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Wo zum Teufel sind die Bildchen und Charts und so?

Come see our creepiest creature: One more thing...

Jetzt ist es raus: Der iDoc wird das iPad so alt aussehen lassen, wie ein unausgegorenes Wegschmeißgadget von Apple eben aussieht, nachdem es der hysterischen Gemeinde bei der Keynote-Kommunion gereicht wurde und danach das ein oder andere Journalistengehirn langsam wieder zu denken anfängt: Wofür soll das Ding gleich wieder gut sein?

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Der iDoc – hier heimlich zwischen zwei Erlkönigen, dem iNose und dem iHonigkuchenpferd fotografiert – hat alles, was das iPad nicht kann:
Multitasking: Der iDoc kann trinken und granteln gleichzeitig. Er kann ausserdem gucken, schweigen, einschlafen und die Bedienung rufen – it´s amazing.
WB-Connector: Mitten im iFace, einem stylischen facial-expressions-Interface mit 32bit feinsten Grantabstufungen, findet die Bedienung den WB-Slot mit einem Weißbier-Downstream von 1 cl / min. Der Upstream ist bislang unbekannt.
3D-Multitouch und Easy-Anquatsch-Eingabemodus. Der iDoc soll was sagen, machen, zeigen? Quatsch ihn einfach an. Ist er zu leise? Geh näher hin. So einfach geht das und ganz ohne Stylus.
Du brauchst ein Bild? Ein Buch? Irgendeinen Text? Gib ihm Geld und schon läuft seine CPU auf Hochtouren. Am Ende hast Du einen tollen Text oder ein beschissenes Bild und der iDoc geht danach sofort wieder beim Wirt auf Standby. Low energy consumption, Freunde. Er ist schließlich ein grünes Lifestyleprodukt.

So funky wird 2010



Mindestens.

Von Seitentestern empfohlen

Seittest macht genau das, wonach es heisst: Es testet Seiten. Dabei kommen hübsche Sachen ans Tageslicht: Mein Blog ist beispielsweise genauso anerkannt wie der von Kai Diekmann, nämlich garnicht. Dafür wird man bei mir nicht mit Werbung belästigt. Eins zu Null für Doc Vogl im Kampf gegen die permanente Antiaufklärung des Bildchefs. Ich fürchte nur, dass die Seite des Obergockels vom Zuhälterinserateblatt um einen vierstelligen Faktor häufiger gelesen wird als mein bescheidene Infotainmentseite.


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Sozialistische Gipfel I

Der Triglav. Wer nach entbehrungsreichen Stunden endlich den höchsten Gipfel Sloweniens erreicht, wird von einem Litfaßsäulen-großen Blechhäuschen, dem Aljazev-Stolp, verblüfft. Zweites Erstaunen: Hier fehlt das Kreuz - im Zentrum der katholisch-slowenischen Alpen.
Was ist das für ein Ding? Ist das eine Toilette? Ein Hinweis darauf, dass es vom Gipfel aus noch weiter nach oben gehen könnte, würde man eine Rakete besteigen? Eine trotzige Freidenkerkartause? Diese seltsame Mischung aus Atheismus, Mondfahrt und Vorsorge für die Notdurft kenne ich doch? Das ist der Sozialismus. Allegorisch verdichtet auf einem Berggipfel. Gefällt mir. Ein Kunstwerk.

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Bilden Sie mal einen Satz mit Madagaskar


Die Sennerin zum Senn
Kein Gas - kein Fraß, Du schweizer Lusche.
Hol´ aus Zer MADAGASKAR tusche!


