Paranoia
Tiergartenquelle
18.06.08 – warnt vor:Menschen, zu
meidende
Weil ich wie alles Leben nach Gleichgewichtszuständen
strebe, gehe ich seit geraumer Zeit einem Broterwerb
nach, der das genaue Gegenteil meiner warnenden und
auf die Vermeidung gefährlicher Handlungen zielenden
Tätigkeit im Internet darstellt. Grundlebensmittel
wie das umwerfend leckere Schweiger Bier (http://schweiger-bier.de/index.php)
und kleinere Luxusartikel wie den von Kundigen
leidenschaftlich verehrten Son of Hibachi (http://www.daerr.de/bestellen/ergebnis.lasso?id=3348638717180&sta=D&voll=hibachi&vo=d&mr=1&sr=0&-session=shop:C06DBE580c86c18E88NTYm2A87BE)
kann ich mir nur darum leisten, weil ich anderen, die
das nicht so überzeugend hinbekommen, geduldig dabei
helfe, ihre Erzeugnisse und Fähigkeiten einem
interessierten Publikum warm zu empfehlen.
Nun wurde ich von meinem Dachverband zu einem zünftigen Treffen nach Berlin in das Lokal „Tiergartenquelle“ mit dieser Fotografie eingeladen:
Liebe Kollegen, wie werden wir bei dieser Zusammenkunft voraussichtlich die Zeit totschlagen? Indem wir einander die deprimierendsten Texterkrisen beichten? Im Halbdunkel die Backsteinmauern anstarren und leise fluchend der Proletarisierung der Massen in der Frühindustrialisierung nachsinnen? Schweigend trinken, bis wir von den Stühlen kippen? Gelangweilt warten bis der nächste Zug übers Kneipendach rumpelt? Davon träumen, wie schön es zuhause war? Nun, ich werde bei diesem Gildetreffen lieber aussetzen. Vielleicht beim nächsten Mal, z. B. im schönen Markt Schwaben beim Schweiger im sonnigen Bräuhaus.
Nun wurde ich von meinem Dachverband zu einem zünftigen Treffen nach Berlin in das Lokal „Tiergartenquelle“ mit dieser Fotografie eingeladen:
Liebe Kollegen, wie werden wir bei dieser Zusammenkunft voraussichtlich die Zeit totschlagen? Indem wir einander die deprimierendsten Texterkrisen beichten? Im Halbdunkel die Backsteinmauern anstarren und leise fluchend der Proletarisierung der Massen in der Frühindustrialisierung nachsinnen? Schweigend trinken, bis wir von den Stühlen kippen? Gelangweilt warten bis der nächste Zug übers Kneipendach rumpelt? Davon träumen, wie schön es zuhause war? Nun, ich werde bei diesem Gildetreffen lieber aussetzen. Vielleicht beim nächsten Mal, z. B. im schönen Markt Schwaben beim Schweiger im sonnigen Bräuhaus.
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Aus Dr. Vogls Kochstudio
18.06.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Menschen, zu
meidende
Zu einem gesunden Selbstumgang gehört es, sich auch
immer wieder selbst mit neuen Fähigkeiten überraschen
zu können. Mit gelingt das mühelos, manchmal sogar
zur Erheiterung meiner Gäste. „Guten Appetit“ musste
ich da nicht mehr wünschen, das Zwerchfell und die
Schadenfreude treiben das, hm, Speiseobjekt auch so
rein.
Schäuble mal wieder
23.04.08 – warnt vor:Menschen, zu
meidende | Nachrichten
Schäuble, der
permanente Verfassungsbrecher ("Ich rate jedem, mich
nicht als permanenten Verfassungsbrecher zu
verleumden"), hat schwierige Fragen in seinem Kopf,
die nach Diskussion und einer Antwort verlangen. Zum
Beispiel die:
„Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht auch nach dem Kompromiss über heimliche Online-Durchsuchungen noch Diskussionsbedarf. Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung ([Artikel 13]) das "heimliche Betreten" einer Wohnung zulasse, sagte Schäuble der Leipziger Volkszeitung.“
Kommt drauf an. Der Schäuble-Attentäter mit der Smith&Wesson hatte sich 1990 die feinsinnige Frage gewiss nicht gestellt, ob die Unverletzlichkeit des Leibes auch dann noch garantiert ist, wenn ein paar kleine spitze Gegenstände zum Zwecke der Terrorbekämpfung in ihn eingedrungen sind. Von solchen Typen muss man sich distanzieren. Ich habe mir deshalb das mit der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft und etwas länger überlegt und komme zu dem für mich privat (naja, das bin ich dann ja nicht mehr wirklich) recht befriedigenden Schluss: Wenn die Herren Geheimen die Wäsche abhängen, bügeln, die Küche aufräumen und den Windeleimer runterbringen, dann dürfen Sie sich auch gern ein Weilchen erfolglos mit meinem Rechner befassen. Aber der Kühlschrank bleibt zu, meine Herren! Beim Bier werde ich zum, nein das schreibe ich jetzt nicht, das ist ja saudumm, ich schreibe: beim Bier hört der Spaß auf, ihr permanenten Verfassungsbrecher.
