Stein und Fels
Zugspitzopfer
15.07.08 – warnt vor:Abgründe
des Bergsteigens
Ein Mann, der nach eigener Aussage „mehr als hundert
Bergläufe“ erfolgreich durchlitten hat, vertraut dem
Spiegel – nachdem er kürzlich erfolglos versucht
hatte im Schneetreiben den Zugspitzgipfel zu errennen
– dieses an:
„SPIEGEL ONLINE: Inwiefern haben Ihnen die Rettungskräfte geholfen?
Strackerjan: Die haben mich gepackt, hochgeführt und die ganze Zeit mit mir gesprochen. Ich habe zwar die kalten Hände und Füße gespürt, aber erstmals erfahren, wie es ist, wenn der Körper auf einmal nicht mehr das tut, was der Kopf will. Nie hätte ich gedacht, dass Wind solche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Man müsste Arzt sein, um das zu wissen.“
Ich denke ganz konträr, er hat dabei erfahren, dass sein Kopf noch nie das tat, was sein Körper von ihm wollte: Denken. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Ironman Medizin studieren möchte, um zu ergründen, weshalb er sich im Schneesturm was Warmes anzuziehen hat.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,565841,00.html
„SPIEGEL ONLINE: Inwiefern haben Ihnen die Rettungskräfte geholfen?
Strackerjan: Die haben mich gepackt, hochgeführt und die ganze Zeit mit mir gesprochen. Ich habe zwar die kalten Hände und Füße gespürt, aber erstmals erfahren, wie es ist, wenn der Körper auf einmal nicht mehr das tut, was der Kopf will. Nie hätte ich gedacht, dass Wind solche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Man müsste Arzt sein, um das zu wissen.“
Ich denke ganz konträr, er hat dabei erfahren, dass sein Kopf noch nie das tat, was sein Körper von ihm wollte: Denken. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Ironman Medizin studieren möchte, um zu ergründen, weshalb er sich im Schneesturm was Warmes anzuziehen hat.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,565841,00.html
|
Ölkrise – pro und contra
Eine einfache
Frage: Was kommt nach dem Öl?
Kindermund tut Wahrheit kund. Ich suche also nach einer Antwort auf meine gute Frage im gutefrage.net und werde sofort fündig:
Hier wurden alle 27 Mitglieder eines infantilen Expertenrats befragt. 67% sind ungebrochen optimistisch, weil ein Ersatzstoff für das doofe Öl gefunden werden wird. 15 % glauben, dass die Erdölverknappung den größteil der Menschheit das Leben kosten wird. Die Kleinen überleben, die Pauker und Gruftis sterben, heisst das wohl. Und immerhin 19 % sind ahnungslos, entdecken aber das Schokoei in der Krise und lassen sich überraschen. Hm.
Lieber würde ich jemanden fragen, der die Dinge aus der Nähe kennt und, sagen wir, 1998 in den Vorstand der Deutsche Shell AG eintrat und vielleicht 2000 in den Aufsichtsrat wechselte. Heute ist er dann wahrscheinlich Vorsitzender des Vorstands des Forum für Zukunftsenergien, Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp Industries AG und der Norddeutschen Affinerie AG, Mitglied der Senatskommision der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zuständig für den Bereich Energie und Verwaltungsratsvorsitzender der SAM Smart Energy AG, Zürich. Ferner darf er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung beim Bundeskanzler sein und seit 2001 Vorstandsvorsitzender irgendeiner REpower Systems AG. So einer eben. Einer, der es wissen muss.