Dieses kleine Scherzgedicht vom Doktor Vogl steht in diesem auch sonst ausserordentlich empfehlenswerten Bändchen von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer:

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http://www.amazon.de/Bilden-Sie-einen-Satz-Dichterwettstreit/dp/3596174376/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1254907327&sr=8-1-spell

Jetzt online erhältlich

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Docs Doubletten

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Aus Dr. Vogls Kochstudio

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Zeigefinger und Daumen versuchen etwas Neues und fühlen sich wohl dabei

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Wer sucht, der findet

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Ölkrise – pro und contra

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Werbung, die fasziniert

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Reiner Schleckers sicherheitsbewusste Hasen

Hasen sind vorsichtige Tiere. Ich besitze einen wunderschönen kleinen Buchsbaum (er heisst "Refugium der Habachtstellung"), in dem sich seit Wochen vier kleine Hasen verstecken, ich erkenne das an den Ohren, die deutlich aus dem Gebüsch herausstehen. Jetzt möchte ich die liebenswürdigen kleinen Rammler gerne einmal kennen lernen, sie verlassen ihren Buchs aber nicht. Ich spreche ihnen Mut zu und versuche im grundgütigen Plauderton eine möglichst entspannte, vertrauensvolle Atmo zu schaffen ("na Ihr kleinen Löffelmänner, schon was gemümmelt heute? Nö? Nö, ich auch nicht, na ja, bald wirds Zeit für ein kleines Happahappa, nicht? Karöttchen dazu, hm?"), dem Hasen ist´s egal. Er bleibt scheu und drin. Ich habe auch schon alles, was mir zur Welt der Hasen als passend und typisch einfällt in lockender Absicht vors Gebüsch gelegt, also Thymian, Rosmarin, etwas Knoblauch, ein paar Dörrpflaumen, dunklen Rotwein, feine Pinienkerne, zarten, rohen Speck zum Belegen, Lorbeer und sogar ein paar Wacholderbeeren. Kein Erfolg. Irgendwelche Ideen?
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Neidisch? Die Bäumchen gibts hier: kast-schlecker@arcor.de

Immobilienkrise erreicht Bulgarien

Diese luxuriöse Shoppingmall im Premiumsegment mitten im fruchtbaren Bulgarischen Kernland wird wohl nie mehr realisiert werden. Das großzügige Areal versteppt, der ruinierte Rohbau ächzt unter der Last geplatzter Kredite, und es zeichnet sich bereits ab, dass auch die Telekommunikationsbranche mit in den Abgrund gerissen wird. So endet der Traum vom Bauboom im blühenden Osten, noch ehe er recht begann.
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Allegorie der Philosophia

Staunen im Blick,
den Kant in der Hand,
so stiefelt der Weise
verkannt durchs Land.

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Wenn Ihnen einer mit Kants Kritik der reinen Vernunft kommt, dann sehen Sie sich den Burschen ruhig genau an. Den meisten ist nicht nur ihre Lektüre ein paar Nummern zu groß.

Ausstellungen

Verehrte Leser und Freunde der Kunst: Meiden Sie die Ausstellung von Lothar Götter am 7. März, 19 Uhr in seinem Atelier in der Westendstraße 76a Rgb.; gehen Sie nicht zur Ausstellung eines Malers, der ein Pferd so malen kann, dass sich ein Kenner der modernen Kunst gelangweilt abwendet (wenn er es wenigstens falsch herum aufhängen würde), Doktor Vogl aber bescheiden näher tritt und sich beim Maler bedankt für dieses besonders anrührende, interessante und schöne Pferd, das nun die Welt bereichert. Sind die Gemälde besonders gelungen, gebe ich sogar meinen Senf schriftlich dazu. Das ist der zweite Grund, warum Sie da nicht hingehen sollten, Sie müssten das dann lesen.

Gehen Sie lieber zu Rupprecht Geiger ins Lenbachhaus in München. Der kann "gerundetes Blau". Heisst so und sieht auch so aus. Blau. Und rund. Verzeihung: gerundet. Von Hand? Vermutlich. Er kann übrigens auch rot.