http://www.heise.de/newsticker/suche/ergebnis?rm=result;words=Sch%C3%A4uble;q=sch%C3%A4uble;url=/newsticker/meldung/106874/
„Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht auch nach dem Kompromiss über heimliche Online-Durchsuchungen noch Diskussionsbedarf. Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung ([Artikel 13]) das "heimliche Betreten" einer Wohnung zulasse, sagte Schäuble der Leipziger Volkszeitung.“
Kommt drauf an. Der Schäuble-Attentäter mit der Smith&Wesson hatte sich 1990 die feinsinnige Frage gewiss nicht gestellt, ob die Unverletzlichkeit des Leibes auch dann noch garantiert ist, wenn ein paar kleine spitze Gegenstände zum Zwecke der Terrorbekämpfung in ihn eingedrungen sind. Von solchen Typen muss man sich distanzieren. Ich habe mir deshalb das mit der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft und etwas länger überlegt und komme zu dem für mich privat (naja, das bin ich dann ja nicht mehr wirklich) recht befriedigenden Schluss: Wenn die Herren Geheimen die Wäsche abhängen, bügeln, die Küche aufräumen und den Windeleimer runterbringen, dann dürfen Sie sich auch gern ein Weilchen erfolglos mit meinem Rechner befassen. Aber der Kühlschrank bleibt zu, meine Herren! Beim Bier werde ich zum, nein das schreibe ich jetzt nicht, das ist ja saudumm, ich schreibe: beim Bier hört der Spaß auf, ihr permanenten Verfassungsbrecher.
http://www.heise.de/newsticker/suche/ergebnis?rm=result;words=Sch%C3%A4uble;q=sch%C3%A4uble;url=/newsticker/meldung/106874/
Auch gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten
03.12.07 – warnt vor:Nachrichten
Abendzeitung
011207.
Verehrte Freunde der Nachrichtensicherheit. Die Gefahren des Presswesens sind uns bekannt.
Wir werden von dummen Journalisten desinformiert, von „im allgemeinen gut unterrichteten Kreisen“ propagandistisch auf Linie gebracht und von schmierigen Werbemännern in die Marketingfalle gelockt. Kurz: Zeitungslektüre ist ein Spaziergang in einem Minenfeld.
Manchmal wird offen gehetzt („Ostspione immer gemeiner“ Bild), manchmal gelogen („Außenminister Fischer“, passim; die Wahrheit wäre gewesen: der Laienaußenministerdarsteller Fischer), und nur selten darf ein Journalist die Wahrheit wagen und so eine Headline drucken lassen (Abendzeitung 01.12.07):
„Pianist Clayderman kauft ein Klavier.“
Ginge es nach mir, wäre diese Nachricht schon bald so unsterblich wie die berühmte „Ballade pour Adeline“ des genannten Klaviervirtuosen. In der schönen Zeile „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ zeigt sich der Journalismus von seiner sympathischsten Seite. Sie spricht nichts als die Wahrheit aus, eine plausible, mit größter Sicherheit irgendwann auch einmal stattgehabte kleine Begebenheit von einem gewissen nicht zu schrillen allgemeinen Interesse, die sich nicht durch vorlauten Paperazzismus („Skandalpianist Clayderman kauft Pariser Edelnutte einen Steinway“) hervortun will und auch nicht durch unnötige investigative Verrätselung Aufmerksamkeit schinden möchte („Klavier weg – war es Clayderman?“). Und sogar die nackte Lüge – nur weil die Meldung so schön wäre – bleibt uns erspart („Außenminister Clayderman“).