Ich war nicht erstaunt, als ich feststellte: den gibt es. Er heisst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt und sprach in einem Vortrag an der Universität Hamburg im Jahre 2003 so:
„Ich glaube nicht, dass das Ölzeitalter an Mangel an Öl zu Ende gehen wird, sowenig wie das Steinzeitalter an Mangel an Steinen zu Ende ging.“ Scharfsinniger Vergleich. Klug und zugleich beruhigend irgendwie. Man muss dazu allerdings wissen, dass die Menschen der Steinzeit mit Steinen heizten, damit ihre Transportmittel Pferde, Ochsen und Esel fütterten, und aus Felsen in großer Zahl Medikamente, Möbel und Kunststoffe fertigten. Der Wert aller Tauschmittel hing vom Wert der Kiesel ab. Zudem muss man präsent haben, dass es zum Ende der Steinzeit kaum noch neue Steinfunde gab und die alten Steinvorkommen rasch zur Neige gingen. Erst dann sieht der Vahrenholtsche Vergleich so steindumm aus wie er nie gemeint war.
„Die Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts lehrt uns, dass es über 30 Jahre dauert, bis eine neue Energietechnologie in einer hochindustrialisierten Gesellschaft die alten herkömmlichen Energieträger ablösen kann. Aber: 2020 wird jedes zweite neue Auto auf Wasserstoffbasis fahren, 2050 kann 50 Prozent des Energieverbrauch aus nicht fossilen Quellen stammen.“ Puh. Das wird ja gerade nochmal gut gehen.
Mal sehen, was der Mann in zwölf Jahren sagt, wenn ihm einer erzählt hat, wie Wasserstoff hergestellt, gespeichert und transportiert werden muss. Ich verrate nur so viel: Da ist Energie im Spiel. Warten wir es ab. Ich werde berichten.
Kindermund tut Wahrheit kund. Ich suche also nach einer Antwort auf meine gute Frage im gutefrage.net und werde sofort fündig:
Hier wurden alle 27 Mitglieder eines infantilen Expertenrats befragt. 67% sind ungebrochen optimistisch, weil ein Ersatzstoff für das doofe Öl gefunden werden wird. 15 % glauben, dass die Erdölverknappung den größteil der Menschheit das Leben kosten wird. Die Kleinen überleben, die Pauker und Gruftis sterben, heisst das wohl. Und immerhin 19 % sind ahnungslos, entdecken aber das Schokoei in der Krise und lassen sich überraschen. Hm.
Lieber würde ich jemanden fragen, der die Dinge aus der Nähe kennt und, sagen wir, 1998 in den Vorstand der Deutsche Shell AG eintrat und vielleicht 2000 in den Aufsichtsrat wechselte. Heute ist er dann wahrscheinlich Vorsitzender des Vorstands des Forum für Zukunftsenergien, Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp Industries AG und der Norddeutschen Affinerie AG, Mitglied der Senatskommision der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zuständig für den Bereich Energie und Verwaltungsratsvorsitzender der SAM Smart Energy AG, Zürich. Ferner darf er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung beim Bundeskanzler sein und seit 2001 Vorstandsvorsitzender irgendeiner REpower Systems AG. So einer eben. Einer, der es wissen muss.
Ich war nicht erstaunt, als ich feststellte: den gibt es. Er heisst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt und sprach in einem Vortrag an der Universität Hamburg im Jahre 2003 so:
„Ich glaube nicht, dass das Ölzeitalter an Mangel an Öl zu Ende gehen wird, sowenig wie das Steinzeitalter an Mangel an Steinen zu Ende ging.“ Scharfsinniger Vergleich. Klug und zugleich beruhigend irgendwie. Man muss dazu allerdings wissen, dass die Menschen der Steinzeit mit Steinen heizten, damit ihre Transportmittel Pferde, Ochsen und Esel fütterten, und aus Felsen in großer Zahl Medikamente, Möbel und Kunststoffe fertigten. Der Wert aller Tauschmittel hing vom Wert der Kiesel ab. Zudem muss man präsent haben, dass es zum Ende der Steinzeit kaum noch neue Steinfunde gab und die alten Steinvorkommen rasch zur Neige gingen. Erst dann sieht der Vahrenholtsche Vergleich so steindumm aus wie er nie gemeint war.
„Die Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts lehrt uns, dass es über 30 Jahre dauert, bis eine neue Energietechnologie in einer hochindustrialisierten Gesellschaft die alten herkömmlichen Energieträger ablösen kann. Aber: 2020 wird jedes zweite neue Auto auf Wasserstoffbasis fahren, 2050 kann 50 Prozent des Energieverbrauch aus nicht fossilen Quellen stammen.“ Puh. Das wird ja gerade nochmal gut gehen.
