrheit: "Die Wiesen war noch nie so brutal gemütlich wie immer". Und daraus folgt auch immer das gleiche: Man muss ja nicht hingehen.
Alternative Treibstoffe aus Geflügel
11.06.08 – warnt vor:Nachrichten
| Gefahren
in Flora und Fauna
Immobilienkrise erreicht Bulgarien
18.03.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Nachrichten
Diese
luxuriöse Shoppingmall im Premiumsegment mitten im
fruchtbaren Bulgarischen Kernland wird wohl nie mehr
realisiert werden. Das großzügige Areal versteppt,
der ruinierte Rohbau ächzt unter der Last geplatzter
Kredite, und es zeichnet sich bereits ab, dass auch
die Telekommunikationsbranche mit in den Abgrund
gerissen wird. So endet der Traum vom Bauboom im
blühenden Osten, noch ehe er recht begann.
Neulich im Jagdschlössl, wo der gesunde Menschenverstand im deutschen Volkskörper Abend für Abend ein kleines Betriebsfest feiert
17.03.08 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Ein
Biedermann um die 50 bzw. um die 15 Halbe: „Du
kaaanst einen Kosacken nicht töten! Duuuu kaaaaanst
einen Kosacken nicht töten! Nie. Einen Kosacken? Nie.
Duu kaaanst einen Kosacken nie nicht töten. Ausserdem
bin ich Komantsche, vom Stamm der Komantschen. Ich
bin gefährlich. Wennst magst, geh ma nachher in
meinen Puff. Mit mir ist des ganz ungefährlich. Weil
ich bin ein Hells Angels Rocker. Ein Hells Angels
Rocker bin ich, hörst? Meine Freund haben Motorräder.
Ein Hells Angels Rocker bin ich. Geh ma in meinen
Puff. Dir passiert nix, wenn ich dabei bin. Geh ma.“
Sein, na ja, Freund: „Halts Maul, Depp.“ Und das war
noch sehr wohlwollend erwidert, meine ich.
Dumme Tiere
17.01.08 – warnt vor:Gefahren
in Flora und Fauna
Nicht genug
bewundern können wir, wie ein
Faultier nach achtzehn Stunden
leidlich ausgeschlafen sein überschaubares Tagewerk
vollbringt. Das zahnarme Säugetier zupft ein paar
Blätter und zermahlt das Laub ganz langsam.
Raubvögel, Schlangen, Herr Brehm und manche
Wildkatzen sehen es an und fragen sich, was das für
ein Leben sein soll, während das Faultier ritardando
mit der Klaue seine Stirne kratzt.
Wo Protestantenherzen brennen
17.10.07 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Die ev.
Akademie in Loccum verzeichnet eine Veranstaltung mit
dem Titel „Brannte nicht unser Herz…“. Kurz
drübergelesen wird mir klar: Es geht um spirituelle
Medizin gegen Sinnmangel.
Der Beipackzettel beginnt mit diesem Satz: „Spiritualität gilt als gesellschaftlicher Megatrend - Das Wort ist zu einer Chiffre für Sehnsüchte unserer Zeit geworden.“
Und er endet damit: „Die Leitfrage für die gesamte Tagung wird sein, wie evangelische Spiritualität heutigen Sinnsuchern begegnen kann. Der Religionssoziologe Prof. Dr. Knoblauch wird die vielfältige Spiritualitätsbewegung als gesellschaftliches Phänomen analysieren. Der Theologe Dr. Michael Nüchtern wird sein Konzept einer evangelischen Spiritualität zur Diskussion stellen.“
So kenne ich die Protestanten. Zuerst locken sie mich, mit meinem vor Sehnsucht brennenden Herzen doch mal bei ihnen vorbei zu schauen, was ich auch möchte, voll der Hoffnung, es gebe dort eventuell ein wenig spirituellen Balsam auf meine vom Suchen nach Sinn wund gelaufenen Füße; am Ende vertreiben Sie mich dann aber regelmäßig mit dem Knoblauch ihrer Analysen und halten sich nüchtern an Konzepten fest. Und das geht ja auch viel besser ohne den Doktor Vogl.
Der Beipackzettel beginnt mit diesem Satz: „Spiritualität gilt als gesellschaftlicher Megatrend - Das Wort ist zu einer Chiffre für Sehnsüchte unserer Zeit geworden.“
Und er endet damit: „Die Leitfrage für die gesamte Tagung wird sein, wie evangelische Spiritualität heutigen Sinnsuchern begegnen kann. Der Religionssoziologe Prof. Dr. Knoblauch wird die vielfältige Spiritualitätsbewegung als gesellschaftliches Phänomen analysieren. Der Theologe Dr. Michael Nüchtern wird sein Konzept einer evangelischen Spiritualität zur Diskussion stellen.“
So kenne ich die Protestanten. Zuerst locken sie mich, mit meinem vor Sehnsucht brennenden Herzen doch mal bei ihnen vorbei zu schauen, was ich auch möchte, voll der Hoffnung, es gebe dort eventuell ein wenig spirituellen Balsam auf meine vom Suchen nach Sinn wund gelaufenen Füße; am Ende vertreiben Sie mich dann aber regelmäßig mit dem Knoblauch ihrer Analysen und halten sich nüchtern an Konzepten fest. Und das geht ja auch viel besser ohne den Doktor Vogl.