Statt dessen treffen sich auf der Stufenleiter seriösen Nachrichtenwesens in der beispielhaft logischen, sogar sicherheitshalber tautologischen Meldung „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ die Linien des Informationsgehaltes und des Unterhaltungswertes in einem gemeinsamen Punkt. Dem Nullpunkt.
Ein nachahmenswertes Vorbild für hoffentlich noch viele ungefährliche und wahrheitsgemäße Meldungen wie „Bäcker backt Brezel“, „Schumacher fährt Rennauto“, „Doktor Vogl warnt“ oder „Joschka Fischer nervt“.
Verehrte Freunde der Nachrichtensicherheit. Die Gefahren des Presswesens sind uns bekannt.
Wir werden von dummen Journalisten desinformiert, von „im allgemeinen gut unterrichteten Kreisen“ propagandistisch auf Linie gebracht und von schmierigen Werbemännern in die Marketingfalle gelockt. Kurz: Zeitungslektüre ist ein Spaziergang in einem Minenfeld.
Manchmal wird offen gehetzt („Ostspione immer gemeiner“ Bild), manchmal gelogen („Außenminister Fischer“, passim; die Wahrheit wäre gewesen: der Laienaußenministerdarsteller Fischer), und nur selten darf ein Journalist die Wahrheit wagen und so eine Headline drucken lassen (Abendzeitung 01.12.07):
„Pianist Clayderman kauft ein Klavier.“
Ginge es nach mir, wäre diese Nachricht schon bald so unsterblich wie die berühmte „Ballade pour Adeline“ des genannten Klaviervirtuosen. In der schönen Zeile „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ zeigt sich der Journalismus von seiner sympathischsten Seite. Sie spricht nichts als die Wahrheit aus, eine plausible, mit größter Sicherheit irgendwann auch einmal stattgehabte kleine Begebenheit von einem gewissen nicht zu schrillen allgemeinen Interesse, die sich nicht durch vorlauten Paperazzismus („Skandalpianist Clayderman kauft Pariser Edelnutte einen Steinway“) hervortun will und auch nicht durch unnötige investigative Verrätselung Aufmerksamkeit schinden möchte („Klavier weg – war es Clayderman?“). Und sogar die nackte Lüge – nur weil die Meldung so schön wäre – bleibt uns erspart („Außenminister Clayderman“).
Statt dessen treffen sich auf der Stufenleiter seriösen Nachrichtenwesens in der beispielhaft logischen, sogar sicherheitshalber tautologischen Meldung „Pianist Clayderman kauft ein Klavier“ die Linien des Informationsgehaltes und des Unterhaltungswertes in einem gemeinsamen Punkt. Dem Nullpunkt.
Ein nachahmenswertes Vorbild für hoffentlich noch viele ungefährliche und wahrheitsgemäße Meldungen wie „Bäcker backt Brezel“, „Schumacher fährt Rennauto“, „Doktor Vogl warnt“ oder „Joschka Fischer nervt“.
Minister Jung ist mit dem Virus Schäuble infiziert und muss sofort aus dem Amt entfernt werden
27.09.07 – warnt vor:Menschen, zu
meidende
Wenn ein
Minister sich ohnmächtig fühlt, widerspricht sein
Gemütszustand seinem Amt in der Staatsmacht. Das
möchte er dann ändern. Verständlich. Ohnmächtige
Macht ist natürlich kaum ihren Namen wert.
Verteidigungsminister Jung fühlt sich ohnmächtig der
Terrorgefahr ausgeliefert und empfindet seine Qualen
sicher doppelt, weil das Gewaltpotential sein Amt als
Verteidigungsminister vollständig definiert. Gegen
die Terrorgefahr wurde aber noch kein passender Krieg
erfunden. Was tun, um die Ohnmacht abzubauen? Ginge
es um Liebe, könnte ich ihm gelassen eine der
Spammails weiterleiten, die medikamentöse Hilfe
anbieten. Es geht aber um Gewalt und da hat
Nichtmehrganzso-Jung sich zur Selbsthilfe an ein sehr
altes deutsches Rezept erinnert.