Mal sehen, was der Mann in zwölf Jahren sagt, wenn ihm einer erzählt hat, wie Wasserstoff hergestellt, gespeichert und transportiert werden muss. Ich verrate nur so viel: Da ist Energie im Spiel. Warten wir es ab. Ich werde berichten.
Immobilienkrise erreicht Bulgarien
18.03.08 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Nachrichten
Diese
luxuriöse Shoppingmall im Premiumsegment mitten im
fruchtbaren Bulgarischen Kernland wird wohl nie mehr
realisiert werden. Das großzügige Areal versteppt,
der ruinierte Rohbau ächzt unter der Last geplatzter
Kredite, und es zeichnet sich bereits ab, dass auch
die Telekommunikationsbranche mit in den Abgrund
gerissen wird. So endet der Traum vom Bauboom im
blühenden Osten, noch ehe er recht begann.
Der Alb Bote
30.10.07 – warnt vor:Nachrichten
Der Alb Bote
warnte am 24.10. mit dieser Meldung:
„St. Blasien - In St. Blasien startet am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, eine neue Vortragsreihe zum Thema "Kraft der Kristalle". Verantwortlich dafür ist Bernd Ruderisch mit seinem "Studio b" an der Hauptstraße. In mehreren Abenden soll das breite Feld der Steinheilkunde in thematisch orientierten Einzelvorträgen nahe gebracht werden.“
(http://www.albbote.de/lokales/st_blasien/art2411,3996530)
Gute Arbeit, Kollegen. Die Gefahr erkannt, den Verantwortlichen ermittelt und umgehend publiziert: Der Ruderisch mit seinem damischen Studio an der Hauptstraße war´s. Wer sonst in St. Blasien? Dabei weiss doch jedes Kind, weshalb Steine keine Heilkunde brauchen: Sie werden einfach nicht krank. Da hilft es auch nicht, Einzelvorträge thematisch zu orientieren. Das ist eben so. Die Schusser leben halt nicht. Ich bitte meine Leser, diesen Hinweis der geschätzten Warner des Alb Boten gebührend zu berücksichtigen.
„St. Blasien - In St. Blasien startet am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, eine neue Vortragsreihe zum Thema "Kraft der Kristalle". Verantwortlich dafür ist Bernd Ruderisch mit seinem "Studio b" an der Hauptstraße. In mehreren Abenden soll das breite Feld der Steinheilkunde in thematisch orientierten Einzelvorträgen nahe gebracht werden.“
(http://www.albbote.de/lokales/st_blasien/art2411,3996530)
Gute Arbeit, Kollegen. Die Gefahr erkannt, den Verantwortlichen ermittelt und umgehend publiziert: Der Ruderisch mit seinem damischen Studio an der Hauptstraße war´s. Wer sonst in St. Blasien? Dabei weiss doch jedes Kind, weshalb Steine keine Heilkunde brauchen: Sie werden einfach nicht krank. Da hilft es auch nicht, Einzelvorträge thematisch zu orientieren. Das ist eben so. Die Schusser leben halt nicht. Ich bitte meine Leser, diesen Hinweis der geschätzten Warner des Alb Boten gebührend zu berücksichtigen.
Falsche Bergarchitekten
29.10.07 – warnt vor:Menschen, zu
meidende | Abgründe
des Bergsteigens
Bergarchitektur
22.10.07 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Abgründe
des Bergsteigens
Dieser
Scheich aus Abu Dhabi, namens Vibramil Bin-Andreas,
ist der einzige mir bekannte Bergarchitekt. Ein
Visionär unter den Baukünstlern, der seine kolossalen
Werke grundsätzlich selbst erstbesteigt.

Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.
Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.

Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.
Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“

Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.
Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.

Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.
Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“
Schwerkraft - die Geißel des Bergsteigens
19.09.07 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben | Abgründe
des Bergsteigens