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Der Eros ist auch nicht mehr das, was er einmal war

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Back to the woods

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Rontal - das Bermudadreieck des Karwendel

Vor einiger Zeit führte ich drei Freunde in das schöne Rontal unter der östlichen Karwendelspitze und der Vogelkarspitze. Eine Landschaft, die so bezaubernd ist, dass ihr weitgereiste Menschen instinktiv misstrauen. Gerade in den traumhaft ruhigen Idyllen regiert ein Zug zur Zerstörung, eine hässliche Macht, die Menschen spurlos verschwinden lässt. Hellichter Tag, strahlender Sonnenschein, die Angel pendelt langsam im Atlantik vor Miami. Gibt es ein Geräusch, wenn eine Jacht verschwindet? Dann vermutlich „flimp“ oder „spupp“ – weg ist das Boot, der Angler, die Ruhe.

Der polnische Poppapst Werner Schlosser behauptet, mir sei akkurat dies im Rontal passiert. Gerade eben laufen wir noch zu viert durch das Gras, plötzlich sei ich fort gewesen, was das Foto ja wohl auch beweise. Ich habe mir das Bild lange und – ich bin kein Riese – auch sehr genau unter dem Vergrößerungsglas angesehen. Es ist wahr. Ich bin dort nicht. Aber irgendetwas an diesem Bild lässt mich gleichwohl argwöhnen, es könnte
sich dabei um eine Photomontage handeln. Ein Verdacht, der durch den Brotberuf des Herrn Schlosser, er ist Gestalter und recht sattelfest in der elektronischen Datenverarbeitung, noch bestärkt wird. Aber wie so oft bei AkteX-tauglichen Themen: Wir werden es wohl nie erfahren, was wirklich geschah.
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Doc Vogl antwortet: Klärende Worte zu einigen unbeantwortet gebliebenen Fragen des Homöopathieopas Samuel Hahnemann.

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Der Urgroßvater der Minimaldosierung erlebte die Antworten auf diese Fragen nicht mehr. Doch das lässt sich nachholen:

„Hat wohl die purgierende Strauchkugelblume etwas mit der unkräftigen Statice in der Familie Aggregatae gemein?“
Doc Vogl sagt: Nein.

„Läßt sich von der Zuckerwurzel etwas ähnliches als von der Wurzel der giftigen Nebendolde oder des Giftwütherichs erwarten, weil sie zusammen in der Schirmfamilie stehen?“
Natürlich nicht.

„Hat wohl (in der Familie hederaceae) der gar nicht unschuldige Ewigepheu mehr Aehnlichkeit mit der Edelweinrebe als etwa im äussern Wuchse?“
Wohl kaum.

„Läßt sich vom Klebmeyer etwas ähnliches als von der oft tödlichen Spigelia marylandica erwarten, weil sie beide unter den Stellatae stehen?“
Das würde kein vernünftiger Mensch behaupten.

„Welche Aehnlichkeit der Wirkung findet man zwischen der Melone und der Eselspringgurke aus derselben Familie Cucurbitaceae?“
Keine, Samuel, wirklich keine.

„Und nun in der Familie Solanaceae, wie paaret sich die schmacklose Königskerze mit der brennenden Sommerbeißbeere oder der die ersten Wege krampfende Tabak mit den die natürlichen Bewegungen des Darmkanals hemmenden Krähenaugen?
Sicherlich nur ungern.

„Wirkt der wässerige Pfennigweiderich der Fieberkleeblume ähnlich, oder die unkräftige Primelschlüsselblume dem drastischen Erdscheibeschweinsbrode in der Familie Rotaceae?
Das zarte Primelchen und der drastische Erdscheibeschweinsbrode? Niemals!

„Läßt sich von den Eigenschaften der die Harnwege stärkenden Sandbeerbärentraube auf die des erhitzend betäubenden Schneerosegichtstrauchs in der Familie Bicornes schließen?“
Das wäre mir neu.

„Ist in den Verticillatae die kaum etwas adstringirende Gottheilbraunelle und der unschuldige Kukukgünsel mit dem ätherischen Katzengamander oder dem feurigen Kreterdost nur in irgend einem Betrachte zu vergleichen?“
Ach wo.