Jung bemerkte nämlich, dass er sich nicht mehr so ohnmächtig fühlen müsste, könnte er bei drohender Gefahr den „finalen Rettungstotschlag“ (Bundeswehrverbandschef Bernhard Gertz) wann immer und an wem immer er es möchte, also nicht nur an Terroristen sondern auch an Mitbürgern, verüben. Was wäre das für ein Triumph. Eine schwüle Brise gesetzloser Allmacht lässt das ministeriale Selbstbewusstsein lustvoll anschwellen. So hat sich ungestraft zuletzt die SA ausleben dürfen. Und was für ein bemerkenswert kranker Gedanke obendrein: Wenn die Terroristen schon nicht allesamt und überall totzuschlagen sind, dann könnte man, wo sich einer enttarnt, wenigstens den lynchen, auch wenn dabei einige unverdächtige Mitbürger sterben müssen. Jung wäre erleichtert. Für ihn kommt vermutlich „Leiche“ von erleichtern.
Der Jungsche Vorschlag ist allerdings noch nicht ganz da angekommen, wo Schäubles offensichtlich gänzlich zum Teufel gegangenes Denkorgan sich längst hinphantasiert hat: Zum prophylaktischen Rettungstotschlag an jedem, der sich den Schäuble und Jung in Deutschland oder sonstwo verdächtig macht.
Man sollte die Burschen in einen Staatsbürgerkundekursus schicken, damit sie lernen, dass die Verbrechensbekämpfung in einer Demokratie nicht dem Militär sondern der Polizei obliegt, dass ein des Terrorismus Verdächtiger kein Verurteilter ist, warum zu einem Urteil ein Prozess gehört und weshalb ein Urteil in keinem Fall die Todesstrafe sein kann.
Jung bemerkte nämlich, dass er sich nicht mehr so ohnmächtig fühlen müsste, könnte er bei drohender Gefahr den „finalen Rettungstotschlag“ (Bundeswehrverbandschef Bernhard Gertz) wann immer und an wem immer er es möchte, also nicht nur an Terroristen sondern auch an Mitbürgern, verüben. Was wäre das für ein Triumph. Eine schwüle Brise gesetzloser Allmacht lässt das ministeriale Selbstbewusstsein lustvoll anschwellen. So hat sich ungestraft zuletzt die SA ausleben dürfen. Und was für ein bemerkenswert kranker Gedanke obendrein: Wenn die Terroristen schon nicht allesamt und überall totzuschlagen sind, dann könnte man, wo sich einer enttarnt, wenigstens den lynchen, auch wenn dabei einige unverdächtige Mitbürger sterben müssen. Jung wäre erleichtert. Für ihn kommt vermutlich „Leiche“ von erleichtern.
Der Jungsche Vorschlag ist allerdings noch nicht ganz da angekommen, wo Schäubles offensichtlich gänzlich zum Teufel gegangenes Denkorgan sich längst hinphantasiert hat: Zum prophylaktischen Rettungstotschlag an jedem, der sich den Schäuble und Jung in Deutschland oder sonstwo verdächtig macht.
Man sollte die Burschen in einen Staatsbürgerkundekursus schicken, damit sie lernen, dass die Verbrechensbekämpfung in einer Demokratie nicht dem Militär sondern der Polizei obliegt, dass ein des Terrorismus Verdächtiger kein Verurteilter ist, warum zu einem Urteil ein Prozess gehört und weshalb ein Urteil in keinem Fall die Todesstrafe sein kann.
Schäuble
08.09.07 – warnt vor:Menschen, zu
meidende
Bitte meiden
Sie Wolfgang Schäuble.
Eine fachliche Auskunft von einem, der es wissen muss: Warnen kann jeder. Aber es gibt gute und schlechte Sicherheitsexperten. Gute Sicherheitsexperten warnen unverbindlich vor drohenden Gefahren, Irrtümern und Personen. Schlechte Sicherheitsexperten denken den ganzen Tag darüber nach, wer alles die Welt verlassen müsste, damit sie sich endlich sicher fühlen und wollen das dann in Gesetzestexten festschreiben. Hören sie nicht auf diese todesverliebten Angstnarren. Hören Sie auf Doc Vogls ermutigende und wohldurchdachte Hinweise.
So warnen Sie Schäuble fernmündlich:
- Schäuble.
- Doktor Vogl.
- Wer?
- Doktor Vogl, aus München.
- Sind Sie der aus der Reha-Klinik?
- Nein, vor Reha-Kliniken muss ich warnen. Sie warnen ja auch gern. Deshalb wollte ich Sie etwas fragen.
- Ich habe nicht viel Zeit.
- Ich mache es kurz: 100 Menschen im gekidnappten Flieger, 120 im angeflogenen Bürohaus - abschiessen?
- Bitte? Was meinen Sie?
- 120 Menschen werden durch ein mit 100 Menschen besetztes Flugzeug bedroht. So ein 9/11-Ding eben. Holen Sie den Flieger runter? Sicherheitshalber, mein ich.
- Das kommt auf den Einzelfall an.
- Das ist ein Einzelfall.
- Man müsste genau abwägen, ob hier die Verhältnismäßigkeit
- Aber Sie retten doch mehr als sie in den Tod schicken, ein verhältnismäßig guter Deal?
- Das kann man nicht so pauschal
- Ich helfe ihnen: Wir nummerieren einfach die Bevölkerung durch. Alle. Die bekommen so kleine Chips, wie die Jeans jetzt bei Karstadt. Da steht ihre persönliche Wertziffer drauf. Also Männer 5, Frauen vielleicht 4, so wie ich sie kenne, Bundesminister 50, Al Kaida-Verdächtige 0. Wenn dann ein – wir brauchen ein emotional neutrales Fachwort – sagen wir: Bedrohungscluster auf einen Bedrohtencluster trifft, genügt eine einfache Subtraktions-Rechnung und die Entscheidung ist da: Ergebnis über Null: abschiessen. Unter Null: Auslandseinsatz der Bundeswehr für Vergeltung einleiten.
- Hm.
- Hm ja oder hm nein?
- Ihr Gespräch ist vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber Ich werde darüber nachdenken.
- Tun sie das lieber nicht.
Eine fachliche Auskunft von einem, der es wissen muss: Warnen kann jeder. Aber es gibt gute und schlechte Sicherheitsexperten. Gute Sicherheitsexperten warnen unverbindlich vor drohenden Gefahren, Irrtümern und Personen. Schlechte Sicherheitsexperten denken den ganzen Tag darüber nach, wer alles die Welt verlassen müsste, damit sie sich endlich sicher fühlen und wollen das dann in Gesetzestexten festschreiben. Hören sie nicht auf diese todesverliebten Angstnarren. Hören Sie auf Doc Vogls ermutigende und wohldurchdachte Hinweise.
So warnen Sie Schäuble fernmündlich:
- Schäuble.
- Doktor Vogl.
- Wer?
- Doktor Vogl, aus München.
- Sind Sie der aus der Reha-Klinik?
- Nein, vor Reha-Kliniken muss ich warnen. Sie warnen ja auch gern. Deshalb wollte ich Sie etwas fragen.
- Ich habe nicht viel Zeit.
- Ich mache es kurz: 100 Menschen im gekidnappten Flieger, 120 im angeflogenen Bürohaus - abschiessen?
- Bitte? Was meinen Sie?
- 120 Menschen werden durch ein mit 100 Menschen besetztes Flugzeug bedroht. So ein 9/11-Ding eben. Holen Sie den Flieger runter? Sicherheitshalber, mein ich.
- Das kommt auf den Einzelfall an.
- Das ist ein Einzelfall.
- Man müsste genau abwägen, ob hier die Verhältnismäßigkeit
- Aber Sie retten doch mehr als sie in den Tod schicken, ein verhältnismäßig guter Deal?
- Das kann man nicht so pauschal
- Ich helfe ihnen: Wir nummerieren einfach die Bevölkerung durch. Alle. Die bekommen so kleine Chips, wie die Jeans jetzt bei Karstadt. Da steht ihre persönliche Wertziffer drauf. Also Männer 5, Frauen vielleicht 4, so wie ich sie kenne, Bundesminister 50, Al Kaida-Verdächtige 0. Wenn dann ein – wir brauchen ein emotional neutrales Fachwort – sagen wir: Bedrohungscluster auf einen Bedrohtencluster trifft, genügt eine einfache Subtraktions-Rechnung und die Entscheidung ist da: Ergebnis über Null: abschiessen. Unter Null: Auslandseinsatz der Bundeswehr für Vergeltung einleiten.
- Hm.
- Hm ja oder hm nein?
- Ihr Gespräch ist vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber Ich werde darüber nachdenken.
- Tun sie das lieber nicht.