„Wie weit entfernt sich die Glycyrrhiza von der Geoffroya in der Wirkung, obgleich in derselben Familie Papilionaceae?“
Lichtjahre. Mindestens.

„Den Filipendelwedel und die Rothheiltormentille vereinigt die Familie Senticosae und doch, wie unähnlich an Eigenschaften?“
Sehr unähnlich, Samuel, sehr unähnlich, haben wirs dann bald?

„Der Johannisbeerribes und die Lorberkirsche, der Vogelbeerspierling und die Pfirschmandel, wie ungleich an Kräften, und doch in derselben Familie Pomaceae! – Die Familie Succulentae vereinigt die Mauerpfefferfetthenne und den Gemüßportulak, gewiß nicht wegen ähnlicher Wirkungen! – Wie kömmt der Storchschnabel mit dem Purgirlein, der Sauerkleelujel mit der Bitterquassie in eine und dieselbe Familie?“
Hm, die Natur ist halt sonderbar, oder?

„doch nicht wegen Aehnlichkeit der Kräfte?“
Natürlich nicht. – Wars das dann?

„Wie ungleichartig an Arzneikraft sind alle die Glieder der Familie Ascyroideae! – und die der Dumosae! – und die der Trihilatae!“
Ja ja, Du altes Grübelköpfchen, jetzt gib halt einmal

„in der Familie Tricoccae, was hat da die fressende Euphorbienwolfsmilch mit dem für die Nerven nicht gleichgültigen Buchsbaum für Gemeinschaft? – Das unschmackhafte Glattbruchkraut, die scharfe Kermesphytolacke, der erquickende Ambergänsefuß und der brennende Wasserpfefferknöterich,“
Keine Gemeinschaft, wirkllich keine, aber jetzt ist es dann gut, ja?

„ wie ungleich wirkend sind die Scabridae! – Was soll die blos schleimig milde Weißlilie neben dem Knoblauch oder die Meerzwiebel, was der Eßspargel neben der giftigen Weißnieswurzel in der Familie Liliaceae?“
Stop.

Samuel, Samuel,– das staunende Sich-Wundern ist der Anfang der Wissenschaft. Bei manchen aber auch ihr Ende.

(http://www.mickler.de/journal/versuch-prinzip-1.htm)

Ein bizarrer Repräsentant der traditionsreichen Firma Siemens

Von Zeit zu Zeit zwingen mich die Begleitumstände meiner Lebenshaltung, das ein oder andere Reklamemittel der Siemens Aktiengesellschaft zur Kenntnis zu nehmen. Ich leide. Sie sollen nicht leiden, deshalb warne ich Sie hier einmal in aller Form vor Lichtbildern wie diesem. Machen Sie die empfindlichen Äuglein fest zu, wenn Ihnen sowas unterkommt. Sonst klopft Ihnen die grausige Bildkeule die unangenehmsten Ideen in Ihren wehrlosen Kopf.

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Als erstes zwang mich das Bild, an einen Mord zu denken. Der Mann schreit auf, er wurde von hinten erschossen, soviel ist klar. Vielleicht hielt ihn der CIA seines Ziegenbärtleins wegen für einen erwachenden Schläfer der Taliban? Wer würde sonst so ein hässliches Lederimitattäschlein mit sich führen, wenn nicht ein von der Welt bereits völlig losgelöster Suizidaler?

Dann dachte es in mir: Nehmen wir an, er lebt noch, sein Schrei ist kein Todes- sondern ein Wutschrei. Vielleicht hat Mutti ihrem ziegenbärtigen Sohn zum achten Mal das gleiche hässliche Lederimitattäschlein geschenkt und er möchte es mit der Faust vernichten.

Noch Abwegigeres kam mir in den Sinn: Der Vertreter schreit vor Freude auf wegen einer Unterschrift, die ihm unter ein in dem hässlichen Lederimitattäschlein verborgenes Schriftstück gesetzt wurde. Er hat irgendeinen Abschluss bewirkt und kann deshalb nicht mehr an sich halten. Die Heiterkeit hetzt ihn fast in den Wahnsinn, so überwältigend paradiesisch ist das süße Geheimnis in seinem hässlichen Lederimitattäschlein.

Dann warf ich einen kurzen Blick auf den Hintergrund – und wie so oft: Der Kontext plaudert aus, was der Ziegenbärtige gern verschweigt: Der Siemenshandlungsreisende ist einfach blau. Sternhagelvoll. Strack und breit wie kein zweiter Siemensvertreter. Die kleine Ausbuchtung in seinem hässlichen Lederimitattäschlein passt präzise zu einer feinen Flasche Tullamore Dew, die der Kreischende bei einer Abteilungswette auf ex gelehrt hat. Danach konnte er nur noch „Yep!“ jauchzen, als ihn die Kollegen fragten: „He, Ziege, was dagegen wenn wir dich mit deinem hässlichen Lederimitattäschlein ablichten? Mach´ Fäustchen, Ziege. Und cheese!“

Bergarchitektur

Dieser Scheich aus Abu Dhabi, namens Vibramil Bin-Andreas, ist der einzige mir bekannte Bergarchitekt. Ein Visionär unter den Baukünstlern, der seine kolossalen Werke grundsätzlich selbst erstbesteigt.
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Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.

Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.
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Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.

Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“

Creepy encounter with fat and freaky US Citizens in the peaceful Bavarian Alps

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Hüten Sie sich im Gebirge vor dicken Amerikanern, die sie schmierig angrinsen. Diese kulturell verwahrlosten Soziopathen tragen Waffen, arbeiten in Privatgebirgsjägerarmeen und schiessen auf alles, was ihnen den Weg zur Tankstelle blockiert, Appetit macht oder als Souvenir in den Rucksack passt. Das Kamel im oberen rechten Bildeck kennt die Alpen-Amis bereits. Und tut so, als wäre es ein Fels. Raffiniert.

Postkarten

Seit zwanzig Jahren schütze ich die Öffentlichkeit vor einer diabolischen Postkarte, die ich auf einem Flohmarkt sicherheitshalber an mich nahm.

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Wenn die ein Kind in die Hand bekäme! Sie lag wohl verwahrt und bewacht ganz unten in einer Schublade meines Safes. Kürzlich erinnerte ich mich wieder an sie, setze mir die Taucherbrille auf, nahm das sinistre Kärtlein mit Schutzhandschuhen heraus, legte es auf den Tisch und fragte mich, an wen es wohl abgeschickt worden sein mag.

Pasted Graphic 1
Umgedreht und gewundert: Kein Wörtchen war auf der Rückseite zu lesen. Aber ich ahne schon, welches böse Geheimnis hinter dieser Karte steckt. Lassen Sie mich raten, was dort hätte stehen sollen, wenn die Karte Ihren Zweck hätte erfüllen dürfen:

„Von anderen sehr geehrter Reiseveranstalter Dansk Tours,
mein Pauschalurlaub auf der dänischen Drecksinsel ist ein Fiasko. Ich bin im Club Gammeldansk umgeben von suizidalen Psychopathen. Der Reiseleiter antwortete auf meinen Wunsch, einmal zu grillen, mit der Ankündigung: „Dann mach ich schon mal den Wald an.“ Ich habe seit Tagen die Sonne nicht mehr gesehen. Ich reise ab. Sie hören von meinem Anwalt.
Dansk Avskum,
Stig Helmer“

oder das?

„Liebe Mutti,
wir sind jetzt angekommen, ich schreibe Dir von drüben, hier ist alles genau so, wie es Dein weissbärtiger Zauberzausel mir erzählt hat. Nur noch viel dunkler. Wenn ich mich nur erinnern könnte, wo ich den blöden Ring reinschmeissen soll. Der Dicke wird es wissen.
Alles Liebe aus Mordor,
Frodo“